Eine Fallstudie von Beauty Business Consulting

Von 12 Stunden Tage am Nageltisch zum Premium-Institut mit 50% weniger Arbeit

10 Min. Lesezeit
vom 31.07.2026

In 9 Monaten wandelte Beauty Business Consulting ein nagellastiges Münchner Kosmetikinstitut zum klar positionierten Anti-Aging-Institut. Ergebnis: doppelter Umsatz bei halber Arbeitszeit, vier neue apparativen Kosmetik Geräte, keine Nägel mehr und spürbar mehr Lebensqualität.

Von 12 Stunden Tage am Nageltisch zum Premium-Institut mit 50% weniger Arbeit
jetpeel
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Neukundengewinnung
Positionierung
Nagelstudio
Kosmetikstudio
apparative Kosmetik
Kosmetik Neukunden gewinnen
Umsatztsteigerung
weniger Arbeitszeit mehr Umsatz

Kennzahlen auf einen Blick

Verdoppelter Umsatz, halbierte Arbeitszeit und vier neue Geräte in neun Monaten – Weg von Nagelstudio-Image.

Umsatzindex
100%
100 Index
Februar 2024
200 Index
Dezember 2024
Arbeitszeitindex
50%
100 Index
Februar 2024
50 Index
Dezember 2024
Umsatz je Zeiteinheit
300%
1 Index
Februar 2024
4 Index
Dezember 2024
Neue Kosmetikgeräte
0 Geräte
Februar 2024
4 Geräte
Dezember 2024
Ausgangssituation: etabliert, groß – und im falschen Modus 1

"Ich bin so happy Eure Unterstützung gebucht zu haben. Was in den letzten 9 Monaten nach dem Coaching alles passiert ist, ist der Wahnsinn. Ich habe 4 neue Geräte gekauft, umgebaut, aussortiert und erwirtschafte den doppelten Umsatz in der hälfte der Zeit. Keine 12 Stunden Tage mehr, Pausen zwischendurch. Zeit für mich und für das Leben selbst. Wirklich ohne Euch hätte ich das heute nicht erreicht. Ganz großes Danke❤️"

Diese Nachricht ist die persönliche Rückmeldung der Inhaberin eines langjährig bestehenden Kosmetikinstitut in München – nach neun Monaten Zusammenarbeit. Hinter diesen wenigen Zeilen steckt eine grundlegende Geschäftsmodell-Transformation: vier neue Geräte, ein räumlicher Umbau, das Aussortieren unprofitabler Strukturen, die Verdopplung des Umsatzes bei ungefähr halbierter Arbeitszeit, das Ende täglicher Zwölf-Stunden-Routinen, echte Pausen, mehr Freiheit, mehr Lebensqualität und eine neue wirtschaftliche Perspektive.

Das Institut liegt in einem gehobenen Münchner Stadtviertel – ein wohlhabendes Innenstadtviertel mit hoher Kaufkraft. In diesem wirtschaftlich attraktiven Umfeld leben und arbeiten viele potenzielle Kundinnen, die grundsätzlich bereit und in der Lage sind, in hochwertige Kosmetikbehandlungen, exklusive Anti-Aging-Konzepte und professionelle Pflegeprodukte zu investieren. Kurz: Der Standort war von Beginn an ein starkes Fundament.

Vor der Zusammenarbeit war das Institut seit vielen Jahren etabliert, verhältnismäßig groß, mit mehreren Mitarbeiterinnen und mehreren Kosmetikkabinen. Es gab einen gewachsenen Kundenstamm – keine Neugründung, kein Anfänger in der Beautybranche, sondern ein relevantes, funktionierendes Unternehmen mit Potential. Doch dieses Potenzial wurde nicht konsequent genutzt.

