So schreibst du eine „Über mich"-Seite, die wirklich verkauft

Matthias Christian Bullmahn | psychologie, die verkauft - Über mich Seite die verkauft

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Du starrst auf den Bildschirm. Cursor blinkt. Die „Über mich"-Seite deiner Website soll endlich fertig werden – aber was zum Teufel sollst du da schreiben? Klingt dir bekannt? Damit bist du nicht allein. Die „Über mich"-Sektion ist einer der meistgeklickten Bereiche auf Websites – und gleichzeitig der Punkt, an dem die meisten Menschen komplett ins Stocken geraten. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn du weißt, wie Geschichten funktionieren. Denn genau hier liegt der Schlüssel: Du brauchst keine trockene Auflistung deiner Stationen, sondern eine echte Geschichte, die berührt und verkauft.

Warum deine „Über mich"-Seite so wichtig ist

Stell dir vor: Ein potenzieller Kunde landet auf deiner Website. Er scrollt durch dein Angebot, findet es interessant – aber dann fehlt noch etwas. Er will wissen, wer du bist. Also klickt er auf „Über mich". Und genau hier entscheidet sich, ob er bei dir kauft oder zur Konkurrenz wechselt.

Menschen kaufen von Menschen. Nicht von Logos. Nicht von Produktbeschreibungen. Sondern von Geschichten. Und wenn dein Produkt oder deine Dienstleistung vergleichbar ist mit dem der Konkurrenz, dann ist deine Geschichte der entscheidende Faktor. Sie umgeht den rationalen Kopf und geht direkt ins Herz.

Die magische Vier-Schritte-Formel für deine Story

Matthias Christian Bullmahn | psychologie, die verkauft - Über mich Seite die verkauft

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Es gibt eine bewährte Struktur, die aus der klassischen Heldenreise abgeleitet ist und für jede „Über mich"-Seite funktioniert. Sie besteht aus vier einfachen Schritten:

  1. Wer bist du? – Stelle dich kurz vor, in aller Kürze. Was sind deine Leidenschaften?
  2. Warum bist du angetreten? – Was ist dein Ziel? Was möchtest du für deine Kunden erreichen?
  3. Was musstest du lernen? – Welche Veränderungen hast du durchgemacht? Welche beruflichen Stationen, Herausforderungen oder Erkenntnisse haben dich geprägt?
  4. Warum bist du heute die richtige Person? – Was befähigt dich heute, genau die Transformation anzubieten, die dein Kunde braucht?

Diese Struktur ist verkaufspsychologisch perfekt, weil sie genau so funktioniert, wie unser Gehirn Informationen aufnimmt und verarbeitet. Du erzählst eine Reise – deine Reise. Und am Ende dieser Reise steht die Erkenntnis: „Genau deshalb kann ich dir heute helfen."

Der unsichtbare fünfte Schritt: Der Pitch

Matthias Christian Bullmahn | psychologie, die verkauft - Über mich Seite die verkauft

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Nach deiner Geschichte folgt der entscheidende Moment: der sanfte Call-to-Action. Hier lädst du den Leser ein, den nächsten Schritt zu gehen. Das kann so aussehen:

  • „Lass uns kennenlernen und schauen, wie ich dich auf deiner Reise voranbringen kann."
  • „Bereit für deine eigene Transformation? Dann melde dich jetzt."
  • „Neugierig geworden? Hier erfährst du mehr über mein Angebot."

Dieser fünfte Schritt ist unsichtbar, weil er sich nahtlos in deine Geschichte einfügt – aber er ist essenziell, um aus Interesse echte Aktion zu machen.

Was bei den meisten „Über mich"-Seiten schiefläuft

Zu viel Lebenslauf, zu wenig Leben

Gerade im Coaching- und Beratungsbereich sieht man das häufig: Eine ellenlange Liste von Ausbildungen, Zertifikaten und Hochschulabschlüssen – oft sogar verlinkt. Klar, das ist nicht falsch. Aber in deiner Story hat das in dieser Form nichts zu suchen.

Deine Leser wollen wissen:

  • Was war deine Motivation, diese Ausbildung zu machen?
  • Was waren die wichtigsten Erkenntnisse, die du mitgenommen hast?
  • Wie machen dich diese Erfahrungen einzigartig?

