Kunden Testimonial: Wie digitale Assets institutionell salonfähig werden

Interview mit Boris Jurczyk zum Thema Branchenprofi und totaler Neustart nach 30 Jahren.

Alexandra Weck & Boris Jurczyk

Stell dir vor, du sitzt als Vermögensverwalter am Montagmorgen im Büro, dein Kunde hat übers Wochenende gesehen, dass Bitcoin um 15 Prozent eingebrochen ist, und will jetzt Antworten. Du selbst verstehst die Asset-Klasse kaum, hast aber trotzdem Exposure im Portfolio, weil der Kunde darauf gedrängt hat.

Genau dieses Szenario erleben aktuell unzählige Berater in der traditionellen Finanzwelt - und es zeigt ziemlich genau, warum digitale Assets es bislang so schwer haben, in seriösen institutionellen Portfolios anzukommen.

Dabei ist die Ausgangslage eigentlich verrückt gut: Bitcoin war in den vergangenen elf Jahren gleich achtmal die beste Anlageklasse überhaupt - aber auch dreimal mit großem Abstand die schlechteste. Genau diese Extreme sorgen dafür, dass viele Profis lieber die Finger davon lassen, obwohl die Nachfrage der Kunden längst da ist.

Die junge Generation ist ohnehin in Kryptowelten unterwegs, große Player wie BlackRock drängen mit neuen Produkten in den Markt, und wer als Berater nicht mitzieht, läuft Gefahr, Kunden und Performance zu verlieren. Es braucht also einen Ansatz, der Chancen nutzt, ohne dabei unkontrollierbare Risiken einzugehen - und genau hier setzt ein durchdachtes Multi-Strategie-Konzept für digitale Assets an.

Warum klassische Krypto-Fonds institutionelle Investoren abschrecken

Grafik über digitale Assets zeigt Bitcoin Extremwerte als beste und schlechteste Anlageklasse.

Bitcoins Extreme der letzten elf Jahre: achtmal die beste, dreimal die schlechteste Anlageklasse

Wer sich die globale Fondslandschaft für digitale Assets anschaut, stößt vor allem auf zwei Lager. Auf der einen Seite stehen reine Long-Only-Produkte, die stark in Altcoins investieren und dabei Kursverluste von 60, 70 oder gar 80 Prozent mitmachen müssen - für die meisten seriösen Anleger schlicht nicht verantwortbar.

Auf der anderen Seite gibt es komplexe quantitative Hedgefonds-Strategien mit Statistical Arbitrage und ähnlichen Ansätzen, die zwar spannend klingen, aber so kompliziert sind, dass sie kaum jemand wirklich versteht - und was man nicht versteht, darf man als Profi oft auch regulatorisch gar nicht kaufen.

Genau in dieser Lücke fehlte lange ein Multi-Asset-Ansatz, wie man ihn aus der klassischen Vermögensverwaltung kennt. Dort ist Streuung über verschiedene Anlageklassen längst Standard - bei digitalen Assets suchte man ein vergleichbares Konzept jahrelang vergeblich.

Zwei Lager in der Fondslandschaft für digitale Assets, die institutionelle Investoren abschrecken.

Weder Long-Only noch Quant-Hedgefonds passen für institutionelle Anleger – dazwischen fehlte lange ein Konzept.

Das Baukastenprinzip als Lösung

Die Antwort auf dieses Dilemma ist ein Baukastenprinzip mit sechs klar abgegrenzten Segmenten der digitalen Asset-Welt. Jedes Segment hat einen eigenen Werttreiber, ist einzeln investierbar und lässt sich mit den anderen Bausteinen zu einem diversifizierten Gesamtportfolio kombinieren. Das löst gleich mehrere Probleme auf einmal: Anlagerichtlinien einzelner Investoren, die zum Beispiel keine NFTs oder keine Stablecoins wollen, lassen sich genauso berücksichtigen wie individuelle Präferenzen bei der Gewichtung.

Digitales SegmentEntspricht in der traditionellen Welt
Stablecoin IncomeCovered Bonds (sicherer Hafen)
Blue Chip CoinsLarge Cap Aktien
AltcoinsSmall Cap Aktien
DeFi YieldCorporate Bonds
Fund-of-Funds-BucketLiquid Alternatives
NFTs / NischensegmenteExotische Alternatives

Diese Übersetzung in bekannte Kategorien ist der eigentliche Clou: Berater und Investoren müssen nicht verstehen, warum Solana technisch besser oder schlechter als Ethereum ist. Sie müssen verstehen, ob gerade eine Risk-on- oder Risk-off-Phase vorliegt - eine Denkweise, die aus dem klassischen Portfoliomanagement längst vertraut ist.

