Elektrohandwerk: Die guten Zeiten sind vorbei!

Was du JETZT tun musst, damit dein Elektrobetrieb in Zukunft bestehen kann.

Was du JETZT tun musst, damit dein Elektrobetrieb in Zukunft bestehen kann.

Jahrelang lief es für das Elektrohandwerk scheinbar wie geschmiert. Volle Auftragsbücher, PV- Boom, Neubau auf Hochtouren, Auftragsvorläufe von einem Jahr oder mehr. Unternehmer konnten sich deswegen in den meisten Segmenten und Regionen ihre Kunden aussuchen. Marketing war für die allermeisten Elektrobetrieb über einen langen Zeitraum hinweg ein Fremdwort. Doch diese goldenen Zeiten sind vorbei.

Der Markt hat sich gedreht, und wer jetzt nicht aufwacht, riskiert nicht nur Umsatz, sondern sogar die Existenz seines Betriebs. Die Zahlen des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) sprechen eine klare Sprache: Der Geschäftsklimaindex sinkt stetig, die Zahl der Betriebe sowie die Beschäftigtenzahlen in der Branche sinken. Entsprechend wird die Konkurrenz härter.

Der Geschäftsklimaindex sinkt seit Jahren stetig ab. Quelle: www.zveh.de/news/detailansicht/konjunkturbericht-fruehjahr-2026.html

Der Geschäftsklimaindex sinkt seit Jahren stetig ab. Quelle: www.zveh.de/news/detailansicht/konjunkturbericht-fruehjahr-2026.html

Wer als Elektro-Unternehmer erfolgreich bleiben will, muss radikal umdenken. Dieser Artikel zeigt, welche drei Bereiche jetzt entscheidend sind, und warum abwarten keine Option mehr ist.

Bequeme Gewohnheiten kann sich das Elektrohandwerk nicht mehr leisten

Jahrelang hat das Elektrohandwerk keine Regenwolken gesehen und es ging gefühlt immer nur bergauf. Kundenanfragen kamen laufend rein. Werbung war höchstens für die Mitarbeitergewinnung relevant. Viele Betriebe hatten sich daran gewöhnt, allein durch ihre handwerkliche Leistung Geld zu verdienen, ohne sich um die Außendarstellung oder Vertriebsprozesse jemals intensiv zu kümmern.

Doch genau diese Bequemlichkeit wird jetzt vielen zum Verhängnis. Insolvenzen entstehen immer dann, wenn sich der Markt verändert, der Unternehmer aber nicht. Und genau das passiert gerade: Betriebe, die noch vor einem Jahr über sechs Monate Auftragsvorlauf hatten, merken plötzlich, dass viele Angebote im Sande verlaufen und nicht zum Auftrag führen. Der Neubau ist eingebrochen, der PV-Markt hat seine besten Zeiten offensichtlich hinter sich und Ausschreibungen sind in vielen Bereichen stark umkämpft – viele Unternehmer berichten nun auch über einen Preisverfall in bestimmten Segmenten. Die sinkende Einkaufslaune der Endkunden liegt oft auch gestiegener Lebenshaltungskosten und Zinsen zu Grunde.

Die Frage für die Unternehmer ist nicht, ob sich der Markt verändert hat. Die Frage ist: Welcher Unternehmer sie wollen? Derjenige, der tatenlos abwartet und hofft, dass alles wieder so wird wie früher? Oder derjenige, der erkennt, dass Anpassung jetzt überlebenswichtig ist?

Die Zahlen lügen nicht

Die Statistiken des ZVEH zeigen deutlich: Die Anzahl der Elektrobetriebe in Deutschland sinkt Jahr für Jahr leicht - zum ersten Mal seit langer Zeit. Gleichzeitig werden die verbleibenden Unternehmen größer. 20, 30 oder 50 Mitarbeiter sind heute deutlich häufiger am Markt vertreten, wie noch vor 5 Jahren. Das bedeutet, dass  kleine Betriebe mit bis zu 15 Mitarbeitern zunehmend unter Druck geraten. Wer nicht investiert, wird von der Konkurrenz überholt, von Betrieben, die in Außendarstellung, Mitarbeitergewinnung und moderne Prozesse investieren.

