So verwandelst du als Geschäftsführer Betriebsvermögen in Privatvermögen um
Wie GmbH-Geschäftsführer steuerfrei investieren
Du hast mit deiner GmbH etwas aufgebaut, aber ein Teil des Gewinns landet am Ende beim Finanzamt, statt für dich zu arbeiten? Vielen Gesellschafter-Geschäftsführern geht es so. Sie suchen nach Wegen, Betriebsvermögen in Privatvermögen zu überführen, und landen bei komplizierten Steuerkonstrukten, die von irgendwelchen Steuerexperten propagiert werden. Die kosten Zeit, Beratungshonorar und Nerven, und am Ende bleibt die Unsicherheit, ob sie einem bei einer Prüfung vom Finanzamt nicht doch wieder um die Ohren fliegen.
Dabei gibt es einen deutlich einfacheren Weg, den erstaunlich viele noch nicht nutzen: die betriebliche Altersversorgung für dich selbst. Als Gesellschafter-Geschäftsführer hast du eine Sonderposition, die du gezielt zu deinem Vorteil einsetzen kannst. In diesem Artikel erfährst du, wie das Prinzip funktioniert, welche Vorteile es bringt und worauf du achten solltest.
Warum deine Sonderposition so wertvoll ist
Das Grundprinzip
Deine Konstellation ist klar: Die GmbH gehört dir ganz oder zumindest zum großen Teil. Gleichzeitig bist du Geschäftsführer und hast einen Anstellungsvertrag mit deiner GmbH. Genau diese Doppelrolle kannst du positiv nutzen.
In Deutschland hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung. Als angestellter Geschäftsführer deiner eigenen GmbH kannst du dir diese Versorgung ebenfalls zusagen lassen. So steht es im § 3 Nr. 63 des Einkommensteuergesetzes (EStG).
Der entscheidende Unterschied zu deinen Mitarbeitern
Bei Mitarbeitern muss das Geld in der Regel mit Garantien abgesichert werden. Das schränkt die Anlage stark ein, denn ein Investment in Fonds oder ETFs ist dort nur begrenzt möglich. Bei dir als Gesellschafter-Geschäftsführer entfällt diese Einschränkung. Du bist freier in der Wahl der Anlage. Kannst also ein höheren "Risiko" wählen und somit mehr Rendite machen. So wie du es privat wahrscheinlich eh schon machst.
So funktioniert das Modell in der Praxis
Ansparphase: steuerfrei und von der GmbH bezahlt
Die 676 € monatlich zahlt die GmbH ein. Sie gelten dort als Betriebsausgabe und mindern damit den Gewinn. In der Ansparphase ist das Ganze steuerfrei. Du kannst das 20, 30 oder 40 Jahre lang machen, je nachdem, wie viel Zeit du bis zum Ruhestand noch hast.
Bei einer ETF-Anlage sind im Schnitt 6 bis 9 % Rendite pro Jahr realistisch. Wichtig: Das ist ein Durchschnittswert und keine Garantie. Der Zinseszinseffekt arbeitet aber über lange Zeiträume ordentlich für dich.
Auszahlphase: Du entscheidest später
Später kannst du dir das Kapital privat auszahlen lassen. Dann versteuerst du es mit deinem individuellen Steuersatz. Das Geld stammt aber komplett aus der GmbH und nicht aus deiner eigenen Tasche. Die Auszahlung kannst du flexibel gestalten:
- als einmalige Auszahlung
- als laufende Rente
- oder als Kombination aus den beiden ersten Varianten
Besonders spannend für privat Krankenversicherte
Bist du privat krankenversichert, kennst du die Sorge vor hohen Beiträgen im Alter. Mit diesem Modell kannst du das Geld später genau dafür nutzen. So lässt du deine späteren Kosten faktisch heute schon von deiner GmbH finanzieren.
Die Vorteile auf einen Blick
| Aspekt | Nutzen für dich |
|---|---|
| Finanzierung | komplett durch die GmbH |
| Steuer in der Ansparphase | Betriebsausgabe, steuerfrei |
| Anlage | z. B. in die gängigsten ETFs |
| Auszahlung | individuell wählbar |
| Versteuerung Auszahlung | weniger als 25% möglich |

betriebsvorsorge.de ist genau auf diese Konzepte spezialisiert und hilft dir gerne bei der Umsetzung.
Fazit: Gib dem Finanzamt nicht unnötig viel von deinem Geld
Geld, das du nicht nutzt, fließt sonst an das Finanzamt. Mit der betrieblichen Altersversorgung für Gesellschafter-Geschäftsführer hast du eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, jeden Monat 676 € aus der GmbH für dein Privatvermögen arbeiten zu lassen. Aufwendige Konstrukte brauchst du dafür nicht. Prüfe jetzt, ob dieses Modell zu deiner Situation passt, und lass dich dazu individuell beraten. Je früher du startest, desto länger wirkt der Zinseszins.
Wie viel kann die GmbH monatlich einzahlen?
Im beschriebenen Modell sind es 676 € pro Monat, die die GmbH als Betriebsausgabe absetzen kann.
Muss ich das Geld aus meinem Gehalt zahlen?
Nein. Die Einzahlungen trägt komplett die GmbH, dein Gehalt und dein Privatvermögen bleiben unberührt.
Wofür kann ich das Geld später nutzen?
Du kannst es dir einmalig oder als Rente auszahlen lassen, zum Beispiel um deine PKV-Beiträge im Alter zu bezahlen. Du kannst auch eine Mischung aus beiden machen. Das kann man später noch frei entscheiden.
Ist das Modell für jeden Geschäftsführer geeignet?
Nicht automatisch. Du musst Gesellschafter und Geschäftsführer sein, und die Details sind individuell zu prüfen.