Top Betriebsklima für Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung – so geht’s!
Im Team von GET Geier Elektrotechnik GmbH aus Geisenbrunn herrscht ein Top-Betriebsklima
Top Betriebsklima für Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung – so geht’s!
Viele Unternehmer haben lange geglaubt, dass für die Motivation der Mitarbeiter allein ein guter Lohn ausreicht. Wer in der heutigen Zeit an dieser Annahme festhält, wird es nicht schaffen die Belegschaft langfristig zu motivieren und zu halten. Der mit Abstand größte und wichtigste Faktor für die Motivation der Mitarbeiter ist nämlich etwas ganz anders. Und zwar ein gutes Betriebsklima. Das entsteht aber nicht von allein. Was du als Chef tun kannst, um ein Top-Betriebsklima zu schaffen, um deine Mitarbeiter wirklich zu motivieren und langfristig zu binden erfährst du hier.

Im Team von GET Geier Elektrotechnik GmbH aus Geisenbrunn herrscht ein Top-Betriebsklima
Fakten-Check: Betriebsklima ist wichtiger als nur der Lohn
Oft ist es so, dass Geld nicht motiviert, sondern demotiviert, wenn der Lohn nicht passt. Insofern die grundlegenden Lebenshaltungskosten gedeckt sind und dein Mitarbeiter einen guten Lebensstandard hat, ist zusätzlicher Lohn allein widererwarten kein langfristiger Motivator. Wenn es nämlich wirklich so wäre, dass Mitarbeiter vorrangig oder ausschließlich auf das Geld schauen, dann gäbe es vermutlich kaum mehr Menschen, die im Handwerker arbeiten, da alle in die Industrie abwandern würden.
Das Betriebsklima ist der Motivationsfaktor Nummer 1 im Elektrohandwerk. Das geht aus den zahlreichen Umfragen der Unternehmensberatung Heckner, die in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit der Zeitschrift » de« durchgeführt werden klar hervor. In unseren repräsentativen Umfragen werden die Antworten von tausenden Mitarbeitern aus dem Elektrohandwerk ausgewertet.

Betriebsklima als Motivationsfaktor: Ein Teil des Teams der Unternehmensberatung Heckner im Austausch während eines Team-Meetings
Ist es den Mitarbeitern egal, was der Lohn ist?
Natürlich ist das Geld wichtig. Es hat allerdings in der wahrgenommenen Wichtigkeit bei den Arbeitnehmern in den letzten 20 Jahren, laut Umfragen, abgenommen. Gründe dafür sind vielschichtig, sicherlich aber auch daran zu suchen, dass jüngere Generationen heute mit mehr Wohlstand aufwachsen als früher. Auch kann man mutmaßen, dass in der Erziehung das Thema Leistungsdruck vom Elternhaus nicht mehr in dem Maße weitergegeben wird, wie früher.
Viele Mitarbeiter geben auch an, dass für sie Work-Life-Balance wichtiger ist, als rein mehr Geld zu verdienen. Flexible Arbeitszeiten, 4-Tage-Woche, Sabbaticals oder ähnliches sind alles Themen, die vor 5 Jahren im Handwerk eher eine Seltenheit waren, und heute aber regelmäßig diskutiert werden. Wer weniger arbeiten möchte für gleiches Geld, fordert damit indirekt eine Lohnerhöhung.
Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Geld, ist Mitarbeiter sehr wohl eine deutliche Motivation verspüren für besondere Leistungen auch eine besondere Vergütung zu erhalten. So ist, der Faktor „Leistungsorientiere Entlohnung“ ein deutlich wichtiger Motivationsfaktoren in den Umfragen wie einfach nur „mehr Lohn“.
Du als Chef bist verantwortlich für das Betriebsklima
Wenn es um ein gutes Betriebsklima geht, dann steht und fällt alles mit dem Unternehmer, der wichtigsten Person im Unternehmen. Was der Chef ausstrahlt, und wie motiviert er selbst ist, beeinflusst das Betriebsklima am meisten. Wenn du dich morgens lustlos in die Firma schleppst und dir denkst, „warum tue ich mir das überhaupt an“, dann wird dein Team das spüren, selbst wenn du das nie verbalisierst.
