CRD VI-Richtlinie: Warum es immer wichtiger wird, Vermögen zu internationalisieren

Ein Globus liegt auf Geldscheinen, darüber steht der Titel zur internationalen Vermögensaufstellung.

CRD VI-Richtlinie: Warum es immer wichtiger wird, Vermögen zu internationalisieren

Mehrere Immobilien in Deutschland. Unternehmens-Beteiligungen in Deutschland und dazu noch physische Edelmetalle, die zu Hause im Tresor liegen.

Auf den ersten Blick sieht das nach einer breit aufgestellten Vermögensstruktur aus. Schließlich ist das Kapital auf verschiedene Anlageklassen verteilt.

Doch bei genauerem Hinsehen fällt etwas auf: Das gesamte Vermögen befindet sich in einem einzigen Land.

Und genau darüber machen sich viele Anleger kaum Gedanken.

Dabei spielt für den langfristigen Vermögensschutz nicht nur eine Rolle, worin du investierst, sondern auch, wo sich dein Vermögen letztlich befindet und welchen rechtlichen Rahmenbedingungen es unterliegt.

Mit der europäischen Bankenrichtlinie CRD VI rückt ein weiterer Aspekt in den Fokus: die grenzüberschreitende Erbringung bestimmter Bankdienstleistungen durch Institute außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums. Ab Januar 2027 gelten dafür neue Anforderungen.

Was bedeutet das für deine Vermögensstruktur? Und warum kann es sinnvoll sein, nicht nur über verschiedene Anlageklassen, sondern auch über unterschiedliche Länder und Rechtsräume nachzudenken?

In diesem Artikel erfährst du, welche Auswirkungen CRD VI auf grenzüberschreitende Bankgeschäfte haben kann, warum die Streuung über verschiedene Anlageklassen allein nicht mehr ausreicht und welche Rolle der Lagerort physischer Sachwerte für deinen Vermögensschutz spielt.

Das Wichtigste in Kürze

  • CRD VI bringt neue Regeln für Banken aus Drittstaaten: Ab dem 11. Januar 2027 gelten zusätzliche Anforderungen für bestimmte Bankdienstleistungen, die Institute außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums innerhalb der EU anbieten.
  • Bestehende Bankverbindungen sind nicht automatisch betroffen: Für bestimmte vor dem 11. Juli 2026 geschlossene Verträge gelten Übergangsregelungen. Entscheidend ist die konkrete Bankverbindung und die Art der Dienstleistung.
  • Die gesetzliche Einlagensicherung ist begrenzt: Innerhalb der EU sind Bankguthaben grundsätzlich bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank gesetzlich geschützt. In bestimmten Sonderfällen wie z. B. eines Immobilienverkaufes kann der Schutz vorübergehend höher ausfallen.
  • Diversifikation endet nicht bei den Anlageklassen: Wer Immobilien, Beteiligungen und physische Sachwerte ausschließlich in einem Land hält, macht sich von dessen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig.
  • Auch der Lagerort deiner physischen Sachwerte wie z. B. für Edelmetalle spielt eine Rolle: Eine professionelle Lagerung außerhalb der EU, beispielsweise in der Schweiz, kann dazu beitragen, das Vermögen geografisch breiter aufzustellen. Dabei müssen Eigentumsverhältnisse, Versicherung und Verfügbarkeit berücksichtigt werden.
  • Vermögen internationalisieren bedeutet, bewusst zu diversifizieren: Nicht jedes Vermögen muss über mehrere Länder verteilt werden. Entscheidend ist, die eigenen Abhängigkeiten zu kennen und eine passende langfristige Strategie zu entwickeln.

Ein Konto, ein Land, ein Risiko

Viele Menschen haben ihr gesamtes Bankguthaben bei einer einzigen Bank. Solange alles funktioniert, erscheint das bequem und unkompliziert.

Doch was passiert, wenn genau diese Bank plötzlich nicht erreichbar ist? Sei es durch eine technische Störung, eine wirtschaftliche Schieflage oder regulatorische Einschränkungen.

Wer nur eine Bankverbindung besitzt, hat in solchen Situationen möglicherweise keinen unmittelbaren Zugriff auf seine Liquidität.

Hinzu kommt die gesetzliche Einlagensicherung. Innerhalb der EU sind Bankguthaben grundsätzlich bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt. In bestimmten Sonderfällen, beispielsweise nach dem Verkauf einer selbst genutzten Immobilie, kann der Schutz vorübergehend höher ausfallen.