Das ursprüngliche Geschäftsmodell war breit aufgestellt. Ein besonders großer Schwerpunkt lag auf Nageldienstleistungen. Ein erheblicher Teil der Kundinnen kam für Nägel, ein erheblicher Teil des Teams arbeitete an Nägeln – und die Inhaberin verbrachte selbst viele Stunden am Nageltisch. Obwohl ausreichend Kosmetikkabinen vorhanden waren, blieben sie oft unterausgelastet und leer. Das Kosmetikinstitut hatte sich über Jahre hinweg festgefahren. 

Die Außenwahrnehmung spiegelte das wider: Von außen galt das Unternehmen primär als Nagelstudio, allenfalls als Nagelstudio mit ein bisschen Kosmetik – ein breites, aber nicht klar positioniertes Leistungsangebot. Das Institut wurde nicht als hochwertiges Anti-Aging-Institut wahrgenommen, obwohl fachliche und räumliche Voraussetzungen dafür existierten.

Der Kreislauf aus Wahrnehmung und Nachfrage

Das Kosmetikinstitut wurde als Nagelstudio wahrgenommen. Deshalb kamen überwiegend Anfragen für Nägel. Weil die Termine gefüllt waren, floss der Großteil der Tagesleistung erneut in Nägel. Dadurch fehlten Zeit, Energie und Kapazitäten, die Kosmetik als Premium-Schwerpunkt aufzubauen. Weil diese Entwicklung sichtbar ausblieb, blieb auch die Außenwahrnehmung unverändert – und die Spirale drehte sich weiter: Als Nagelstudio wahrgenommen → vorwiegend Nageltermine → Kosmetikkabinen ungenutzt → keine sichtbare Anti-Aging-Kompetenz → wieder überwiegend Nagelkundinnen. Dieser Kreislauf verfestigte sich über Jahre.

Kosmetikinstitut in München auf über 200m2 - Kundin Beauty Business Consulting

Kosmetikinstitut in München auf über 200m2 - Kundin Beauty Business Consulting

Die besondere Herausforderung eines Bestandsunternehmens

Eine Neugründung lässt sich von Tag eins sauber positionieren. Bei einem gewachsenen Unternehmen sind jahrelange Gewohnheiten, feste Terminrhythmen, etablierte Kundenerwartungen, eingeübte Aufgabenverteilungen, wirtschaftliche Abhängigkeiten, ein geprägtes Image und Routinen im Team real. Veränderung heißt hier: Viele Ebenen gleichzeitig bewegen – Außenwirkung, Leistungen, Kundengruppe, Terminlogik, Teamverhalten, Kommunikation mit Bestandskundinnen, Beratung, Verkauf, Raumnutzung, interne Prozesse, wirtschaftliche Prioritäten und die Rolle der Inhaberin.

Genau das war der Ausgangspunkt: Ein vertrauter, eingespielter Rhythmus – Termin durchführen, Kundin verabschieden, Arbeitsplatz vorbereiten, nächste Kundin behandeln, den Tag ohne Verzögerung abarbeiten. Vertraut, aber auf Dauer wirtschaftlich und persönlich problematisch.

Der Abarbeitungsmodus als zentrale Belastung

Ein voller Kalender wirkte von außen wie Erfolg. Intern blockierte er jedoch die Weiterentwicklung. Es fehlte Zeit für strukturierte Beratungen, strategische Kundenführung, hochwertige Empfehlungen, Produktberatung, unternehmerische Planung, Behandlungskonzepte, Marketing, Positionierung – und echte Pausen. Die Inhaberin arbeitete teils bis zu zwölf Stunden täglich. Sie war ausgelaugt, gebunden ans Operative und sah keinen Hebel, um aus eigener Kraft in ein profitableres, ruhigeres System zu wechseln – trotz großer Fläche, Team, Kabinen und Premium-Lage.

Langjährige Erfahrung – und trotzdem falsche Strukturen

Die Inhaberin und ihr Team waren erfahrene Kosmetikerinnen. Doch Erfahrung ersetzt keine klare Strategie: Positionierung, wirtschaftliche Struktur, strategische Gesprächsführung, der Verkauf hochwertiger Konzepte, profitable Zeitnutzung, Teamführung und gesteuerte Außenwirkung mussten neu gedacht und aufgebaut werden. Fachliche Kompetenz war vorhanden – sie musste neu sichtbar gemacht und in strukturierte Beratung übersetzt werden.

