10 Kilo abgenommen nach drei Schwangerschaften – und es war „zu einfach"
TB
Du kennst das vielleicht: Nach jeder Schwangerschaft bleiben ein paar Kilo hängen. Erst sind es fünf, dann zehn, irgendwann fünfzehn. Und plötzlich stehst du vor dem Spiegel und erkennst dich selbst nicht mehr. Francesca ging es genauso – bis sie einen Weg fand, der so simpel war, dass sie selbst überrascht war. Ihre Geschichte zeigt: Abnehmen muss nicht kompliziert sein, wenn man die richtigen Stellschrauben kennt.
Der schleichende Prozess: Wie aus 5 Kilo plötzlich 15 wurden
Francesca ist 31, dreifache Mutter und selbstständig. Schon mit 15 oder 16 hatte sie zum ersten Mal überlegt, ein paar Kilo zu verlieren – doch die Versuche brachten nie langfristigen Erfolg. "Meine Mama hat immer gesagt, ich hätte wieder zugenommen, und dann habe ich versucht, da ein bisschen runterzukommen. Es hat aber nicht funktioniert."
Dann kamen drei Schwangerschaften – und mit jeder blieben etwa fünf Kilo mehr auf der Waage. Insgesamt 15 Kilo, die sich so schleichend eingeschlichen hatten, dass sie es lange gar nicht richtig realisierte. "Die waren ja nicht auf einmal da. Das war auch immer irgendwie okay."
Doch dann kam der Wendepunkt: Francesca begann, beruflich auf Social Media aktiv zu sein. "In der Kamera siehst du halt noch dicker aus, als du sowieso schon bist." Und eines Morgens, ganz spontan, stellte sie sich auf die Waage – nach Jahren. 62,5 Kilo. Sie war erschrocken. Früher hatte sie immer um die 50 Kilo gewogen.

Mit jeder Schwangerschaft kamen 5 Kilo mehr dazu.
Wenn der Körper zum Feind wird
Das Gewicht war nicht nur eine Zahl. Es beeinflusste ihren Alltag massiv:
- Kleidung: "Ich trage sehr gerne enge, körperbetonte Klamotten. Aber mit dem Bauch und den Armen fühlte ich mich einfach nicht wohl. Man neigt dann dazu, weitere Kleidung zu tragen – will man aber eigentlich nicht."
- Bikinifoto-Panik: "Ganz, ganz schlimm. Es musste jeder löschen."
- Dauermüdigkeit: "Ich war den ganzen Nachmittag immer müde, habe mich mit Kaffee hochgeputscht. Nach dem Kaffee-Hoch kommt ja auch wieder so ein Tief."
- Heißhunger: Kurz bevor sie die Kinder um 15 Uhr abholte, hielt sie es oft nicht mehr aus. "Dann habe ich mir eine Schokoregel reingeknallt. Das macht aber nicht satt – drei Stunden später hast du wieder Hunger."
Die Waage? Die hat sie sowieso nicht mehr betreten. "Das war kein Thema."
Der Teufelskreis aus Extremdiäten und Frust
Francesca hatte es immer wieder versucht – auf ihre Art. "Entweder habe ich komplett verzichtet auf alle Süßigkeiten und Kohlenhydrate oder halt auf gar nichts. Es gab kein Mittelmaß." Das Ergebnis: zwei Wochen durchhungern, ein Kilo weniger – und dann gleich wieder drei drauf.
"Ich habe wirklich gedacht, dann darf ich gar keine Kohlenhydrate mehr essen. Das war es mir nie wert. Dann lieber ein paar Kilos mehr, bevor ich keine Nudeln mehr essen darf."
Das Problem war nicht fehlende Motivation, sondern fehlende Strategie. Und die Überzeugung: "Ich habe es einfach so angenommen, wie es halt war, weil ich dachte, das klappt sowieso nicht."
Die Wende: Warum diesmal alles anders war
Francesca entschied sich für ein Coaching – und fand jemanden, bei dem sie ein gutes Bauchgefühl hatte. "Ich fand dich zum einen unheimlich sympathisch und hatte den Eindruck, du hast wirklich Ahnung. Ich höre immer auf mein Bauchgefühl."
Was ihr besonders half:
- Wertfreie Unterstützung: "Ich wusste, alles, was ich sage – und es waren einige Dinge, die ich nicht jedem erzählt habe – dass du dir kein Urteil drüber erlaubst, sondern dass du das professionell siehst."
- Einfachheit statt Verzicht: "Es hat auch mit Nudeln funktioniert am Ende. Extremer Verzicht funktioniert nicht."
- Durchhaltevermögen in Krisen: "Weißt du noch, wie oft ich die Waage aus dem Fenster knallen wollte? Gestern waren es noch soundso viel, jetzt ist schon wieder anderthalb Kilo mehr drauf. Und du so: 'Chill, warte ab eine Woche.' Und dann war es wirklich fast auf den Tag anderthalb Kilo unten."
Das Ergebnis: 10 Kilo – und ein neues Lebensgefühl
10 Kilo weniger. Francesca erreichte ihr Ziel: wieder 52 Kilo, wie früher. Aber viel wichtiger als die Zahl war das Gefühl: "Ich fühle mich einfach generell wohler – und das merkt man, das höre ich auch oft von Leuten."
Ein Video von früher? "Jemand meinte, das ist eine ganz andere Person, die da sitzt. Es ist einfach die Ausstrahlung, das Lebensgefühl. Wenn du dich wohl in deinem Körper fühlst, bist du einfach ganz anders in deiner Präsenz."
Die Reaktionen reichten von direkten Komplimenten – "Hey, ich sehe, du hast abgenommen im Gesicht" – bis zu stummen, aber sprechenden Blicken. "Es gibt die, die gar nichts sagen, wo du aber merkst, die sagen nichts, weil sie sich sonst einen Spiegel vorhalten würden."
Fazit: Warum Abnehmen nicht kompliziert sein muss
Francescas wichtigste Erkenntnis? "Das war zu einfach. Ich habe wirklich gedacht, abnehmen ist anstrengend, das ist schwierig, aber es war wirklich easy."
Was kannst du aus ihrer Geschichte mitnehmen?
- Extreme funktionieren nicht langfristig. Weder totaler Verzicht noch totale Freiheit bringen dich ans Ziel. Es braucht ein gesundes Mittelmaß.
- Waage-Schwankungen sind normal. Ein halbes Kilo mehr oder weniger von einem Tag auf den anderen bedeutet nicht, dass dein Plan nicht funktioniert. Gib deinem Körper Zeit.
- Unterstützung macht den Unterschied. Alleine durchzuhalten ist schwer – besonders, wenn du nicht weißt, ob du auf dem richtigen Weg bist. Jemand, der dich wertfrei begleitet, kann entscheidend sein.
- Es geht um mehr als die Zahl. Am Ende zählt nicht nur das Gewicht, sondern wie du dich fühlst – in deinem Körper, in deiner Kleidung, in deinem Leben.
Francescas Rat an alle, die sich unwohl fühlen und denken, sie schaffen es sowieso nicht: "Es ist schon schwierig, das alleine zu schaffen. Ich würde es jedem empfehlen, der denkt, er schafft es nicht – weil es wirklich möglich ist."
Probier es aus. Vielleicht ist es auch für dich einfacher, als du denkst.