LinkedIn-Reichweite im Keller? Das ist jetzt wichtig für Reichweite!
Linkedin Reichweite durch 360Brew eingebrochen?
Du postest fleißig auf LinkedIn, doch plötzlich schauen Dir nur noch eine Handvoll Menschen zu? Deine Reichweite ist um die Hälfte eingebrochen, manchmal sogar noch mehr?
Dann bist Du nicht allein. Viele Business-Profile erleben gerade einen drastischen Einbruch ihrer Sichtabarkeit – und fragen sich verzweifelt, was sie falsch machen. Die gute Nachricht: Du machst vermutlich gar nichts falsch. LinkedIn hat die Spielregeln geändert. Und wenn du verstehst, was dahintersteckt, kannst Du die neue Logik der Plattform sogar zu Deinem Vorteil nutzen.
Der Algorithmus-Umbruch: Warum deine Reichweite abgestürzt ist
Erst mal durchatmen: Wenn Deine Impressionen um 50 bis 80 Prozent eingebrochen sind, ist das kein Zeichen dafür, dass Dein Content schlecht geworden ist. LinkedIn rollt gerade ein komplett neues KI-Sprachmodell namens „360Brew" aus – und das verändert fundamental, wer Deine Beiträge zu sehen bekommt.
Früher: Reichweite durch Netzwerkeffekte
Bis vor Kurzem funktionierte LinkedIn nach dem klassischen Social-Media-Prinzip: Dein Post wurde vor allem Deinem Netzwerk ausgespielt. Wenn Leute reagierten, kommentieren oder teilten, erreichte er durch diese Engagements immer weitere Kreise. Viralität war das Ziel, die Gießkanne das Mittel.
Heute: Relevanz schlägt Viralität
Jetzt analysiert die KI semantisch, worum es in Deinem Beitrag wirklich geht. Sie sucht dann gezielt nach Nutzerinnen und Nutzern, die sich genau für dieses Thema interessieren – völlig unabhängig davon, ob sie Dir folgen oder nicht. Das Ziel: ein relevanterer Feed für alle.
Klingt erst mal nach weniger Reichweite? Stimmt auch. Laut dem Algorithm Insights Report von Richard van der Blom liegt ein „guter" Post heute im Durchschnitt bei 1.200 bis 1.800 Impressionen. Aber – und das ist entscheidend – diese Impressionen kommen von den richtigen Menschen. Von denen, die sich wirklich für Dein Thema interessieren. Und wenn diese relevante Zielgruppe stark mit Deinem Content interagiert, kann Deine Sichtbarkeit die Durchschnittswerte weit übertreffen.
So machst Du Dein Profil fit für die KI-Ära
Damit „360Brew" dich überhaupt als Experte für Dein Thema erkennt, musst Du Deine Hausaufgaben machen. Dein LinkedIn-Profil ist nicht mehr nur ein digitaler Lebenslauf – es ist eine SEO-optimierte Landingpage für den Algorithmus.
Die Profil-Hygiene: Keywords sind King
Stell Dir vor, Du bist als LinkedIn-Experte bekannt, schreibst aber plötzlich über Meta-Ads. Die KI wird Deinen Beitrag deutlich weniger verbreiten, weil das Thema nicht zu Deiner sichtbaren Expertise im Profil passt. Die Maschine versteht nicht, warum Du plötzlich das Thema wechselst.
Deine To-Do-Liste:
- Überarbeite Deine Profilbereiche mit klaren Keywords zu Deiner Expertise
- Sorge für eine eindeutige Positionierung: Wofür stehst Du?
- Füttere die KI mit relevanten Projekten und Inhalten
- Nutze die neuen Profil-Analytics von LinkedIn, um zu sehen, welche Bereiche wie oft eingeblendet und geklickt werden
- Bleibe Konsistent - regelmässig
Dabei gilt: Eine klare Themenfokussierung hilft nicht nur dem Algorithmus, sondern auch echten Menschen. Denn am Ende kommunizieren wir immer noch mit Menschen, nicht mit Maschinen.
Der Fluch des „AI Slop": Warum Perfektion zum Problem wird
Wir erleben gerade eine Schwemme von KI-generiertem Content auf LinkedIn – glattgebügelte Texte, generische Grafiken, automatisierte Kommentare ohne Seele. Dieser sogenannte „AI Slop" überflutet die Plattform und führt bei vielen zu einer echten LinkedIn-Fatigue.