Der Wunsch nach neuen Geräten – und warum er blockiert war

Die Inhaberin wollte moderne, hochwertige Kosmetikgeräte schon lange. Vor der Neuausrichtung war die Investition jedoch nicht sinnvoll: Es fehlten die passenden Premiumkundinnen, Nachfrage, freie Kapazitäten, eine klare Anti-Aging-Positionierung, ein Vermarktungskonzept, eine wirtschaftliche Behandlungsstruktur, finanzielle Sicherheit und die Zeit, Geräte auszulasten. Geräte allein erzeugen keinen Umsatz – erst Positionierung, Beratung, Nachfrage, Preisstruktur und Auslastung machen Technik wirtschaftlich tragfähig. Vor dem Shift wäre die Investition riskant gewesen.

Kurz: Ein etabliertes Studio im kaufkräftigen Umfeld – mit breitem Portfolio, Nagelfokus, unterausgelasteten Kosmetikkabinen, einem zähen Wahrnehmungs-Nachfrage-Kreislauf, Abarbeitungsmodus und begrenztem Investitionsspielraum. Genau hier setzte Beauty Business Consulting an: nicht mit einem neuen Slogan, sondern mit einer konsequenten, mehrstufigen Neuausrichtung auf Premium-Anti-Aging, sichtbare Expertise und planbare Neukundengewinnung.

Ziele der neunmonatigen Neuausrichtung 2

Im Zentrum stand nicht „mehr vom Gleichen“, sondern ein neues Geschäftsmodell: klare Premium-Positionierung auf Anti-Aging, verbesserte Beratung und profitablere Zeitnutzung – mit spürbar weniger persönlicher Belastung für die Inhaberin und deutlich höherer wirtschaftlicher Leistung pro Stunde.

  • Arbeitszeit deutlich reduzieren und Zwölf-Stunden-Tage beenden
  • Abhängigkeit von Nageldienstleistungen auflösen
  • Institut hochwertig positionieren (Anti-Aging, apparative Kosmetik, Kuren)
  • Kosmetikkabinen planbar und profitabel auslasten
  • Premiumkundinnen im kaufkräftigen Umfeld gezielt gewinnen
  • Höherpreisige Behandlungen und Produktumsätze steigern
  • Beratungs- und Verkaufsstruktur mit dem CLEAR-Leitfaden etablieren
  • Terminplanung und Zeitmanagement wirtschaftlich neu aufsetzen
  • Rolle der Inhaberin von der abarbeitenden Fachkraft zur strategischen Unternehmerin entwickeln
  • Umsatz trotz geringerer Arbeitszeit deutlich erhöhen
Resultate: Premium-Positionierung, Umsatzsprung, neue Freiheit 3

Die Transformation begann an der Wurzel: der Außenwirkung. Bevor andere Kundinnen gewinnen konnten, musste sichtbar werden, wofür das Institut künftig steht. Aus dem Bild „Nagelstudio mit etwas Kosmetik“ wurde Schritt für Schritt die klare Wahrnehmung als hochwertiges Premium-Kosmetikinstitut für Anti-Aging.

Außenwirkung und Positionierung: sichtbar, fokussiert, glaubwürdig

Wir schärften die Positionierung, die Leistungsdarstellung und die Kommunikation der fachlichen Kompetenz. Zielgruppe, Nutzen, Ergebnisse und Abgrenzung wurden so formuliert, dass anspruchsvolle Kundinnen aus dem wohlhabenden Innenstadtviertel die Expertise bereits vor der Buchung erkennen. Es ging nicht um hübschere Bilder, sondern um eindeutige Signale: Für welche Hautthemen steht das Institut? Welche Ergebnisse sind realistisch? Warum ist es nicht mit einem „klassischen Nagelstudio“ vergleichbar? So entstand die Grundlage, um Premiumkundinnen gezielt zu erreichen.