Gerade für Unternehmerinnen und vermögende Privatanleger kann es sinnvoll sein, ihre Liquidität auf mehrere voneinander unabhängige Banken zu verteilen.

Dabei lohnt sich auch ein Blick über die eigenen Landesgrenzen bzw. aus der EU hinaus, denn unterschiedliche Bankenstandorte können dazu beitragen, die Abhängigkeit von einem einzelnen Bankensystem stark zu verringern.

Was CRD VI ab 2027 ändert

Wer sein Vermögen international aufstellen möchte, sollte auch die rechtlichen Rahmenbedingungen seiner Bankverbindungen kennen.

Mit der europäischen Bankenrichtlinie CRD VI (EU-Richtlinie 2024/1619) ändern sich ab dem 11. Januar 2027 die Anforderungen für bestimmte Bankgeschäfte, die Banken außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) innerhalb der EU anbieten.

Betroffen sind insbesondere bestimmte Einlagen- und Kreditgeschäfte. Für diese benötigen Drittstaatenbanken grundsätzlich eine zugelassene Zweigstelle im jeweiligen EU-Mitgliedstaat, sofern keine gesetzliche Ausnahme greift.

Dabei gibt es wichtige Unterschiede:

  • Bestehende Verträge: Für bestimmte Bankverträge, die vor dem 11. Juli 2026 abgeschlossen wurden, gelten Bestandsschutzregelungen.
  • Eigeninitiative des Kunden: Wendet sich ein Kunde ausschließlich aus eigener Initiative an eine Bank außerhalb des EWR z. B. an eine Schweizer Bank, dann kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahme greifen.
  • Banken innerhalb des EWR: Sie unterliegen nicht dieser speziellen Drittstaatenregelung.

Für dich als Anleger bedeutet das nicht, dass du bestehende Auslandskonten grundsätzlich schließen musst. Entscheidend ist vielmehr, bei welchen Banken du deine Konten führst, welche Dienstleistungen du nutzt und ob die jeweiligen Geschäftsbeziehungen von den neuen Regelungen betroffen sind.

Wer seine Bankverbindungen international aufstellen möchte, sollte deshalb nicht nur auf den Standort achten, sondern auch auf die rechtlichen Rahmenbedingungen.

CRD VI betrifft grenzüberschreitende Bankgeschäfte; EU-Flaggen wehen vor einem modernen Glasgebäude.

Ab dem 11. Januar 2027 gelten für bestimmte Bankgeschäfte von Instituten außerhalb des EWR neue Anforderungen.

Drei Anlageklassen, trotzdem ein einziger Standort

Immobilien, Beteiligungen und physische Sachwerte. Wer sein Vermögen auf unterschiedliche Anlageklassen verteilt, hat bereits einen wichtigen Schritt in Richtung Diversifikation gemacht.

Doch wie sieht es mit der geografischen Verteilung aus?

Stell dir vor, du besitzt mehrere Immobilien in Deutschland, bist an Unternehmen beteiligt und deine physischen Sachwerte wie Edelmetalle liegen bei dir im Tresor zu Hause.

Auf den ersten Blick ist dein Vermögen breit aufgestellt. Tatsächlich konzentriert sich jedoch ein großer Teil deiner Vermögensstruktur auf einen einzigen Standort, nämlich Deutschland.

Und genau hier entsteht ein zusätzliches Risiko.

Denn neben wirtschaftlichen Entwicklungen können auch politische Entscheidungen, gesetzliche Veränderungen und länderspezifische Rahmenbedingungen Einfluss auf dein Vermögen haben.

Deshalb reicht es aus meiner persönlichen Sicht nicht aus, ausschließlich über verschiedene Anlageklassen zu diversifizieren. Auch der Standort deiner Vermögenswerte verdient heutzutage viel mehr Aufmerksamkeit.

Vermögen internationalisieren

Aus meiner langjährigen Erfahrung im internationalen Rohstoffhandel weiß ich, wie stark politische Entscheidungen und wirtschaftliche Entwicklungen die Märkte beeinflussen können.

Deshalb bin ich überzeugt: Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte auch über die eigenen Landesgrenzen hinausdenken.

Vermögen zu internationalisieren bedeutet dabei nicht, den Wohnsitz ins Ausland zu verlegen oder sämtliche Vermögenswerte aus Deutschland abzuziehen.