Ein Minus von 0,8 Prozent verzeichnete die Branche auch bei der Zahl der Unternehmen. Diese ging 2023 auf 48.225 zurück (2022: 48.616).¹ Die Anzahl der Elektrobetriebe lag im März 2025 bei nur mehr 48.178.²

¹Quelle: https://www.zveh.de/news/detailansicht/branchenkennzahlen-der-e-handwerke-fuer-2023-erneute-umsatzsteigerung-1.html (Stand: 07.04.2026)
²Quelle: https://www.zveh.de/die-e-handwerke/wirtschaftliche-kennzahlen/branchenkennzahlen.html (Stand: 07.04.2025)

Was jetzt wirklich zählt: Die drei Erfolgsfaktoren

Es gibt Elektrobetriebe, die auch in diesen herausfordernden Zeiten richtig gutes Geld verdienen mit Umsatzrenditen von 20+ Prozent, weit über dem Branchendurchschnitt. Was machen diese Unternehmer anders? Sie setzen auf drei zentrale Bereiche:

1. Außendarstellung: Zeig dein Gesicht!

Es klingt banal, aber viele Elektro-Unternehmer haben Angst, ihr Gesicht zu zeigen. Keine Bilder auf der Webseite, kein Team, keine Projekte, nur veraltete Stockfotos und ein Design, das an die 90er Jahre erinnert. Doch mal ehrlich: Würdest du bei einem Betrieb kaufen, bei dem sich der Chef versteckt?

Eine moderne, aussagekräftige Webseite ist kein "Nice-to-have" mehr, sondern absolutes Minimum. Zeig dich selbst, zeig dein Team, zeig eure Projekte. Auch Social Media – Facebook, Instagram – gehört dazu. Nein, du musst nicht zum Influencer werden und jede Mahlzeit dokumentieren. Auch ist es nicht notwendig jede Woche drei Posts von verschiedenen Baustellen zu veröffentlichen. Aber ein paar Einblicke in den Alltag (mindestens 1 bis 2 Mal im Monat), z.B. die Firmenfeier oder aktuelle Baustelle kriegt jeder hin. Das schafft Vertrauen durch Sichtbarkeit und Transparenz.

Wer sich nicht authentisch zeigt, bleibt wenig greifbar – und wird vergessen.

Sei sichtbar auf Social Media. 

Sei sichtbar auf Social Media. 

2. Vertrieb: Angebote schickt man nicht einfach per Mail

Viele Elektriker haben noch nie aktiv verkaufen müssen, denn die Aufträge kamen von selbst. Und genau das wird jetzt zum Problem. Der typische Ablauf sieht oft so aus: Kunde ruft an, Chef oder Meister fährt raus (gerne auch am Wochenende), investiert ein paar Stunden in die Besichtigung und das Angebot. Das Angebot wird kommentarlos per E-Mail verschickt. Dann: Funkstille.

Das ist in der aktuellen Marktlage genau die falsche Herangehensweise. Wer so viel Zeit investierst, darf das Angebot nicht einfach verschwinden lassen. Andere Branchen waren schon immer auf einen strukturierten Vertriebsprozess angewiesen  und das Elektrohandwerk muss jetzt nachziehen.

Wer in diesem Markt Geld verdienen will muss sich anpassen:

  • Unternehmer müssen Angebote persönlich präsentieren und nicht einfach nur per Mail verschicken.
  • Unternehmer brauchen jetzt ein CRM-System, um Anfragen, Gespräche und Abschlüsse nachzuverfolgen.
  • Unternehmer müssen ihre Daten klar im Blick haben: Wie viele Anfragen hatten sie letzten Monat? Wie viele Erstgespräche? Wie viele Abschlüsse?

3. Mehrere Standbeine aufbauen

Neubau läuft nicht? PV-Anlagen stocken? Wer nur auf eine Karte gesetzt hat, spürt den Abschwung besonders hart. Betriebe, die breiter aufgestellt sind – etwa mit Sicherheitstechnik, Energieberatung oder anderen Geschäftsfeldern – stehen deutlich stabiler da.