Vom Fachjargon zur verständlichen Sprache

Ein großer Fehler vieler Blockchain-Anbieter ist es, sofort in die technische Tiefe abzutauchen. Sobald man eine Krypto-Konferenz verlässt und mit Außenstehenden spricht, versteht kaum jemand mehr, welches reale Problem eigentlich gelöst wird. Genau deshalb lohnt es sich, die Sprache der traditionellen Finanzwelt beizubehalten: Man spricht über Makro-Umfeld, Diversifikationseffekte und Qualität statt über Tokenomics und technische Details.

Diese Herangehensweise funktioniert deshalb so gut, weil sie an Bekanntes anknüpft. Single Stock Selection etwa spielt im modernen Portfoliomanagement kaum noch eine Rolle - die meisten institutionellen Anleger setzen auf Indizes oder Faktor-Investments statt auf Einzelwerte wie Nvidia oder Apple. Übertragen auf digitale Assets bedeutet das: Die erste Entscheidung ist nicht "Bitcoin oder Ethereum", sondern "Risk-on oder Risk-off" - und erst danach folgt die Frage, welches Segment innerhalb der Risikoklasse am meisten Sinn ergibt.

Vom weißen Blatt Papier zum fertigen Produkt

Ein Produkt komplett neu zu entwickeln, ohne auf bestehende Strukturen zurückgreifen zu können, klingt nach maximaler Freiheit - bringt aber auch reale Stolpersteine mit sich. Anlagerichtlinien institutioneller Investoren sind oft hochspezifisch: Der eine lehnt NFTs grundsätzlich ab, der andere hält nichts von Stablecoins, ein Dritter will lieber direkt investieren statt über einen Fonds. Jeder dieser Einwände hätte theoretisch einen potenziellen Anleger kosten können.

Die Lösung liegt darin, Flexibilität von Anfang an einzubauen. Wenn jedes der sechs Segmente einzeln zugänglich ist, kann sich jeder professionelle Investor seine eigene Gewichtung zusammenstellen - unabhängig davon, ob er dem übergeordneten Allokationssystem folgen möchte oder eigene Schwerpunkte setzt. Das schafft Vertrauen, weil niemand gezwungen wird, ein Gesamtpaket zu akzeptieren, das nicht zur eigenen Strategie passt.

Fazit: Verständlichkeit schlägt Komplexität

Die eigentliche Innovation liegt nicht allein im Produkt selbst, sondern in der Art, wie es erklärt wird. Wer digitale Assets für institutionelle Investoren zugänglich machen will, muss weniger über Technologie und mehr über vertraute Konzepte wie Diversifikation, Makro-Umfeld und Risikomanagement sprechen. Genau diese Übersetzungsarbeit entscheidet darüber, ob eine ganze Anlageklasse als seriöse Opportunität wahrgenommen wird oder als unverständliches Nischenthema abgestempelt bleibt.

Die Grafik zeigt, wie Verständlichkeit bei digitalen Assets Fachjargon ersetzt und Konzepte wie Diversifikation und Risikomanagement hervorhebt.

Vom Fachjargon zur vertrauten Portfolio-Sprache – das entscheidet über institutionelle Akzeptanz."

Wenn du selbst mit komplexen Produkten oder Dienstleistungen arbeitest, nimm dir das als Denkanstoß: Überprüfe, ob du deine Zielgruppe wirklich in ihrer eigenen Sprache abholst - oder ob du sie unbewusst mit Fachjargon abschreckst. Oft liegt der Schlüssel zum Erfolg nicht in einem noch komplizierteren Produkt, sondern in einer radikal einfachen Erklärung.

A. Weck Consulting in Zürich berät Family Offices, unabhängige Vermögensverwalter und Fintechs in digitaler Positionierung und Mandatsgewinnung. Das Angebot umfasst Keynotes, Executive Briefings, Masterclasses und das Sales 4.0 System für planbare Mandatszuwächse.

Die Arbeit basiert auf einem klar strukturierten Sales 4.0 System, das digitalen Vertrauensaufbau, skalierbare Prozesse und systematisierte Empfehlungsmechaniken verbindet. Du erhältst in kompakten Executive Briefings Strategien für Sichtbarkeit ohne Werbebudget und für effizientere Leadgenerierung, damit du planbar mehr qualifizierte Mandate gewinnst.

Alexandra Weck bringt als ehemlige Investmentbankerin langjährige Praxis aus der Finanzbranche mit und verantwortete bei Arbeitgebern wie Fidelity, UBS und Unicredit Assets über 30 Mrd. CHF sowie wiederkehrende Erträge in zweistelliger Millionenhöhe. Sie hat Fintechs an Depotbanken angebunden und Positionierung, Storytelling und Business Development in der Branche etabliert.

Teilnehmer berichten von messbaren Ergebnissen wie höherer Conversion und klarerer Positionierung nach den Programmen. Das eigens konzipierte Sales 4.0 Framework umfasst Mandatsgewinnung, Fondsanbindungen und digitale Vertriebsprozesse.

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