Es geht vielmehr darum, bewusst einen Teil seines Vermögens in anderen Ländern und Rechtsräumen zu halten, um dadurch die Abhängigkeit von einem einzigen Standort zu reduzieren.

Dabei lohnt sich auch der Blick über die Europäische Union hinaus. Denn wer sein Vermögen ausschließlich innerhalb der EU hält, unterliegt trotz unterschiedlicher Länder in vielen Bereichen gemeinsamen europäischen Regelungen.

Wie groß der international gehaltene Vermögensanteil sein sollte, hängt von der persönlichen Situation, den finanziellen Zielen und der bestehenden Vermögensstruktur ab.

Entscheidend ist nicht, möglichst viele Länder abzudecken, sondern das Vermögen bewusst und langfristig sicher aufzustellen.

Ein Vorhängeschloss mit EU-Flagge liegt auf einer Europakarte – Symbol für Vermögen internationalisieren.

Internationalisieren heißt nicht auswandern, sondern einen Teil des Vermögens bewusst in einem anderen Rechtsraum zu halten.

Der Klassiker: Edelmetalle im eigenen Haus

Gold und Silber zu besitzen, vermittelt vielen Menschen ein Gefühl von Sicherheit. Schließlich handelt es sich um physische Werte, die man anfassen kann und die unabhängig vom Bankensystem existieren.

Viele Anleger entscheiden sich häufig dafür ihre Edelmetalle zu Hause aufzubewahren.

Doch was auf den ersten Blick nach Unabhängigkeit aussieht, bringt auch Risiken mit sich.

Einbruch, Diebstahl oder Feuer können erhebliche finanzielle Schäden verursachen. Hinzu kommt, dass physische Sachwerte wie z. B. Edelmetalle über die Hausratversicherung häufig nur bis zu bestimmten Höchstgrenzen von rund 20 % abgesichert sind. Welche Beträge tatsächlich versichert sind, hängt vom jeweiligen Vertrag und der Art der Aufbewahrung ab.

Glänzende Mineralien und Edelmetalle liegen im Gestein – ein Beispiel für Vermögen internationalisieren.

Edelmetalle im eigenen Haus aufzubewahren, stellt ein großes Risiko dar.

Wie sehr die Lagerung zu Hause auch die persönliche Freiheit einschränken kann, habe ich in meiner Beratung selbst erlebt.

Eine Familie erzählte mir, dass sie seit Jahren nicht mehr gemeinsam in den Urlaub gefahren war. Der Grund? Ihre Edelmetalle lagen zu Hause, und sie hatte Angst, das Haus längere Zeit unbeaufsichtigt zu lassen.

Das eigene Vermögen sollte dir Freiheit ermöglichen und nicht dafür sorgen, dass du dich in deinem eigenen Zuhause gefangen fühlst.

Für mich gehört deshalb zu einer langfristigen Vermögensstrategie nicht nur die Frage, welche physischen Sachwerte du besitzt, sondern auch, wo und wie du sie professionell aufbewahrst.

Zollfreilager: professionell lagern, außerhalb der EU

Eine Möglichkeit, physische Edel- und Technologiemetalle sowie Seltene Erden außerhalb der Europäischen Union aufzubewahren, ist die Lagerung in einem Schweizer Zollfreilager.

Dabei handelt es sich um ein zollrechtlich besonders geregeltes Lager, in dem Waren unter bestimmten Voraussetzungen aufbewahrt werden können, ohne unmittelbar in den freien Warenverkehr der Schweiz überführt zu werden.

Für Anleger kann diese Form der Lagerung mehrere Vorteile bieten.

  • Professionelle Sicherheit: Spezialisierte Lagerunternehmen verfügen über entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Versicherungslösungen. Entscheidend sind dabei die konkreten Lager- und Versicherungsbedingungen.
  • Geografische Diversifikation: Die Metalle befinden sich physisch außerhalb der EU und unterliegen damit einem anderen rechtlichen Rahmen. Das kann dazu beitragen, die Abhängigkeit von einem einzigen Standort zu reduzieren.
  • Steuerliche Besonderheiten: Bei unserem Modell erwerben Anleger physische Edel- und Technologiemetalle sowie Seltene Erden ohne Umsatzsteuerbelastung. Die Metalle werden in einem Schweizer Zollfreilager gelagert und verbleiben damit außerhalb der EU. Bei einer späteren physischen Einfuhr nach Deutschland können Einfuhrabgaben entstehen.

