Die besten Aktien finden: So geht Aktienscreening richtig

Das Aktienscreening ist ein wichtiger Baustein Deines Tradings

Das Aktienscreening ist ein wichtiger Baustein Deines Tradings

Eines der wichtigsten Teile unseres 360°-Trader-Mentorings ist definitiv das Aktienscreening. Und der richtige Screeningprozess macht oft den Unterschied zwischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Tradern aus.

Aber was bedeutet Aktienscreening überhaupt und wie gehst Du da am Besten vor, um die erfolgversprechendsten Aktien zu finden?

Diese Fragen möchte ich Dir heute in meinem neusten Blogbeitrag beantworten.

Einführung in das Aktienscreening

Aber fangen wir erstmal damit an, was Aktienscreening ist und was es bedeutet.

Aktienscreening bezieht sich auf den Prozess der Identifizierung von Aktien anhand ihrer Kursmuster und technischen Indikatoren. Charttechniker nutzen verschiedene Werkzeuge und Methoden, wie Trendlinien, Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, gleitende Durchschnitte und technische Indikatoren (z. B. RSI, MACD), um Aktien zu filtern, die bestimmte charttechnische Kriterien erfüllen. Ziel ist es, Aktien zu finden, die eine potenzielle Kauf- oder Verkaufsmöglichkeit darstellen, basierend auf historischen Kursbewegungen und technischen Analysen.

Wir bei Lüddemann Investments konzentrieren uns nur auf die Aktienmärkte und nicht auf den Forex-oder Rohstoffmarkt. Dazu screenen wir als erstes die Indizes, um dann im nächsten Schritt im stärksten Index die besten Aktien für unser Trading herauszufiltern. Diesen Screeningprozess absolvieren wir zwei Mal in der Woche.

Der Prozess des Aktienscreenings

Dabei konzentrieren wir uns auf die drei Indizes NASDAQ 100, S&P 500 und DAX 40. Das sind sehr große und wichtige deutsche und US-amerikanische Indizes, deren Handelszeiten gut in unseren Tagesablauf passen. Bei den asiatischen Indizes sieht das beispielweise anders aus, deren Handelszeiten liegen für uns oftmals mitten in der Nacht. Da wir nicht außerhalb der Handelszeiten handeln wollen, haben wir uns für die drei oben genannten Indizes entschieden.

Diese vergleichen wir ganz genau miteinander: Welcher der drei hat in den letzten Tagen die beste Performance vorzuweisen, welcher Index hat die geringere Distanz zum Allzeithoch, welcher Index liegt weiter entfernt von der 200-Tage-Linie, bei welchem Index ist es wahrscheinlicher, dass es zu einer Trendunterbrechung kommt usw. Dabei sind in unserem Screening Daten von Unternehmen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) etc. nicht von Bedeutung. Wir konzentrieren uns rein auf das, was wir im Chart sehen können.

Hierbei hilft uns unser 6-Phasen-Modell, bei dem klar definiert ist, in welcher Phase ein Index gerade ist. Wir handeln nur, wenn sich ein Index in der richtigen Phase befindet. So können wir sehr schnell erkennen, wo wir handeln möchten und wo nicht.

Im Anschluss sehen wir uns alle Aktien aus dem besten Index an und wählen die trendstärksten Aktien aus. Auch hier nehmen wir unser 6-Phasen-Modell zur Hilfe und analysieren die Charts nach den gleichen Kriterien wie die Indizes. Gerade am Anfang kann dieser Prozess natürlich etwas länger dauern, aber je mehr Routine man hat, desto einfacher fällt einem die Auswahl der richtigen Aktien. Mit einer gewissen Erfahrung sieht man schon auf den ersten Blick, ob eine Aktie in die engere Auswahl für das eigene Depot kommt oder nicht.

Natürlich könnte man für diesen Prozess auch einen vorinstallierten Aktien-Screener nutzen, aber ich bin der Meinung, dass man zumindest verstehen sollte, wie gute Aktien aussehen im Vergleich zu den schlechten, bevor man alles in die Hände der Technik gibt.

