Clevere Stromausschreibungen sparen Hausverwaltungen aus NRW bis zu 35 % Energiekosten

Der strukturierte Weg zur Kostensenkung führt über eine saubere Ausschreibung

Der strukturierte Weg zur Kostensenkung führt über eine saubere Ausschreibung

Du denkst, Treppenhaus-Beleuchtung und Aufzugsstrom sind Kleinkram? Dann aufgepasst: Viele Wohnungsverwalter verschenken Jahr für Jahr vierstellige Beträge – einfach weil sie den Allgemeinstrom übersehen. Dieser unscheinbare Posten summiert sich über einen ganzen Immobilienbestand zu erheblichen Kosten. Die gute Nachricht: Hier schlummert oft das schnellste und einfachste Einsparpotenzial. Wer seinen Allgemeinstrom strukturiert ausschreibt, kann die Nebenkosten spürbar senken – und das bei überschaubarem Aufwand.

Was genau verbirgt sich hinter Allgemeinstrom?

Allgemeinstrom bezeichnet den Stromverbrauch für alle gemeinschaftlich genutzten Bereiche einer Immobilie. Kurz gesagt: alles, was nicht direkt einer einzelnen Wohnung zugeordnet werden kann.

Diese Verbraucher zählen dazu

Die Liste ist länger, als du vielleicht denkst:

  • Treppenhaus- und Außenbeleuchtung
  • Aufzugsanlagen
  • Heizungs- und Umwälzpumpen
  • Tiefgaragenbeleuchtung und -belüftung
  • Klingel- und Türsprechanlagen
  • Pumpen für die Entwässerung

Alle diese Verbraucher laufen über separate Zähler, die nicht den einzelnen Mietparteien zugeordnet sind. Stattdessen werden die Kosten über die Betriebskostenabrechnung auf alle Eigentümer oder Mieter umgelegt. Und genau hier liegt das Problem – und die Chance.

Das Wahrnehmungsproblem: Klein wirkt harmlos

Pro einzelnem Objekt wirken die Stromkosten für Treppenhaus und Aufzug überschaubar. Ein paar hundert Euro im Jahr – das klingt erst mal nicht dramatisch. Genau deshalb bleibt dieser Posten im hektischen Verwaltungsalltag oft liegen. Niemand schaut genau hin, niemand vergleicht Tarife, niemand schreibt neu aus.

Und genau das nutzen die Grundversorger aus. Viele Allgemeinstrom-Zähler laufen jahrelang – manchmal sogar jahrzehntelang – in teuren Standardtarifen, ohne dass je ein Wettbewerbsvergleich stattgefunden hat. Rechnest du das auf einen ganzen Bestand hoch, entstehen schnell unnötige Mehrkosten im vier- bis fünfstelligen Bereich pro Jahr. Geld, das du mit wenig Aufwand einsparen kannst.

So holst du dir bessere Konditionen: Die Ausschreibung

Der strukturierte Weg zur Kostensenkung führt über eine saubere Ausschreibung. Das klingt aufwendiger, als es ist – und zahlt sich direkt aus. Hier ist dein Fahrplan:

Schritt 1: Verschaffe dir Überblick

Alle relevante Daten werden in einer Lieferstellenübersicht festgehalten

Alle relevante Daten werden in einer Lieferstellenübersicht festgehalten

Zuerst musst du wissen, was du überhaupt hast. Das bedeutet: Erfasse alle Allgemeinstrom-Zähler in deinem Bestand. Ein sauberes Lieferstellenmanagement ist hier Gold wert. Sammle alle relevanten Daten:

  • Zählernummer
  • Lieferstelle
  • Aktueller Versorger
  • Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist
  • Jahresverbrauch

Klingt nach Fleißarbeit? Ist es auch. Aber diese Arbeit machst du einmal – und profitierst jahrelang davon.

Schritt 2: Verbrauchsdaten zusammentragen

Trage die Verbrauchsdaten der letzten 12 Monate zusammen. Diese bilden die Grundlage für deine Ausschreibung. Je genauer die Daten, desto realistischer die Angebote – und desto weniger böse Überraschungen erlebst du später.

Schritt 3: Bündeln und ausschreiben

Jetzt kommt der entscheidende Hebel: Schreibe nicht jede Wohnanlage einzeln aus, sondern bündle mehrere Objekte zu einem Gesamtvolumen. Energieversorger bieten für größere Abnahmemengen deutlich bessere Konditionen. Was bei 2.000 kWh pro Jahr noch teuer ist, wird bei 20.000 kWh plötzlich attraktiv.

Darauf solltest du achten:

Passende Laufzeiten: Nicht zu kurz, sonst musst du ständig neu ausschreiben. Aber auch nicht zu lang, sonst verlierst du Flexibilität und kannst nicht auf Marktveränderungen reagieren.

Kündigungsfristen im Blick behalten: Verpasse nicht den Zeitpunkt, sonst verlängert sich der alte Vertrag automatisch – und du steckst wieder für ein Jahr im teuren Tarif fest.

Transparente Preisgestaltung: Achte auf Arbeits- und Grundpreis sowie versteckte Zusatzkosten. Manche Angebote wirken günstig, entpuppen sich aber als Mogelpackung.

Der direkte Effekt auf die Nebenkosten

Allgemeinstrom ist über die Betriebskosten umlagefähig. Das bedeutet: Jeder Euro, den du durch eine bessere Tarifwahl sparst, entlastet direkt die Nebenkosten deiner Eigentümer und Mieter.

Das ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch ein starkes Argument in der nächsten Eigentümerversammlung. Du zeigst damit, dass du aktiv Kosten senkst und dich um die Interessen deiner Mandanten kümmerst. Voraussetzung: Du dokumentierst die Auswertung nachvollziehbar und zeigst schwarz auf weiß, wie viel durch die neue Ausschreibung eingespart wurde.

Fazit: Kleiner Hebel, große Wirkung

Allgemeinstrom ist der oft übersehene Kostenblock in der Immobilienverwaltung. Gerade weil er pro Objekt unscheinbar wirkt, bleibt er unter dem Radar – und kostet dadurch Jahr für Jahr unnötig Geld. Dabei ist die Lösung einfach: Erfasse deine Zählpunkte, bündle deine Objekte und hole dir über eine strukturierte Ausschreibung bessere Konditionen.

Deine Eigentümer werden es dir danken – spätestens bei der nächsten Nebenkostenabrechnung. Also: Nimm dir heute noch Zeit, deine Allgemeinstrom-Verträge zu prüfen. Schaue nach, wann die Kündigungsfristen auslaufen, trage die Verbrauchsdaten zusammen und starte die Ausschreibung. Die Einsparpotenziale warten bereits – du musst sie nur heben.

Wenn du die Theorie in die Praxis umsetzen möchtest, dann besuche meine Webseite: https://energiehelden24.nrw/ratgeber-allgemeinstrom-wohnanlagen-ausschreiben

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