Leistungsbereinigung: Breite reduzieren, Wert erhöhen

Das breite Portfolio wurde geprüft: Was stützt die neue Anti-Aging-Positionierung? Was erzeugt angemessenen Umsatz pro Zeit? Was blockiert Kapazität? Schrittweise reduzierten wir Leistungen, die die neue Wahrnehmung schwächten, und bauten Angebote aus, die Expertise belegen. Wichtig: Der Umbau erfolgte kontrolliert – laufende Umsätze absichern, Team mitnehmen, parallel neue Kosmetikkundinnen gewinnen und Kabinen auslasten.

Vom Nagelfokus zur professionellen Kosmetik – inklusive Umbau

Die Zahl der Nageltermine wurde konsequent reduziert, der bisherige Nagelbereich umgebaut und die Raumnutzung neu geplant. Die Kosmetik rückte räumlich, kommunikativ und wirtschaftlich in den Mittelpunkt. Das Team wechselte Schritt für Schritt in hochwertige Behandlungen. Innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit konnte der Nagelbereich vollständig bzw. nahezu vollständig aufgegeben werden – ein bewusster, strategischer Schritt trotz anfänglicher wirtschaftlicher Sorge.

Bestehende Ressourcen endlich nutzen

Mit der Neuausrichtung wurden die bereits vorhandenen Kosmetikkabinen planbar belegt. Flächen, Wissen, Team, Technik und der starke Standort wurden erstmals im Sinne eines Premium-Instituts ausgeschöpft. Die Arbeit verlagerte sich aus dem Nageltisch-Modus in strukturierte Hautberatung und apparative Anti-Aging-Konzepte.

Teamentwicklung: raus aus dem Abarbeiten, rein in Führung und Beratung

Ein System ist nur so stark wie sein Team. Über Jahre gelernte Routinen – viele kurze, isolierte Termine hintereinander – wurden bewusst durch klare Beratung ersetzt. Das Team lernte, nicht nur Dienstleistungen auszuführen, sondern Kundinnen fachlich zu führen: zuhören, analysieren, Ziele klären, Erwartungen managen, Empfehlungen aussprechen, Konzepte präsentieren, Entscheidungen begleiten.

Verkaufsschulung vor Ort mit Team von Kosmetikinstitut - Beauty Business Consulting 

Verkaufsschulung vor Ort mit Team von Kosmetikinstitut - Beauty Business Consulting 

CLEAR-Beratungsleitfaden: Struktur statt Zufall

Mit dem CLEAR-Leitfaden etablierten wir eine klare Gesprächsarchitektur für hochwertige Beratungs- und Verkaufsgespräche:

  • Gespräche zielgerichtet strukturieren
  • Bedürfnisse, Ziele und Leidensdruck präzise erfassen
  • Erwartungen früh klären und unrealistische Vorstellungen erkennen
  • Geeignete Behandlungen nachvollziehbar empfehlen und als Konzept präsentieren
  • Produkte sinnvoll einbinden
  • Einwände vorbeugen, Preise selbstbewusst nennen
  • Entscheidungen verbindlich, aber ohne Druck begleiten

Professionelles Verkaufen bedeutete hier nicht, etwas „aufzuschwatzen“, sondern Verantwortung zu übernehmen: Wer eine passende Lösung kennt, formuliert sie klar. Statt auf Zufall zu hoffen, führte das Team die Kundinnen sicher durch den Entscheidungsprozess.

Zeitmanagement: Wirtschaftlichkeit planen, Pausen sichern

Wir verknüpften Beratung und Behandlung sinnvoll, planten Beratungszeiten bewusst ein, reduzierten unnötige Übergänge und priorisierten wirtschaftlich sinnvolle Termine. Ziel war nicht „länger beraten“, sondern „besser führen“. Das Ergebnis: mehr Tiefe bei passenden Kundinnen – und gleichzeitig weniger Gesamtarbeitszeit. Pausen wurden Teil des Plans und nicht Restgröße des Tages.