Für in Deutschland steuerpflichtige Privatanleger kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Werden die physischen Metalle im Privatvermögen gehalten, können Gewinne aus dem Verkauf nach einer Haltedauer von mehr als zwölf Monaten gemäß § 23 EStG einkommensteuerfrei sein, da es sich um ein privates Veräußerungsgeschäft handelt.

Wichtig ist außerdem: Eine professionelle Lagerung verursacht laufende Kosten. Auch Eigentumsverhältnisse, Verfügbarkeit und Rücknahmebedingungen sollten vor dem Kauf eindeutig geregelt sein.

Für mich ist der Lagerort deshalb keine Nebensache. Er gehört von Anfang an zu einer durchdachten Strategie, wenn man in physische Sachwerte investieren möchte.

Praxis-Tipp: Wie international ist dein Vermögen wirklich aufgestellt?

Viele Anleger wissen genau, wie viel Prozent ihres Vermögens in Immobilien, Beteiligungen oder physischen Sachwerten investiert sind.

Doch weißt du auch, in welchen Ländern sich deine Vermögenswerte tatsächlich befinden?

Mach eine einfache Bestandsaufnahme:

  • Bankguthaben: Bei welchen Banken und in welchen Ländern hältst du deine Liquidität?
  • Immobilien: In welchen Ländern befinden sich deine Immobilien?
  • Beteiligungen: Wie sehen deine Beteiligungen aus und welchen wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken sind diese ausgesetzt?
  • Physische Sachwerte: Wo lagern deine Edel- und Technologiemetalle sowie Seltenen Erden? Und wie sind Eigentum, Versicherung und späterer Verkauf geregelt?

Vielleicht stellst du dabei fest, dass dein Vermögen zwar auf verschiedene Anlageklassen verteilt ist, sich aber überwiegend in einem einzigen Land befindet.

Das muss nicht automatisch ein Problem sein. Es zeigt dir jedoch, wo mögliche Abhängigkeiten bestehen.

Fazit: Dein Standort ist Teil deiner Vermögensstrategie

Die europäische Bankenrichtlinie CRD VI zeigt, wie stark grenzüberschreitende Finanzgeschäfte von regulatorischen Rahmenbedingungen beeinflusst werden können.

Doch unabhängig von neuen Bankenvorschriften stellt sich für jeden Anleger eine wichtige Frage: Wie abhängig ist mein Vermögen von einem einzigen Land und Rechtsraum?

Immobilien, Beteiligungen und physische Sachwerte können eine gute Grundlage für eine langfristige Vermögensstrategie bilden. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Verteilung auf verschiedene Anlageklassen, sondern auch die geografische Aufstellung.

Ein Globus liegt auf Euro- und Dollarscheinen – ein Sinnbild dafür, Vermögen internationalisieren zu wollen.

Der Lagerort gehört von Anfang an zur Strategie, nicht erst zur Nachbetrachtung.

Aus meiner langjährigen Erfahrung im internationalen Rohstoffhandel weiß ich, wie schnell politische Entscheidungen und wirtschaftliche Veränderungen Auswirkungen auf ganze Märkte haben können.

Deshalb bin ich überzeugt: Wer sein Vermögen langfristig und generationsübergreifend aufstellen möchte, sollte auch über die eigenen Landesgrenzen hinausdenken.

Physische Edel- und Technologiemetalle sowie Seltene Erden können dabei eine interessante Ergänzung zu Immobilien und Beteiligungen sein. Werden sie professionell außerhalb der EU gelagert, lässt sich das Vermögen dadurch gleichzeitig auch geografisch breiter aufstellen.

Ich begleite vorwiegend Unternehmerinnen und vermögende Privatanleger ab 50.000 Euro investierbarem Kapital, die ihr Vermögen mit physischen Sachwerten langfristig und unabhängiger aufstellen möchten.

Wenn du wissen möchtest, welche Rolle physische Metalle und ihre internationale Lagerung in deiner Vermögensstrategie spielen können, lade ich dich zu einem kostenlosen Erstgespräch ein.

→Vereinbare jetzt dein kostenloses Erstgespräch.

Ich freue mich auf dich!

Häufige Fragen zum Thema

Was ändert CRD VI für mein Auslandskonto?