Strategisch ist das eine Sackgasse. Wer nur noch KI-Agenten für sich posten lässt, verliert das Wichtigste im Business: Vertrauen. LinkedIn ist keine reine Marketing-Maschine, auf der wir alle nur „Lead" auf der Stirn stehen haben. Es ist eine Begegnungsplattform für echte Menschen, die gemeinsam Business machen wollen.
Der Gegentrend 2026: Das Unperfekte gewinnt
Menschen wollen mit Menschen kommunizieren, nicht mit KI-Avataren. Echte, einzigartige Expertise wird zur Währung. Eine KI kann generisches Wissen repetieren, aber sie kann kein Handlungs- und Erfahrungswissen erzeugen. Genau dieses Wissen ist Dein unverwechselbarer USP.
Also: Zeig dich. Sei präsent. Kommuniziere echt. Das Unperfekte, Menschliche wird 2026 zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal.
Achtung, Scammer unterwegs!
Bevor wir weitermachen, ein wichtiger Warnhinweis: Aktuell sind viele Betrüger auf LinkedIn unterwegs, die sich als „LinkedIn Security" ausgeben. Sie nutzen gefälschte Unternehmensseiten und drohen mit Kontosperrungen.
Niemals:
- Auf verdächtige Links klicken
- Account-Daten eingeben, wenn Du nicht sicher bist
- Auf Drohungen reagieren
Immer:
- Im Zweifel direkt den echten LinkedIn-Support kontaktieren
- Deinen Account mit 2-Faktor-Authentifizierung absichern
Dein LinkedIn-Account ist ein wertvolles Business-Asset – schütze es entsprechend.

Mehr Erfolg durch Basisarbeit bei Linkedin - Matthias Bullmahn | psychologie, die verkauft
Was 2026 auf LinkedIn passieren wird
Wie geht es weiter mit der Plattform? Hier sind vier Entwicklungen, auf die Du dich einstellen solltest:
1. Die AI-Slop-Flut nimmt weiter zu
Wir werden noch mehr schlechten, automatisierten Content sehen. Die Konsequenz: Du musst zum Kurator Deines eigenen Feeds werden. Entfolge gnadenlos Accounts, die nur Müll produzieren. Interagiere mit den echten Perlen, um der KI zu zeigen, was Du wirklich sehen willst. Lass dich nicht von Rage Bait provozieren – melde es, statt mit Gegenkommentaren noch mehr Reichweite zu erzeugen.
2. Renaissance des Personal Branding
Weil der Feed voller Rauschen ist, wird echte Expertise zur Währung. Thought Leadership ist in aller Munde – jetzt musst Du sie auch zeigen. Teile Dein Erfahrungswissen, Deine Learnings, Deine Insights aus der Praxis. Das kann keine KI replizieren.
3. Stabilisierung der Reichweiten
Nach den volatilen Ausschlägen durch die Einführung von „360Brew" sollten wir bald in ruhigeres Fahrwasser kommen. Die Algorithmen lernen dazu, die Ausspielung pendelt sich ein. Die Reichweiten werden kleiner bleiben – aber an Relevanz gewinnen.
4. Das Comeback des Video-Feeds
Vermutlich in der zweiten Jahreshälfte wird der dedizierte Video-Feed zurückkommen. LinkedIn pusht Video bereits jetzt als das B2B-Marketing-Format mit dem stärksten Engagement. Aber bitte keine sterilen Imagefilme – authentische Short-Form-Videos sind gefragt.
Dein Fahrplan für mehr Sichtbarkeit
Lass dich von den technischen Änderungen nicht lähmen. Die neue LinkedIn-Ära belohnt Qualität und Authentizität. Hier sind Deine nächsten Schritte:
- Nutze die Kommentarfunktion strategisch: Schalte dich in Fachgespräche ein, um sichtbar zu werden
- Setze auf echte Expertise: Teile Dein Erfahrungswissen, nicht generische KI-Texte
- Kuratiere Deinen Feed aktiv: Folge nur Menschen, die echten Mehrwert liefern
- Starte einen LinkedIn-Newsletter: So erreichst Du Deine Community unabhängiger vom Algorithmus – die Abonnenten bekommen ihn direkt in die Inbox
Die Zeiten viraler Hits sind vorbei. Und das ist gut so. Denn jetzt zählt nicht mehr, wie viele Menschen Du erreichst – sondern welche. Konzentriere dich auf Relevanz statt Reichweite, auf Tiefe statt Breite. Dann wird 2026 Dein LinkedIn-Jahr.

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