Eine tabellarische Auflistung deiner Stationen kannst du gerne weiter unten auf der Seite platzieren – aber in deiner Hauptstory geht es um Emotionen und Beweggründe, nicht um Daten.

Keine persönlichen Insights

Ein weiterer Fehler: Viele halten sich zu sehr zurück. Dabei sind es oft die persönlichen Details, die eine Geschichte lebendig machen. Ein Beispiel aus der Praxis: Jemand schrieb in einer Bewerbung, dass er seit seiner Jugend leidenschaftlich Vespas restauriert. Dieser eine Satz hat sofort Sympathie erzeugt – weil er greifbar und menschlich war.

Wenn es zu deinem Brand passt, dann spar nicht mit solchen Insights. Sie machen dich unvergesslich. Denn am Ende des Tages soll bei deinem Leser genau eine Sache hängen bleiben. Zum Beispiel: „Ach ja, das war die mit der Vespa." Oder: „Das war der, der als Kind schon eigene Websites gebaut hat."

Fehlende Abgrenzung zur Konkurrenz

Viele Branchen sind hart umkämpft. Deine Konkurrenz bietet vielleicht ähnliche Produkte oder Dienstleistungen an – vielleicht sogar günstiger. Aber hier kommt deine Geschichte ins Spiel. Sie ist der Grund, warum jemand bei dir kauft, obwohl es woanders billiger wäre.

Beispiel: Ein deutsches Hightech-Unternehmen steht in Konkurrenz zu asiatischen und osteuropäischen Anbietern. Die Produkte sind vergleichbar – aber teurer. Was also tun? Die Lösung liegt in der Geschichte: Made in Germany, lokale Entwicklung, Service vor Ort, keine Abhängigkeit von globalen Lieferketten. Diese Argumente entfalten ihre Kraft erst, wenn sie in eine emotionale Erzählung verpackt werden.

Praktische Tipps für deine perfekte „Über mich"-Seite

Verwende die Vier-Schritte-Formel als Leitfaden

Schreib dir die vier Fragen auf ein Blatt Papier und beantworte sie ehrlich:

  • Wer bin ich?
  • Warum bin ich angetreten?
  • Was musste ich lernen?
  • Warum bin ich heute die richtige Person?

Erzähl deine Geschichte, nicht deinen Lebenslauf

Konzentrier dich auf die emotionalen Wendepunkte deiner Reise. Was hat dich geprägt? Was hat dich angetrieben? Was hast du überwunden?

Sei mutig mit persönlichen Details

Denk an die Vespa-Story: Ein kleines, persönliches Detail kann den Unterschied machen zwischen „noch einer von vielen" und „genau die Richtige".

Mach dich unvergesslich

Überlege dir: Was soll bei deinem Leser hängen bleiben, wenn er abends mit seinem Partner über dich spricht? Genau das muss in deine Story.

Nicht nur für die „Über mich"-Seite

Diese Storytelling-Struktur funktioniert überall: auf deiner Homepage, in Social-Media-Posts, in Bewerbungen, in Verkaufsgesprächen. Nutze sie konsequent.

Matthias Christian Bullmahn | psychologie, die verkauft - Über mich Seite die verkauft

Matthias Christian Bullmahn | psychologie, die verkauft - Über mich Seite die verkauft

Fazit: Deine Geschichte ist dein Wettbewerbsvorteil

Deine „Über mich"-Seite ist keine lästige Pflichtübung – sie ist deine Geheimwaffe. In einer Welt voller vergleichbarer Angebote ist deine Geschichte das Einzige, was wirklich einzigartig ist. Sie schafft Vertrauen, erzeugt Sympathie und gibt Menschen einen echten Grund, bei dir zu kaufen.

Also: Nimm dir die Zeit, deine Story richtig zu erzählen. Nutze die Vier-Schritte-Formel, sei mutig mit persönlichen Einblicken – und vergiss den Call-to-Action am Ende nicht. Denn die beste Geschichte bringt nichts, wenn dein Leser nicht weiß, was er als Nächstes tun soll.

Probier es heute selbst aus: Schnapp dir ein Blatt Papier, beantworte die vier Fragen – und schreib deine Geschichte. Du wirst überrascht sein, wie leicht es plötzlich geht.

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