Ab dem 11. Januar 2027 gelten neue Anforderungen für bestimmte Bankgeschäfte, die Institute außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums innerhalb der EU anbieten. Dazu gehören insbesondere bestimmte Einlagen- und Kreditgeschäfte.

Drittstaatenbanken benötigen dafür grundsätzlich eine zugelassene Zweigstelle im jeweiligen EU-Mitgliedstaat, sofern keine gesetzliche Ausnahme greift.

Das bedeutet allerdings nicht, dass bestehende Auslandskonten automatisch geschlossen werden müssen. Ob deine Bankverbindung betroffen ist, solltest du direkt mit deinem Kreditinstitut klären.

Gilt CRD VI auch für Konten, die ich bereits besitze?

Für bestimmte Bankverträge, die vor dem 11. Juli 2026 abgeschlossen wurden, gelten Bestandsschutzregelungen.

Ob spätere Vertragsänderungen oder zusätzliche Dienstleistungen unter die neuen Anforderungen fallen, hängt vom Einzelfall ab.

Ein bestehendes Auslandskonto ist deshalb nicht automatisch von den neuen Regelungen betroffen.

Wie viel Geld ist bei einer Bank gesetzlich geschützt?

Innerhalb der EU sind Bankguthaben grundsätzlich bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank gesetzlich abgesichert.

In bestimmten Lebenssituationen, beispielsweise nach dem Verkauf einer selbst genutzten Immobilie, kann vorübergehend ein höherer Schutz von bis zu 500.000 Euro gelten.

Wer größere Liquiditätsreserven hält, sollte deshalb prüfen, wie diese auf verschiedene Banken verteilt sind. Dabei spielen auch die jeweiligen Einlagensicherungssysteme eine Rolle.

Welche steuerlichen Vorteile bietet ein Schweizer Zollfreilager?

Bei bestimmten Kauf- und Lagerstrukturen können physische Edel- und Technologiemetalle sowie Seltene Erden ohne unmittelbare Umsatzsteuerbelastung erworben und in einem Schweizer Zollfreilager aufbewahrt werden.

Wird das Material später nach Deutschland eingeführt, können Einfuhrabgaben entstehen.

Für in Deutschland steuerpflichtige Privatanleger kann außerdem ein weiterer Vorteil bestehen: Gewinne aus dem Verkauf physischer Metalle können nach einer Haltedauer von mehr als zwölf Monaten gemäß § 23 EStG einkommensteuerfrei sein, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen eines privaten Veräußerungsgeschäftes erfüllt sind.

Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob die physischen Metalle in Deutschland oder im Ausland gelagert werden.

Reicht ein Bankschließfach in Deutschland nicht aus?

Ein Bankschließfach kann eine sichere Alternative zur Aufbewahrung von Edelmetallen im eigenen Haushalt sein. Allerdings ist der Inhalt nicht automatisch in unbegrenzter Höhe versichert. Entscheidend sind die jeweiligen Vertrags- und Versicherungsbedingungen.

Für die geografische Diversifikation macht es jedoch einen Unterschied, ob deine Edelmetalle in Deutschland in einem Schließfach liegen oder außerhalb der EU lagern.

Wer seine physischen Sachwerte bewusst auf unterschiedliche Länder und Rechtsräume verteilen möchte, sollte deshalb auch den Lagerstandort berücksichtigen.

Warum sollte ich mein Vermögen über mehrere Länder verteilen?

Wer sein Vermögen ausschließlich in einem Land hält, ist stärker von dessen wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen abhängig.

Eine internationale Streuung kann dazu beitragen, solche Abhängigkeiten zu reduzieren.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Auslandskonten zu eröffnen oder sämtliche Vermögenswerte ins Ausland zu verlagern. Entscheidend ist eine langfristige Strategie, die sowohl die Anlageklassen als auch die Standorte berücksichtigt.

Disclaimer

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Gewinne aus dem Verkauf von physischen Edelmetallen können nach einer Haltedauer von 12 Monaten gemäß § 23 EStG unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei sein. Für Technologiemetalle und Seltene Erden gelten teils abweichende steuerliche Regelungen. Die tatsächliche Besteuerung hängt von den persönlichen Verhältnissen ab und kann sich ändern.

Keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung: Die Informationen in diesem Beitrag dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar. Sie sind nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Edel- und Technologiemetallen, Seltenen Erden oder anderen Anlageformen zu verstehen. Eine Haftung für finanzielle Verluste oder Schäden, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen entstehen, wird ausgeschlossen.

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