Angebotssysteme und Preislogik: von Einzelleistungen zu Strategien

Statt isolierter Einzeltermine kommunizierte das Institut nun Ziel, Schritte, Frequenzen, Geräteeinsatz, Heimpflege und Mitwirkung der Kundin als zusammenhängendes Konzept. Das erhöhte den wahrgenommenen Wert und den tatsächlichen Behandlungserfolg – Kundinnen investierten nicht in „Zeit“, sondern in einen professionellen, nachvollziehbaren Lösungsweg.

Premiumkundinnen im kaufkräftigen Umfeld gewinnen

Mit der geschärften Außenwirkung kamen zunehmend andere Anfragen: Kundinnen, die hochwertige Anti-Aging-Behandlungen suchten, professionelle Beratung wollten, sichtbare Ergebnisse erwarteten und bereit waren, langfristig zu investieren – genau die Zielgruppe, die im wirtschaftlich attraktiven Umfeld vorhanden ist, aber zuvor nicht angesprochen wurde.

Hochwertige Produktmarken als logische Folge

Weil Beratung und Konzepte stimmig waren, konnten exklusivere Marken aufgenommen werden. Produkte wurden nicht isoliert verkauft, sondern fachlich begründet eingebunden: Warum ist Heimpflege notwendig? Wie unterstützt sie die Kabinenbehandlung? Welche Anwendung ist entscheidend? So entstand Umsatzqualität statt Zufallsverkäufe.

Investitionsfähigkeit zurückgewinnen: vier neue Geräte

Innerhalb von neun Monaten schuf das Institut die Voraussetzungen, um vier hochwertige Kosmetikgeräte anzuschaffen – ein sichtbares Signal für fachliche Weiterentwicklung, neue Möglichkeiten, Planungssicherheit und finanzielle Stärke. Nicht die Geräte machten den Erfolg, sondern das System dahinter. Aber sie wurden zum Symbol: Das Institut kann und darf wieder investieren.

Umbau und Aussortieren – räumlich und strategisch

„Aussortieren“ bedeutete mehr als Gegenstände entfernen. Es umfasste unpassende Leistungen, alte Denkweisen, unprofitable Strukturen, ungünstige Terminrhythmen, die falsche Außenwahrnehmung, den Abarbeitungsmodus, die Abhängigkeit vom Nagelbereich und Kundengruppen, die nicht mehr passten. Unsere Kundin wollte den Nagelbereich direkt räumlich entfernen und nach 3 Monaten war dies bereits umgesetzt. Dieser Bereich wiederum wird nun als Bodyforming Bereich genutzt und dient weiter als Umsatz Booster, ohne viel Zeitinvest. 

Konkrete Ergebnisse nach neun Monaten

  • Neun Monate Zusammenarbeit mit Beauty Business Consulting
  • Umsatz verdoppelt
  • Arbeitszeit ungefähr halbiert
  • Keine regelmäßigen Zwölf-Stunden-Tage mehr
  • Echte Pausen im Arbeitsalltag
  • Mehr persönliche Zeit und Lebensqualität
  • Reduzierter Erschöpfungszustand
  • Starker Fokus auf Nägel beendet
  • Nagelbereich vollständig bzw. nahezu vollständig aufgegeben
  • Räumlicher Umbau umgesetzt
  • Alte, unpassende Strukturen konsequent aussortiert
  • Team arbeitet heute überwiegend in der professionellen Kosmetik
  • Kosmetikkabinen deutlich besser bzw. weitgehend ausgelastet
  • Entwicklung vom nagellastigen Betrieb zum Premium-Kosmetikinstitut
  • Außenwirkung grundlegend verändert
  • Inhaberin deutlich stärker als Anti-Aging-Expertin wahrgenommen
  • Gewinnung neuer, kaufkräftiger Premiumkundinnen
  • Buchung hochpreisiger Behandlungen und Kauf hochwertiger Pflegeprodukte
  • Aufnahme exklusiverer Produktmarken möglich
  • Einführung des CLEAR-Beratungsleitfadens
  • Kundenkommunikation neu strukturiert
  • Team verkauft professionell, ohne Druck
  • Zeitmanagement verbessert
  • Anschaffung von vier neuen Kosmetikgeräten
  • Investitionsfähigkeit wiederhergestellt
  • Unternehmerischer und persönlicher Freiraum der Inhaberin zurückgewonnen
Nagelbereich vor Umbau - Beauty Business Consulting besucht Kundin