Diversifikation ist kein Luxus, sondern Überlebensstrategie.

Die Frosch-Falle: Warum abwarten tödlich ist

Du kennst sicher die Geschichte vom Frosch im Wasser: Wirfst du ihn ins heiße Wasser, springt er sofort wieder heraus. Setzt du ihn aber ins lauwarme Wasser und erhöhst langsam die Temperatur, bleibt er drin – bis es zu spät ist.

Genau das passiert gerade im Elektrohandwerk. Die Gewohnheit ist stark: "Hat doch die letzten 20 Jahre funktioniert, mehr Anfragen werden sicher bald wieder kommen." Aber das Wasser wird heißer. Und wer jetzt nicht herausspringt, riskiert, gekocht zu werden.

Die Realität ist: Wer nicht in die Zukunft investiert, wird von Betrieben überholt, die es tun. Und oftmals von denen, die weniger technische Erfahrung haben und noch nicht so lange auf dem Markt sind. Denn diese Unternehmen  holen sich die besten Mitarbeiter, die lukrativsten Aufträge und das größte Vertrauen bei den Kunden. Nicht weil sie besser schrauben können, sondern weil sie in Prozesse und Marketing investiert haben, während andere untätig geblieben sind.

Sei nicht der Frosch im Wasser. 

Sei nicht der Frosch im Wasser. 

Fazit: Zwei Wege – du entscheidest

Es gibt zwei Wege, die vor dir liegen:

Weg 1: Du wartest ab, hoffst auf bessere Zeiten und landest irgendwann in einer Situation. Vielleicht wird auch alles wieder besser. Ganz von selbst. Oder das Konto schrumpft jeden Monat, bis die Insolvenz eintritt.

Weg 2:  Du investierst jetzt in die Außendarstellung, den Vertrieb und die Prozesse. Du wirst zum Top-Unternehmen, bei dem Mitarbeiter und Kunden regelrecht Schlange stehen. Du fährst nicht nur Umsatz, sondern echten Gewinn. Und du gewinnst Zeit für dich und deine Familie.    

Die Entscheidung liegt bei dir. Aber eins ist klar: nichts tun ist keine Option

Also: Welcher Unternehmer willst du sein?

Wenn du für dich dazu entschieden hast, deinen Elektrobetrieb stark für die Zukunft aufzustellen, erfahre hier wie es geht.

Häufige Fragen

1. Was sagen die aktuellen Zahlen des ZVEH? 

Die Statistiken des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) zeigen, dass der Geschäftsklimaindex der Branche seit Jahren stetig sinkt. Der ZVEH schreibt auf seiner offiziellen Seite dazu: 

"Die Stimmung trübt sich weiter ein. Auftragspolster schmelzen ab und die Betriebe gehen zunehmend von einer Verschlechterung der weiteren Geschäftslage aus."

Quelle: www.zveh.de/news/detailansicht/konjunkturbericht-fruehjahr-2026.html (Stand: 07.04.2026)

2. Was kann ich als Unternehmer aus dem Elektrohandwerk tun? 

Investiere als Unternehmer im Elektrohandwerk in das Marketing und den Vertrieb. Eine moderne Webseite, ein aussagekräftiger Social Media-Auftritt und ein Vertriebsprozess, mit dem sich alle Anfragen nachverfolgen lassen, sind das Minimum, um Neukunden für den eigenen Betrieb zu gewinnen. Zögere nicht länger, sonst wirst du von anderen Unternehmern abgehängt. 

3. Was ist aktuell die größte Gefahr für Unternehmer aus dem Elektrohandwerk? 

Nichts zu tun und abzuwarten ist aktuell das größte Risiko für Unternehmer im Elektrohandwerk. Wer abwartet und nicht auf die aktuelle Marktlage reagiert, riskiert immer geringere Umsätze, niedrige Gewinne und setut letztlich die Existenz des eigenen Betriebs aufs Spiel.

Du willst wissen, wie du in der aktuellen Marktlage deinen Elektrobetrieb sicher aufstellst? Dann buche dir hier dein kostenloses Erstgespräch!

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