Nicht nur das was du als Chef sagst und tust, sondern auch gerade das, was du als Chef NICHT sagst und NICHT tust, wird von den Mitarbeitern beobachtet. Du stehst viel stärker unter der Beobachtung deiner Mitarbeiter, als du denkst.
Wir arbeiten mit unseren Kunden regelmäßig an ihrer inneren Haltung, dem „Mindset“. Denn das Wohlbefinden des Chefs hängt nicht nur von der Erreichung verschiedener Ziele ab, sondern auch von der Haltung und der Sichtweise der aktuellen Situation. Wer sich zu viel damit beschäftigt, was alles nicht rund läuft, wird schnell eine Negativität entwickeln, die andere spüren können.
Wir sagen nicht, dass man Probleme ignorieren sollte, nur, dass eine gesunde Balance zwischen Dankbarkeit, für die Dinge die gut laufen, und Motivation die anderen Faktoren zu verbessern, zu deutlich mehr Zufriedenheit führt. Wir setzen dies mit Chefs und Führungskräften anhand intensiver 1:1 Coachings durch. Oft stellt sich schon eine deutliche Verbesserung in der Motivation und Zufriedenheit innerhalb der ersten Wochen ein – und das spüren die Mitarbeiter!
Achtung: So beeinflussen sich Mitarbeiter gegenseitig
Aber es ist nicht der Chef alleine, der das Betriebsklima beeinflusst. Auch die Mitarbeiter untereinander haben einen spürbaren Einfluss aufeinander.
Lass uns mal folgende Fragen betrachten:
- Wie verstehen sich die Mitarbeiter untereinander?
- Ist ihr Verhältnis freundschaftlich oder gibt es Reibereien?
- Kommuniziert man offen und geht konstruktiv mit Fehlern um?
- Unterstützen sich die Mitarbeiter gegenseitig oder macht jeder sein eigenes Ding nach dem Motto: „Nach mir die Sintflut“?
- Sind die Kollegen untereinander ehrlich und vertrauen sie sich gegenseitig?
Je besser sich die Mitarbeiter untereinander verstehen, desto erfolgreicher können sie zusammenarbeiten. Wenn jemand im Team immer stänkert, sich nicht an Spielregeln hält, nicht verlässlich ist und die anderen dadurch zurückhält, beeinflusst dies natürlich die Motivation und das Betriebsklima negativ. Dann entsteht schnell der Eindruck: „Wenn der sich hier so aufführen kann, warum soll ich mich dann besonders anstrengen?“
Der Chef kann solche Situation mittelbar beeinflussen. Du als Inhaber oder Führungskraft entscheidest, wen du einstellst, wie du mit jemandem umgehst, der sich nicht an die Spielregeln hält, und ob du Fehlverhalten ansprichst oder stattdessen die Konfrontation scheust und es stillschweigend akzeptierst. Du bestimmst außerdem, wie du die Teamzusammensetzung für einzelne Baustellen gestaltest. Wenn es beispielsweise bekannt ist, dass zwei Kollegen miteinander nicht so gut können, kann man bewusste Trennung vornehmen.
Regelmäßige Teambesprechungen führen dabei auch zu weiterer Konsequenz. Wenn der Chef Spielregeln, am besten mit der Fragestellung, regelmäßig anspricht, dann erkennen die Mitarbeiter, dass sie unter Beobachtung stehen und Spielregeln werden deutlich ernster genommen, wie wenn sie nur auf einem Zettel im Lager auf Punktgröße 8 zu lesen sind und dann nie wieder angesprochen werden. Weiterhin förderlich: Gemeinsame Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel ein Grillfest im Sommer, können den Teamgeist deines Personals zusätzlich fördern.

Laura und Michael Lubojanski, von Elektro Köhl GmbH aus Heusenstamm, bei der Planung des nächsten Einsatzes. Die Teamzusammensetzung ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Projektes.