Das Aktienscreening ist eines der wichtigsten Werkzeuge erfolgreichen Tradings

Das Aktienscreening ist eines der wichtigsten Werkzeuge erfolgreichen Tradings

Wenn alles passt: Ab auf die Watchlist!

Wenn alle Kriterien erfüllt sind, wenn Trend und 6-Phasenmodell gut aussehen, dann sollte man umgehend zugreifen … oder? Nein, das sollte man nicht. Erst einmal kommen die besten Aktien auf die Watchlist. Meine eigene ist meistens sehr limitiert und enthält wirklich nur die absoluten A-Aktien. Mehr als 10-15 Aktien stehen eigentlich nie auf meiner Watchlist.

Du solltest eine Aktie, die Du eben ausgewählt hast, also meistens nicht sofort handeln, denn was eine gute Aktie dann noch braucht, ist ein geeignetes Einstiegs-Setup. Das kann der "klassische" Weg über einen neu entstandenen P2, der Einstieg mittels des Trick des Traders, wo während einer Korrektur in den Trade eingestiegen wird, oder auch der Wechsel von Tag auf Stunde sein.

Welches dieser Szenarien sich wann für den Einstieg handelt und wie Du dann vorgehen willst, sollte ganz genau in Deinem Handelsplan festgelegt sein. Und von diesen Regeln solltest Du dann nicht aus emotionalen Gründen abweichen. Denn, wie ich immer wieder betone, Angst und Gier sind im Trading die schlechtesten Ratgeber. Um diese zu kontrollieren, helfen Dir Deine vorher festgelegten Regeln.

Das Aktienscreening sollte sehr gründlich gemacht werden

Das Aktienscreening sollte sehr gründlich gemacht werden

Warum ist Aktienscreening wichtig für Trader?

Viele Anleger sind von der Fülle an Aktien erschlagen und wissen häufig nicht, was sie handeln sollen. Das richtige Screenen der Märkte ist daher wichtig, um die besten Aktien für das eigen Handeln finden zu können und so seine Rendite deutlich zu steigern.

Denn 70-80 % der Trader sind leider nicht erfolgreich und das liegt häufig daran, dass die falschen Aktien gekauft werden und das ganze ohne einen Plan gehandelt wird. In einen sogenannten Handelsplan gehören alle Regeln für das richtige Screening sowie auch alle Einstiegs- und Ausstiegs-Setups.

Aber viele Trader agieren vollkommen kopflos und haben dadurch meistens nur Glückstreffer, mit denen sie einen Gewinn erzielt haben. So lassen sich natürlich nicht wirklich dauerhaft starke Renditen erzielen. Dafür benötigt man eben doch Regeln und vernünftige Handels-Setups.

Wenn schon das Aktienscreening auf einer falschen Analyse beruht, werden häufig die falschen Schlussfolgerungen angenommen, so dass nicht die richtigen Werte auf der Watchlist landen.

Fazit: Vermeide die häufigsten Fehler und handle erfolgreich

Für mich ist das Aktienscreening einer der zentralen Bausteine meines Tradings. Und wenn Du die wichtigsten Regeln einhältst, steht einer erfolgreichen Trading-Karriere eigentlich nichts mehr im Weg.

Dabei solltest Du Dich rein auf Aktien konzentrieren und nicht versuchen, Rohstoffe oder Devisen zu handeln. Denn Aktienmärkte sind in der Regel deutlich einfacher zu handeln. Außerdem ist es wichtig bei der Analyse der Indizes und einzelnen Aktien ganz genau vorzugehen und Dich strikt an Deinen Handelsplan zu halten.

Wenn Du dann noch das richtige Handels-Setup auswählst und immer auch Dein Risk- and Moneymanagement inklusive Stop-Loss und Chance-Risiko-Verhältnis im Blick hast, sind die ersten Schritte für Deinen Erfolg im Trading schon gegangen.

Falls Du Einblick in meine Watchlist erhalten möchtest, kannst Du Dir auch meinen Screeningdienst buchen. Hier analysieren wir die einzelnen Märkte und veröffentlichen wöchentlich meine Watchlist.

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