SO akquirierst du extrem wohlhabende Selbständige & Unternehmer über LinkedIn
LinkedIn ist Cringe
Du öffnest LinkedIn und siehst: Donuts, Staubsaugerroboter und halbernste Lebensweisheiten. Viele schütteln darüber den Kopf und beschweren sich, dass auf der Plattform nichts Sinnvolles mehr zu finden sei. Und trotzdem bleiben genau diese Beiträge hängen, werden geliket, kommentiert und geteilt.
Das ist kein Zufall. Der Algorithmus belohnt Beiträge, die Menschen berühren und unterhalten. Wer das versteht, kann seine Sichtbarkeit enorm steigern, auch in einer Nische mit extrem seriöser Zielgruppe. Wie das geht, warum ein bisschen Cringe kein Risiko ist und wie du daraus echte Kundenanfragen machst, erfährst du hier.
Warum der Algorithmus Alltagshumor liebt
Der Donut-Effekt
Stell dir vor, du isst einen Donut und postest darüber, mit einem Augenzwinkern. Ein Beispiel: "Der Vorteil als Frau auf LinkedIn: Ich kann einen Donut essen und posten, ohne dass ein bekannter Männer-Caller mich anruft." Solch ein Beitrag kann schon nach zehn Minuten besser laufen als der Fachpost eines Experten nach fünf Tagen. Ein Post über den eigenen Staubsaugerroboter funktioniert nach demselben Prinzip.
Wer so postet, hat Reichweite erzielt: gut vier Millionen Impressionen in zwölf Monaten sind damit möglich. Der Grund ist simpel. Menschen sind auch am Samstag auf LinkedIn und wollen nicht belehrt, sondern unterhalten werden.

Sebastian Auer
Ein positiver Nebeneffekt
Wer Alltagssituationen als Content-Material betrachtet, schaut automatisch gelassener auf die Welt. Selbst ein misslungener Tag liefert am Ende noch einen Post. Das nimmt Druck raus und macht Spaß, und das spürt man in deinen Texten.
Auch konservative Zielgruppen wollen Spaß
Beispiel Vermögensverwaltung
Du denkst, Humor passt nur zu Coaches und Trainern? Weit gefehlt. Die Zielgruppe in diesem Beispiel: Vermögensverwalter, Family Offices und kleine Boutique-Banken. Sehr konservativ, sehr seriös. Und gerade deshalb freuen sich diese Menschen, wenn sie im Alltag mal unterhalten werden. Geschäftsführer schreiben dann Nachrichten wie "Richtig cooler Post" oder "Hat mich zum Lachen gebracht".
Die Kunden dieser Zielgruppe wiederum sind sehr vermögende Privatpersonen. In Deutschland beginnt diese Definition oft bei ein bis zwei Millionen, in der Schweiz eher bei fünf bis zehn Millionen. Auch hier gilt: Hinter jeder Position sitzt ein Mensch.
Der richtige Mix macht es
Natürlich besteht dein Profil nicht nur aus Spaßbeiträgen. Zwischendurch gehören diese Formate dazu:
- Testimonials von zufriedenen Kunden
- Fachartikel zu deinem Thema
- Persönliche Geschichten, zum Beispiel über eine spannende Begegnung mit einem erfolgreichen Berater, der nebenbei einen Poloclub besitzt
Dabei gilt eine klare Regel: Poste nie über Themen, von denen du keine Ahnung hast. Unterhaltung ersetzt keine Kompetenz, sie öffnet nur die Tür dazu.
| Beitragstyp | Funktion |
|---|---|
| Alltagshumor | Reichweite und Sympathie |
| Persönliche Geschichten | Nähe und Glaubwürdigkeit |
| Testimonials | Vertrauen und Beweis |
| Fachbeiträge | Expertise zeigen |
Sichtbarkeit allein verkauft nicht
Ehrlich gesagt: Nur Sichtbarkeit funktioniert nicht. Aber ohne Sichtbarkeit funktioniert auch nichts. Stell dir ein Schweizer Uhrwerk vor, bei dem alle Zahnräder ineinandergreifen müssen. Sichtbarkeit ist das erste Rad. Sie bringt Menschen auf dein Profil. Dort sehen sie, dass du etwas anbietest, das für sie relevant ist. Danach folgen Gespräche, Calls und schließlich hochpreisige Workshops, Trainings oder Beratungen.
Oft passiert Folgendes: Ein Interessent sagt im Gespräch, er sei über LinkedIn aufmerksam geworden. Auf die Frage, welcher Post es war, kommt nur ein Schulterzucken. Es zählt der Gesamteindruck, nicht der einzelne Beitrag.
Weniger Angst, mehr Veröffentlichen
Die meisten Menschen zögern, weil sie Angst haben, sich zu blamieren. Dabei gilt: Wer etwas Unpassendes postet, ist nach einer Woche vergessen. Das ist die gute Nachricht.

Sebastian Auer
Die Kehrseite ist ebenso wahr: Auch brillanter Fachcontent gerät nach einer Woche in Vergessenheit. Wenn du dir sieben Tage Mühe für einen perfekten Beitrag gibst, den danach niemand mehr im Kopf hat, stimmt das Verhältnis von Aufwand zu Ergebnis nicht.
So startest du heute
- Notiere dir drei Alltagssituationen aus dieser Woche, die dich zum Schmunzeln gebracht haben.
- Mach aus einer davon einen kurzen Post mit persönlicher Note.
- Plane danach ein Testimonial oder einen Fachbeitrag ein.
- Wiederhole das regelmäßig und beobachte, wer auf dein Profil kommt.
Fazit
LinkedIn ist nicht cringe, es ist menschlich geworden. Wer Spaß hat, sich nicht zu ernst nimmt und trotzdem Substanz liefert, wird gesehen. Sichtbarkeit ist dabei der Türöffner, Vertrauen und Expertise schließen den Verkauf ab. Probier es noch heute aus: Poste etwas Persönliches aus deinem Alltag und schau, was passiert.
Passt Humor auch zu seriösen Branchen?
Ja. Gerade konservative Zielgruppen werden im Berufsalltag selten unterhalten und reagieren positiv auf lockere, sympathische Beiträge.
Reicht Sichtbarkeit allein, um Kunden zu gewinnen?
Nein. Sie ist der erste Schritt, damit Menschen dich finden. Testimonials, Fachbeiträge und ein klares Angebot sorgen dafür, dass daraus Anfragen werden.
Worüber sollte ich nicht posten?
Über Themen, von denen du keine Ahnung hast. Bleib bei Bereichen, in denen du dich auskennst, und würze sie mit Persönlichem.
Was, wenn ein Post nicht gut ankommt?
Das ist halb so wild. Die meisten Menschen haben ihn nach einer Woche vergessen, also hab weniger Angst und bleib dran.