Amazon A+ Content: Umsätze steigern mit diesen 5 Modulen
Diese Schritte für A+ Inhalte solltest du umsetzen, um mehr Umsatz zu machen
Stell dir vor, ein Kunde landet auf deiner Amazon-Produktseite, liest sich durch deine Bilder und Bullet Points - und scrollt dann weiter nach unten. Genau dort, wo du eigentlich noch einmal richtig überzeugen könntest, wartet oft schon die nächste Überraschung: Werbeanzeigen von Konkurrenzprodukten. Der Kunde ist plötzlich nur noch einen Klick von der Konkurrenz entfernt, obwohl er sich Sekunden vorher noch für dein Produkt interessiert hat.
Genau hier setzt der sogenannte A+ Content an. Er ersetzt die klassische, reine Textbeschreibung im unteren Bereich deiner Produktdetailseite und gibt dir deutlich mehr Spielraum, dein Produkt und deine Marke visuell in Szene zu setzen. Richtig eingesetzt, ist der A+ Content dein wichtigstes Werkzeug, um Kunden genau in dem Moment zurückzuholen, in dem sie eigentlich schon auf dem Sprung zur Konkurrenz sind. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du die einzelnen Module sinnvoll aufbaust und worauf es bei der Gestaltung wirklich ankommt.
Warum der A+ Content über Kauf oder Absprung entscheiden kann
Der A+ Content ist weit mehr als hübsche Deko auf deiner Produktseite. Er übernimmt eine ganz konkrete strategische Aufgabe: Er soll die Aufmerksamkeit des Kunden bei deinem Produkt halten, bevor er zu einem Konkurrenzangebot abwandert. Gleichzeitig bietet er dir die Chance, Informationen nachzuliefern, die in den Galeriebildern oder den SEO-Texten bisher zu kurz gekommen sind.
Du kannst hier zusätzlich deine Marke stärker inszenieren, als es die Standardproduktbeschreibung zulässt. Mehr Grafik, mehr Branding, mehr emotionale Ansprache - das macht dein Angebot für den Kunden deutlich interessanter und hebt dich von der Masse ab.

So sollte der Aufbau von starkem A+ Content sein
Modul 1: Der erste Eindruck zählt
Beim ersten Modul gilt die Devise: Weniger ist mehr. Überlade den Kunden hier nicht mit Informationen, sondern hole ihn mit klaren, einfachen Aussagen zurück zu deinem Produkt. Konzentriere dich auf folgende Elemente:
- Eine große, ansprechende Produktabbildung
- Den Produktnamen bzw. Titel
- Markennamen und Markenlogo
- Optional einen kurz angeteaserten USP
Dieses Modul ist quasi dein Türöffner. Es soll dem Kunden sofort signalisieren: Du bist immer noch bei dem Produkt, das dich interessiert hat.
Modul 2: Dein Alleinstellungsmerkmal im Fokus
Jetzt wird es konkret. Im zweiten Modul dreht sich alles um deinen Main USP, also das zentrale Alleinstellungsmerkmal deines Produkts. Auch hier gilt: Kunden nicht mit Infos überfluten, sondern den wichtigsten Vorteil klar und deutlich herausstellen.
Bei erklärungsbedürftigen Produkten darfst du an dieser Stelle bereits eine kurze Anleitung zur Nutzung einbauen. Das hilft dem Kunden, sich das Produkt im Alltag vorzustellen - und senkt gleichzeitig die Hürde für eine Kaufentscheidung.
Es kann je nach Produkt durchaus sein, dass du keinen Main USP hast - stattdessen nimmst du das zentrale Nutzenversprechen oder den wichtigsten Kaufgrund für dein Produkt.
Modul 3: Eigenschaften auf einen Blick
Im dritten Modul geht es darum, weitere Produkteigenschaften herauszustellen - idealerweise unterstützt durch Icons, die das Ganze auflockern und schneller erfassbar machen. Beschränke dich hier bewusst auf vier bis maximal sechs Punkte.
Modul 4: Technik erklären oder Emotionen wecken
Modul 4 unterscheidet sich je nachdem, wie erklärungsbedürftig dein Produkt ist. Bei technischen oder komplexeren Produkten bietet sich an, hier Funktionen und Anwendungsweisen genauer zu beschreiben. Bei eher einfachen Produkten lohnt es sich stattdessen, den Kunden emotional anzusprechen und die Aufmerksamkeit gezielt aufs Produkt zu lenken.