Mitarbeiter-Motivation stärken: Die 3 wichtigsten Maßnahmen für ein gutes Betriebsklima
Ein gutes Betriebsklima entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme und auch nicht dadurch, dass du einmalig einen Mitarbeiter-Workshop durchführst. Wenn du die Mitarbeitermotivation im Elektrohandwerk langfristig stärken willst, braucht es ein Zusammenspiel aus mehreren Maßnahmen, die im Alltag deines Elektrobetriebs spürbar bleiben:
1. Regelmäßige Teambesprechungen einführen
Regelmäßige Teambesprechungen einzuführen, wird die Nachhaltigkeit der Maßnahmen und auch die Motivation fördern. In einem Teammeeting kannst du die Frage stellen: Wie sieht gut wirklich aus? Wie müssen wir beim Kunden auftreten, dass er Folgeaufträge erteilt? Wie müssen unsere Prozesse sein, dass alle Spaß an der Arbeit haben? Je mehr Fragen du stellst, desto stärker bringst du deine Mitarbeiter zum Nachdenken.
2. Gemeinsam Spielregeln im Team festlegen
Wenn du mit den Mitarbeitern gemeinsam Spielregeln festlegst, kannst du später viel einfacher sagen:
- "Was haben wir gemeinsam festgelegt?"
- "Was denkst du über Situation X?"
- "Wie kann ich dich dabei unterstützen, dass das funktioniert?" Nicht per Anschuldigung oder per: „Warum ist es noch nicht fertig?“
3. Lob und Anerkennung aussprechen
Eines der wichtigsten Instrumente, mit dem du die Motivation der Belegschaft förderst, heißt „Lob und Anerkennung“. Ein Lob muss aufrichtig sein, dann wirkt es wahrlich motivierend. Wer nur tadelt und nicht lobt, muss sich nicht wundern, wenn gedrückte Stimmung im Betrieb herrscht.
Falls du dir nun denkst: „Aber es gibt hier nichts zu loben“, dann hast du noch Arbeit an dir selbst zu bewältigen. Gehe tief in dich, denn es muss einen Grund geben, warum sie immer noch deine Mitarbeiter sind. Für viele Chefs ist es eine erhebliche Umstellung, Lob auszusprechen, da man das Gespräch aus Gewohnheit oft nur dann sucht, wenn etwas nicht passt.

Dominik Heckner beim Mitarbeiter Workshop bei der Firma Tebbens Haustechnik GmbH in Emden
Fazit: Wie du ein top Betriebsklima in deinem Elektrobetrieb erreichst
Ein top Betriebsklima in deinem Elektrobetrieb entsteht nicht durch eine einzige Maßnahme. Geld beispielsweise motiviert, schafft aber keine echte Bindung ans Unternehmen. Der mit Abstand größte und wichtigste Hebel für die Motivation der Mitarbeiter ist ein gutes Betriebsklima, und dieses wird allen voran vom Chef und der Zusammenarbeit im Team beeinflusst.
Häufige Fragen zum Betriebsklima im Elektrobetrieb
Warum ist das Betriebsklima im Elektrobetrieb wichtiger als der Lohn?
Geld kann motivieren, aber der wichtigste Motivationsfaktor im Elektrohandwerk ist nicht „mehr Geld“, sondern neben der Leistungsgerechten Entlohnung ein gutes Betriebsklima, an Stelle Nummer 1. Dies belegen die Ergebnisse aus zahlreichen Umfragen der Unternehmensberatung Heckner, die in regelmäßigen Abständen, und das schon seit vielen Jahren, gemeinsam mit der Zeitschrift »de« durchgeführt werden und in denen die Antworten von tausenden Mitarbeitern aus dem Elektrohandwerk ausgewertet wurden.
Welche Rolle spielt der Chef im Elektrohandwerk für das Betriebsklima?
Der Chef und vor allem sein Verhalten sind entscheidend über das Betriebsklima. Du stehst als Unternehmer viel strenger unter Beobachtung, als du vielleicht denkst. Alles, was du sagst und tust, aber auch, was du nicht sagst und nicht tust, wird von den Mitarbeitern beobachtet. Wer andere motivieren will, muss selbst motiviert sein und das beginnt mit der inneren Haltung, also dem Mindset
Wie kann ein Elektrounternehmer die Mitarbeitermotivation im Elektrobetrieb stärken?
Ein Elektrounternehmer kann die Mitarbeitermotivation stärken, indem er regelmäßige Teambesprechungen einführt, gemeinsam mit den Mitarbeitern Spielregeln festlegt und Lob und Anerkennung ausspricht. Wichtig ist außerdem, konsequent und gerecht zu sein, wenn jemand das Betriebsklima negativ beeinflusst. Auch das wird von den Mitarbeitern beobachtet und bewertet.
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