Erhöhtes Cholesterin: Diese Ursache wird oft übersehen

Eine Frau lächelt und spricht über erhöhtes Cholesterin und die Schilddrüse.

Hannah Hauser ist studierte Ernährungswissenschaftlerin und Schilddrüsenexpertin

Du bist beim Arzt und bekommst die Schreckensnachricht: „Ihr Cholesterin ist zu hoch. Keine Eier mehr, keine Butter und am besten nehmen Sie Cholesterinsenker." Vielleicht sitzt du jetzt da und fragst dich, was du überhaupt noch essen darfst? Die gute Nachricht vorweg: Cholesterin als Bösewicht zu bezeichnen, macht absolut keinen Sinn. Und nein, deine Eier und deine Butter sind nicht das Problem.

Die wahre Ursache für erhöhte Cholesterinwerte liegt ganz woanders und sie hat viel mit deiner Schilddrüse zu tun. Wie du deinen Cholesterinwert natürlich senken kannst, erfährst du in diesem Artikel. 

Cholesterin ist nicht dein Feind – sondern ein lebenswichtiger Baustein

Cholesterin ist ein absolut wichtiger Stoff in deinem Körper. Er erfüllt gleich mehrere zentrale Funktionen, ohne die dein Organismus nicht richtig arbeiten könnte.

Drei essenzielle Aufgaben von Cholesterin

  • Verdauung: Cholesterin ist maßgeblich an der Bildung von Gallensäure beteiligt – ein unverzichtbarer Prozess für deine Verdauung.
  • Gehirnfunktion: Dein Gehirn liebt Cholesterin. Es ist essenziell für die Gehirnfunktion und -entwicklung. Besonders bei Babys ist der Cholesterinbedarf enorm hoch – nicht umsonst ist Muttermilch das cholesterinreichste Lebensmittel überhaupt. In den ersten Lebensmonaten enthält sie besonders viel davon. Die Natur hat sich also etwas dabei gedacht.
  • Hormonbildung: Cholesterin ist die Vorstufe für das Hormon Pregnenolon, das wiederum in Progesteron umgewandelt wird. Diese Hormonkette ist für Frauen und Männer gleichermaßen wichtig. Ohne Cholesterin können diese Hormone nicht gebildet werden.

LDL und HDL: Böse und gut?

Neben dem Gesamtcholesterin gibt es zwei Werte, die beim Arzt häufig gemessen werden: LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin. LDL transportiert Cholesterin von der Leber weg, zum Beispiel ins Gehirn, wo es dringend gebraucht wird. HDL hingegen bringt überschüssiges Cholesterin zurück zur Leber.

Oft wird LDL als das „böse" Cholesterin bezeichnet. Aber mal ehrlich: Wenn es eine wichtige Funktion im Körper hat, kann es dann wirklich so schlecht sein? Studien zeigen zwar, dass ein zu hoher LDL-Wert ein Marker für ein erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen sein kann, aber die entscheidende Frage ist: Was ist die Ursache dafür, dass der Wert zu hoch ist?

Eine lustige Illustration der Leber, die mit erhöhtem Cholesterin in Verbindung steht.

LDL transportiert Cholesterin zu den Zellen, HDL bringt überschüssiges Cholesterin zurück zur Leber

Die Cholesterin-Lüge: Warum Eier und Butter unschuldig sind

Jetzt kommen wir zu dem Punkt, der dich wahrscheinlich am meisten interessiert: Ist die Ernährung schuld an hohen Cholesterinwerten?

Kurz gesagt: Nein. Eier, Butter und gesättigte Fettsäuren sind nicht die Ursache für erhöhte Cholesterinwerte. Das ist wissenschaftlich längst widerlegt und das schon seit den 1980er-Jahren, als Ärzte die sogenannte „Cholesterin-Lüge" aufdeckten.

Was Naturvölker uns lehren

Schau dir die Masai in Afrika an: Sie ernähren sich von vielen tierischen Produkten wie Butter und Milch und haben praktisch keine Herzerkrankungen. Oder die Menschen in Papua-Neuguinea, die zu jeder Mahlzeit Kokosfett essen, das voll von gesättigten Fettsäuren ist. Auch hier: keine erhöhte Rate an Herzerkrankungen. Und die Franzosen? Die lieben Butter, Sahne und Käse und haben im Vergleich zu anderen Ländern eine niedrige Rate an Herzkrankheiten. Die Korrelation zwischen gesättigten Fettsäuren und Herzerkrankungen gibt es schlichtweg nicht.

Der Margarine-Irrtum

In den 80ern hieß es dann plötzlich: Butter ist böse, esst lieber Margarine! Heute wissen wir zum Glück, dass Margarine alles andere als gesund ist. Während Butter nur aus Milch besteht, steckt Margarine voller Zusatzstoffe, ungesundem Sonnenblumenöl und vielen Zutaten, die wir definitiv nicht brauchen. Einige Margarine-Sorten enthalten sogar Statine – also Cholesterinsenker in abgeschwächter Form. Das ist absurd.