Nagelbereich vor Umbau - Beauty Business Consulting besucht Kundin

Wirtschaftliche Modellrechnung (relativ, basierend auf der Kundenaussage)

Diese Berechnung ist eine relative Modellrechnung auf Grundlage der Aussagen „doppelter Umsatz“ und „Hälfte der Zeit“ – keine exakte betriebswirtschaftliche Auswertung, da keine absoluten Umsätze oder Stundenzahlen vorliegen.

  • Vorher: 100 Umsatzpunkte bei 100 Arbeitszeitpunkten → Umsatz/Zeiteinheit = 1
  • Nachher: 200 Umsatzpunkte bei 50 Arbeitszeitpunkten → Umsatz/Zeiteinheit = 4

Ergebnis: Der Umsatz pro eingesetzter Arbeitszeiteinheit liegt rechnerisch beim Vierfachen.

Zentrale wirtschaftliche Erkenntnis

Die Inhaberin verdoppelte den Umsatz nicht, weil sie doppelt so viel arbeitete – sondern obwohl sie deutlich weniger arbeitete. Der Hebel lag in: klarer Positionierung, hochwertiger Außenwirkung, passenden Premiumkundinnen, höheren Umsätzen pro Kundin, profitablen Behandlungen, stärkeren Produktverkäufen, strukturierter Beratung (CLEAR), besserer Terminplanung, konsequenter Reduktion unpassender Leistungen, besserer Nutzung der Räumlichkeiten und einem Team, das führt statt abzuarbeiten.

Kernaussagen für Bestandsunternehmen

  • Mehr Arbeit ist nicht automatisch mehr Erfolg. Der Durchbruch entsteht durch Struktur, Fokus und Führung.
  • Ein voller Kalender kann Wachstum verhindern, wenn er die falschen Leistungen füllt.
  • Beschäftigung ist nicht Rentabilität: Entscheidend sind Umsatz pro Stunde, Gewinn, Wiederkaufsrate, Produktumsatz und Zukunftsfähigkeit.
  • Eine gute Lage erzeugt ohne Positionierung keine Premiumkundinnen.
  • Erfahrung ersetzt keine Strategie: Gesprächsführung, Beratung, Verkauf und Zeitmanagement sind erlernbare Systeme.
  • Geräte ersetzen kein Geschäftsmodell: Erst Positionierung und Auslastung machen Technik wirtschaftlich.
  • Beratung erhöht den Wert einer Behandlung – Kundinnen investieren in Strategien, nicht in Zeiteinheiten.
  • Professionelles Verkaufen ist Kundenführung, nicht Druck.
  • Spezialisierung steigert Umsatz und Lebensqualität: Weniger Breite, mehr Tiefe.

Am Ende steht nicht nur ein Umsatzsprung und vier neue Geräte. Die eigentliche Veränderung ist die Kontrolle: Die Inhaberin wechselte sichtbar aus dem Dauerbetrieb am Nageltisch zurück in die Rolle einer strategisch handelnden Unternehmerin – mit klarer Positionierung, planbarer Nachfrage und einem Team, das Kundinnen professionell führt. Der Erfolg eines Kosmetikinstituts misst sich nicht an Arbeitsstunden oder der Fülle des Kalenders, sondern an Klarheit, Kundinnenqualität, Profitabilität je Stunde – und daran, ob das Geschäftsmodell der Inhaberin langfristig ein gutes Leben ermöglicht.

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