Schilddrüsenunterfunktion bei Frauen: Diese Symptome solltest du kennen
Hannah litt selbst jahrelang unter einer Unterfunktion und Hashimoto-Thyreoiditis
Unerklärliche Gewichtszunahme, ständige Müdigkeit oder ein aufgeblähter Bauch. Was zunächst harmlos klingt, können tatsächlich Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sein. In Deutschland sind Funktionsstörungen der Schilddrüse besonders bei Frauen erschreckend weit verbreitet und können das körperliche Wohlbefinden stark beeinflussen. Genau deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Symptome mit deiner Schilddrüse zusammenhängen können.
Überfunktion vs. Unterfunktion - was ist der Unterschied?
Bevor wir in die Symptome eintauchen, lass uns kurz klären, welche Schilddrüsenerkrankungen es generell gibt. Wenn deine Schilddrüse gesund ist und im Gleichgewicht arbeitet, spricht man von Euthyreose (normale Schilddrüsenfunktion).
Die Schilddrüse kann allerdings auch aus der Balance geraten. Bei einer Hyperthyreose (Überfunktion) produziert sie viel mehr Hormone, als dein Körper braucht. Das kann übrigens auch passieren, wenn die Dosis deiner Schilddrüsentabletten zu hoch ist oder wenn du gerade dabei bist, deine Schilddrüse durch die Anpassung von Ernährung und deinem Lebensstil auf natürliche Weise zu aktivieren.
Bei einer Hypothyreose (Unterfunktion) bildet die Schilddrüse zu wenige Hormone oder die vorhandenen Hormone kommen nicht in den Zellen an, wo sie gebraucht werden. Entscheidend für deine Symptome ist letztlich nicht, ob deine Schilddrüse vergrößert oder verkleinert ist oder ob Knoten beziehungsweise ein Kropf vorliegen, sondern die zugrunde liegende Funktionsstörung, sprich Überfunktion oder Unterfunktion der Schilddrüse.

Die Schilddrüse ist ein Organ, welches im Hals sitzt und die Form eines Schmetterlings hat
Schilddrüsenüberfunktion: Wenn alles auf Hochtouren läuft
Eine Überfunktion macht sich oft durch Symptome bemerkbar, die auf einen überaktiven Stoffwechsel hindeuten. Dein Herz rast ohne ersichtlichen Grund, du fühlst dich innerlich unruhig und kannst dich kaum konzentrieren. Hoher Puls, Herzklopfen, erhöhter Blutdruck – all das sind typische Anzeichen.
Auch die Temperaturregulierung spielt verrückt. Du schwitzt extrem und leidest möglicherweise unter Hitzewallungen. Deine Augen können gerötet sein oder sogar nach vorne hervortreten, ein Phänomen, das Mediziner als Exophthalmus bezeichnen.
Beim Thema Schlaf und Verdauung zeigt sich die Überfunktion ebenfalls deutlich. Schlaflosigkeit, nächtliches Schwitzen, häufiger Stuhlgang oder Durchfall, Übelkeit und oft auch Gewichtsabnahme trotz normalen Essens. Deine Haut ist warm und feucht, die Haare fallen aus und unreine Haut macht dir zusätzlich zu schaffen.
Schilddrüsenunterfunktion: Wenn der Körper auf Sparflamme läuft
Bei der Unterfunktion ist alles genau umgekehrt, denn dein Stoffwechsel kriecht im Schneckentempo dahin. Eine Unterfunktion beginnt meist schleichend, sodass die Erkrankung oft viel zu spät entdeckt wird. Deshalb ist es so wichtig, dass du die Warnsignale frühzeitig erkennst.
Verdauung und Stoffwechsel im Keller
Verdauungsbeschwerden stehen bei vielen Betroffenen ganz oben auf der Liste. Seien es Blähungen, Verstopfung oder seltener Stuhlgang. Dein Stoffwechsel ist so träge, dass du zunimmst, obwohl du wenig isst oder dich gesund ernährst. Die Kilos wollen einfach nicht purzeln.
Hinzu kommen oft Lebensmittelunverträglichkeiten wie Histaminintoleranz, Fruktosemalabsorption, Laktoseintoleranz oder Zöliakie. Das liegt daran, dass deine Schilddrüse nicht genug Hormone produziert und darunter auch deine Verdauungskraft leidet. Auch Reizdarm oder andere Darmerkrankungen hängen häufig mit der Schilddrüsenfunktion zusammen.
Ständig müde und erschöpft
Du kannst abends nicht einschlafen oder wachst nachts immer wieder auf. Tagsüber bist du dafür völlig platt. Diese bleierne Müdigkeit, die dich selbst bei der Arbeit am Laptop ständig wegnicken lässt. Erschöpfung und Einschlafneigung sind ebenfalls klassische Zeichen einer Unterfunktion.
Haut und Haare leiden mit
Haarausfall ist für viele Betroffene besonders belastend. Sei es diffus am ganzen Kopf oder seitlich an den Schläfen. Die Haare werden matt, trocken und brüchig. Deine Haut wird schuppig und trocken, nicht nur im Gesicht, sondern am ganzen Körper. Akne, Hautunreinheiten, brüchige Nägel oder Rillen in den Nägeln, all das kann auf eine Unterfunktion hindeuten.