Cholesterinsenker: Die versteckten Risiken von Statinen

Viele Ärzte verschreiben bei erhöhten Cholesterinwerten Statine, um den Wert künstlich zu senken. Aber diese Medikamente kommen mit erheblichen Nebenwirkungen:

  • Vergesslichkeit und Konzentrationsprobleme, bis hin zu Demenz und Alzheimer bei Langzeiteinnahme
  • Erhöhtes Krebsrisiko
  • Muskelschmerzen und Muskelprobleme
  • Geringe Libido

Statine unterdrücken das Symptom, aber sie lösen nicht das eigentliche Problem und genau hier liegt der Knackpunkt.

Eine Frau mit verwirrtem Ausdruck hält eine Blisterpackung und zeigt Fragen zu erhöhtem Cholesterin.

Vergesslichkeit und Konzentrationsprobleme zählen zu den am häufigsten diskutierten Nebenwirkungen von Statinen

Die wahre Ursache: Deine Schilddrüse

Wenn dein Cholesterinwert wirklich zu hoch ist und auch dein LDL erhöht ist, dann liegt die Ursache höchstwahrscheinlich nicht bei deiner Ernährung, sondern bei deiner Schilddrüse.

Die Hormonkette verstehen

Erinnere dich an die Hormonkette: Cholesterin wird zu Pregnenolon umgewandelt, das wiederum zu Progesteron wird. Für diese Umwandlung braucht dein Körper zwei entscheidende Stoffe:

  1. Vitamin A (nur aus tierischen Lebensmitteln verfügbar)
  2. Das aktive Schilddrüsenhormon T3

Wenn du einen Mangel an Vitamin A hast – zum Beispiel durch eine vegane Ernährung – oder wenn deine Schilddrüse zu wenig T3 produziert, kann die Umwandlung von Cholesterin nicht richtig stattfinden. Das Cholesterin staut sich also an, weil es nicht weiterverarbeitet werden kann. Gleichzeitig hast du zu wenig Pregnenolon und zu wenig Progesteron.

Dein Blutbild zeigt dann hohes Cholesterin und niedriges Progesteron. Viele Ärzte verschreiben in diesen Fällen Progesteroncreme oder Cholesterinsenker, aber das behandelt nur die Symptome, nicht die Ursache.

Der wissenschaftliche Zusammenhang

Der Zusammenhang zwischen Schilddrüse und Cholesterin ist wissenschaftlich belegt: Je höher der TSH-Wert (ein Marker für eine schwache Schilddrüsenfunktion), desto höher ist das LDL-Cholesterin. Wenn deine Schilddrüse nicht richtig arbeitet, steigt dein „böses" Cholesterin automatisch.

Die Lösung? Nicht das Cholesterin künstlich senken, sondern die Schilddrüse stärken. Denn eine gut arbeitende Schilddrüse kann weit mehr bewirken als bessere Blutwerte: Mehr Energie im Alltag, ein klarerer Kopf, weniger Haarausfall, eine bessere Verdauung, schmerzfreie Perioden und oft auch einen schnelleren Stoffwechsel und Gewichtsreduktion. 

Austausch über Cholesterinwerte und Schilddrüse in Nachrichten.

Nachrichten von unserer Kundinnen während des Schilddrüsencoachings

Fazit: Pack das Problem an der Wurzel

Hohes Cholesterin ist kein Ernährungsproblem, sondern oft ein Schilddrüsenproblem. Wenn du deine Schilddrüse auf natürliche Weise stärkst, sodass dein Körper wieder mehr vom aktiven T3-Hormon bildet und auch in die Zellen transportiert, kann das Cholesterin wieder effizient umgewandelt werden. Dein Cholesterinwert sinkt auf ein gesundes Maß – ganz ohne Medikamente, ohne Nebenwirkungen und ohne auf Eier und Butter verzichten zu müssen.

Gleichzeitig profitierst du von einem besseren Stoffwechsel, mehr Energie, gesünderen Haaren und einem ausgeglicheneren Hormonhaushalt. Symptome wie Zyklusprobleme, Wechseljahresbeschwerden oder ständige Müdigkeit können sich deutlich verbessern.

Lass dir nicht einreden, dass Cholesterin grundsätzlich böse ist. Schau stattdessen genau hin: Wie geht es deiner Schilddrüse? Hast du genug Vitamin A? Und vor allem: Behandle nicht nur Symptome, sondern finde die Ursache. Dein Körper wird es dir danken.

Du möchtest tiefer in das Thema Schilddrüse eintauchen? Hannah litt selbst viele Jahre an Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto. Durch die natürliche Aktivierung ihrer Schilddrüse hat sie über 25 Kilo abgenommen und braucht heute keine Medikamente mehr.

Wenn du wissen willst, wie das auch für dich funktionieren kann, dann schau jetzt auf ihrer Website vorbei und sicher dir einen Platz in ihrem begehrten Schilddrüsen-Coaching: www.hannahhauser.de

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