Genau dieser Bereich eignet sich außerdem hervorragend für Trustfaktoren wie Zertifikate, Siegel oder Herkunftsangaben wie "Made in Germany". Solche Vertrauenssignale wirken besonders stark, wenn sie visuell gut eingebunden sind. Achtung: Nicht alle Siegel senden Vertrauen aus.
Zudem empfehle ich dir, dich an die Content-Richtlinien von Amazon zu halten und Claims nur einzusetzen, wenn sie auch wirklich nachweisbar sind.
Modul 5: Markenbekanntheit und Cross-Selling nutzen
Das letzte Modul ist deine Chance, die Markenbekanntheit zu stärken und den Kunden im eigenen Sortiment zu halten. Folgende Elemente bieten sich hier an:
- Cross-Selling-Produkte, idealerweise direkt in einer nachfolgenden Vergleichstabelle verlinkt
- Marken-USPs wie ein deutscher Kundensupport oder Bekanntheit aus bestimmten Medien, Auszeichnungen fürs Produkt(design)
- Portalübergreifende Kundenbewertungen, etwa von Google oder dem eigenen Onlineshop
So bleibt der Kunde in deinem Produktuniversum, statt die Konkurrenz näher anzuschauen.

Valentin Leva betreut seit mehreren Jahren verschiedene Marken auf Amazon (international)
So wirken die Module wie aus einem Guss
Damit dein A+ Content nicht wie eine Ansammlung einzelner Bausteine wirkt, sollten alle Module ein einheitliches, stimmiges Gesamtbild ergeben. Du kannst dabei durchaus Bild- und Textelemente über mehrere Module fließen lassen, um einen durchgängigen visuellen Faden zu erzeugen.
Wichtig ist dabei immer der Blick in die Vorschau: Prüfe, ob alles gut lesbar bleibt und im Zusammenhang tatsächlich Sinn ergibt. Ein optisch ansprechendes Modul bringt nichts, wenn der Kunde den Inhalt nicht sofort erfassen kann.
| Modul | Hauptaufgabe | Wichtigste Elemente |
|---|---|---|
| Modul 1 | Ersten Eindruck sichern | Produktbild, Titel, Marke, kurzer USP |
| Modul 2 | Alleinstellungsmerkmal zeigen | Main USP, ggf. Kurzanleitung |
| Modul 3 | Eigenschaften auf einen Blick | 3-5 Icons mit Kernvorteilen |
| Modul 4 | Erklären oder emotional abholen | Funktionen oder Trustfaktoren |
| Modul 5 | Marke und Sortiment stärken | Cross-Selling, Bewertungen, Marken-USPs |
Fazit: Nutze den A+ Content als Kaufbremse für die Konkurrenz
Der A+ Content ist dein wirksamstes Mittel, um Kunden genau in dem kritischen Moment zu halten, in dem sie eigentlich schon zur Konkurrenz abwandern könnten. Mit einer klaren Modulstruktur, gezielten USPs und einem einheitlichen visuellen Auftritt schaffst du eine Produktseite, die überzeugt statt nur informiert.
Schau dir deine aktuelle Produktseite noch heute an: Scrollst du selbst durch deinen A+ Content und fragst dich, ob jedes Modul seine Aufgabe erfüllt? Wenn nicht, weißt du jetzt genau, an welcher Stelle du ansetzen solltest.
Wie viele Module hat der A+ Content auf Amazon?
Ich empfehle aus der Praxis fünf Module, die jeweils eine eigene Aufgabe erfüllen - vom ersten Eindruck bis zur Markenbindung am Ende.
Muss ich bei jedem Produkt eine Anleitung einbauen?
Nein, das lohnt sich vor allem bei erklärungsbedürftigen oder technischen Produkten. Bei einfachen Produkten ist eine emotionale Ansprache oft wirkungsvoller.
Wie viele Eigenschaften sollte ich im Eigenschaften-Modul nennen?
Beschränke dich auf drei bis maximal fünf Punkte, damit der Kunde die wichtigsten Vorteile auf einen Blick erfassen kann.
Warum sind Cross-Selling-Elemente im letzten Modul wichtig?
Sie halten den Kunden innerhalb deines Produktsortiments und können verhindern, dass er sich Konkurrenzprodukte anschaut.
Wie erkenne ich, ob mein A+ Content gut gestaltet ist?
Prüfe in der Vorschau, ob alle Module optisch zusammenpassen, gut lesbar sind und inhaltlich aufeinander aufbauen, statt isoliert nebeneinanderzustehen.