Kommt deine Schilddrüse wieder ins Gleichgewicht, können auch deine Haare wieder kräftiger wachsen
Frieren, frieren, frieren
Dir ist ständig kalt. Deine Hände, Füße und sogar die Nase fühlen sich eisig an. Im Winter frierst du, im Sommer bist du hitzeempfindlich. Diese gestörte Temperaturregulierung ist ein deutliches Warnsignal. Auch ein Ruhepuls unter 70 kann auf eine träge Schilddrüse hindeuten.
Bindegewebe und Wassereinlagerungen
Die Schilddrüsenhormone beeinflussen auch dein Bindegewebe. Cellulite, Wassereinlagerungen in den Beinen, ein aufgedunsenes Gesicht, Schwellungen unter den Augen, auch das kann durch eine Schilddrüsenunterfunktion bedingt sein.
Nebel im Gehirn
Besonders frustrierend ist für viele Erkrankte die Auswirkungen auf Gehirn und Nervensystem. Du kannst dich schlecht konzentrieren, hast Gedächtnislücken, fühlst dich wie im Nebel. Ein Schleier liegt über allem. Hinzu kommen Stimmungsschwankungen, du bist allgemein schreckhaft und leidest unter Schwindel beim Aufstehen.
Weitere Warnsignale
Schmerzen treten ebenfalls häufig auf, zum Beispiel Muskelschmerzen wie bei einer Grippe, Taubheitsgefühle, Restless Legs, Kopfschmerzen, Tinnitus oder Migräne.
Ein erhöhter Cholesterinspiegel, häufiges Wasserlassen, neue oder verschlimmerte Allergien (wie Heuschnupfen), ein Kloßgefühl im Hals oder ständiges Räuspern sind ebenfalls Symptome und können mit deiner Schilddrüse zusammenhängen.
Hashimoto: Wenn die Schilddrüse chronisch entzündet ist
Bei Hashimoto-Thyreoiditis, einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, können sowohl Über- als auch Unterfunktionssymptome auftreten, oft sogar abwechselnd. Besonders charakteristisch sind Darmbeschwerden, da das Immunsystem im Darm sitzt und bei Autoimmunerkrankungen eine zentrale Rolle spielt.
Hashimoto verläuft oft schubweise. Es gibt Phasen, in denen sich die Symptome massiv verschlimmern, oft ausgelöst durch Stress, Nährstoffmängel oder andere Faktoren.

Bei diesen Symptomen solltest du hellhörig werden
Symptome, die besonders Frauen betreffen
Viele der genannten Symptome treten bei beiden Geschlechtern auf, doch Frauen haben zusätzlich mit hormonellen Besonderheiten zu kämpfen, die durch eine Schilddrüsensstörung verstärkt werden können. So kommt es häufig zu PMS, das sich durch Launenhaftigkeit, Reizbarkeit und geschwollene Brüste vor der Periode äußert. Zyklusstörungen treten ebenfalls häufig auf, etwa ausbleibende Perioden, fehlender Eisprung oder sehr starke und schmerzhafte Blutungen. Auch Libidoverlust kann ein belastendes Symptom sein.
Darüber hinaus können Myome oder Zysten im Unterleib auftreten und viele Frauen mit Schilddrüsenstörung leiden unter unerfülltem Kinderwunsch oder erleben während einer Schwangerschaft Komplikationen, die bis zu Fehlgeburten reichen können. Extreme Wechseljahrsbeschwerden treten ebenfalls gehäuft auf und machen den ohnehin belastenden Übergang zusätzlich schwierig.
Der Grund für diese Vielzahl hormoneller Probleme liegt in der engen Verbindung zwischen Schilddrüse und Eierstöcken. Als zwei der größten endokrinen Organe im Körper beeinflussen sie sich gegenseitig stark. Eine Schilddrüsenfunktionsstörung kann daher direkt auf den Hormonhaushalt der Eierstöcke wirken und so zahlreiche körperliche und psychische Symptome bei Frauen auslösen.

Schilddrüsenunterfunktion betrifft überwiegend Frauen - etwa neun von zehn Erkrankten sind weiblich
Fazit: Hör auf deinen Körper und handel
Es ist wirklich beeindruckend, wie viele Symptome mit deiner Schilddrüse zusammenhängen können - insgesamt über 80. Vielleicht hast du dich in vielen Punkten wiedererkannt, auch wenn du bereits in Behandlung bist oder Medikamente wie L-Thyroxin nimmst. Das liegt daran, dass Tabletten oft nur die Symptome lindern, aber nicht die eigentliche Ursache beheben.
Nimm deine Symptome ernst. Sie sind keine Einbildung und kein Schicksal, das du hinnehmen musst. Geh dem Problem auf den Grund, lass deine Schilddrüsenwerte überprüfen, achte auf deinen Körper und scheue dich nicht, nach Lösungen zu suchen, die über das reine Verschreiben von Hormontabletten hinausgehen. Du hast es verdient, gesund zu sein.
Du möchtest tiefer in das Thema Schilddrüse eintauchen? Hannah litt selbst viele Jahre an Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto. Durch die natürliche Aktivierung ihrer Schilddrüse hat sie über 25 Kilo abgenommen und braucht heute keine Medikamente mehr.
Wenn du wissen willst, wie das auch für dich funktionieren kann, dann schau jetzt auf ihrer Website vorbei und sicher dir einen Platz in ihrem begehrten Schilddrüsen-Coaching: www.hannahhauser.de