Gold als Cashflow-Quelle: Mit Optionen 1% pro Monat verdienen

Ein Mann zeigt auf ein Geldautomaten-Modell, das Geldscheine ausgibt, passend zum Thema Gold als Cashflow-Quelle.

Gold als Cashflow-Quelle: Mit Optionen 1% pro Monat verdienen

Gold ist derzeit in aller Munde. Die Prognosen reichen von 5.000 bis hin zu 15.000 Dollar je Unze, und viele Privatanleger fragen sich, wie sie am besten von diesem Trend profitieren können. Doch die wenigsten wissen, dass der klassische Weg über physisches Gold zwar steuerliche Vorteile bietet, aber einen entscheidenden Haken hat: Es gibt keinen Cashflow. Das Geld liegt einfach nur da und wartet darauf, dass der Preis steigt.

Jens Rabe, Experte für Optionsstrategien und regelmässiges Einkommen an der Börse, zeigt in seiner Analyse, dass es deutlich klügere Wege gibt, Gold in ein ertragreiches Investment zu verwandeln.

Wer versteht, warum Gold steigt und welche Instrumente dabei zur Verfügung stehen, kann aus einer passiven Halteposition ein aktives Cashflow-Business machen, ohne dabei zwingend mehr Risiko einzugehen.

Du erfährst:                                                                                                                                          → Warum der Goldpreis bis 1971 stabil blieb und danach explodierte                                          → Welche zwei Faktoren Du zwingend im Auge behalten musst, wenn Du in Gold investierst → Warum der reine Erhalt der Kaufkraft für die meisten Privatanleger zu wenig ist                    → Wie Du mit Cash Secured Puts regelmäßigen Cashflow auf Gold generierst                          → Warum diese Optionsstrategie selbst bei seitwärts laufenden Kursen funktioniert                → Wie Du ein realistisches Ziel von 4% bis 6% Zusatzrendite im Jahr erreichst

Ein Goldbarren auf einem Bericht, der Gold als Cashflow-Quelle zeigt.

(Ki generiert) Gold als Anlage: Kaufkraftschutz allein reicht nicht aus.

Warum steigt Gold überhaupt?

Um Gold richtig zu handeln, muss man zunächst verstehen, was seinen Preis treibt. Ein Blick auf einen fast 200 Jahre alten Chart zeigt: Gold bewegte sich über Jahrzehnte kaum. Erst 1971 änderte sich das grundlegend, als US-Präsident Nixon das Bretton-Woods-Abkommen aufkündigte. Seitdem ist Gold nicht mehr an den Dollar gebunden, und der Preis explodierte von knapp 35 Dollar auf heute über 4.400 Dollar je Unze.

Zwei Faktoren bestimmen den Goldpreis seither am stärksten:

  • Inflation: Steigt die Inflationsrate, steigt in der Regel auch Gold. Fällt die Inflation über lange Zeiträume, fällt auch Gold, wie die Phase von 1980 bis 2001 eindrücklich beweist.
  • US-Dollar: Ein schwächerer Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Ein starker Dollar drückt Gold tendenziell nach unten.

Derzeit fallen Dollar-Schwäche und anhaltende Inflationssorgen zusammen, was den aktuellen Goldaufschwung erklärt. Wer jedoch langfristig in Gold investiert, sollte diese beiden Indikatoren stets im Auge behalten.

Das Problem mit physischem Gold

Physisches Gold ist in Deutschland nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei, was es auf den ersten Blick attraktiv macht. Doch der entscheidende Nachteil liegt auf der Hand: Es gibt keinen Cashflow. Wer Gold kauft und hält, schützt zwar seine Kaufkraft, verdient aber keinen einzigen Euro zusätzlich. Das macht Sinn für Family Offices oder Staaten, die riesige Vermögen absichern müssen. Für jemanden, der sein Geld aktiv wachsen lassen möchte, greift diese Strategie jedoch zu kurz.

Kaufkraft erhalten macht nur Sinn für diejenigen, die bereits Kaufkraft haben. Wer dagegen möchte, dass sein Kapital deutlich wächst, braucht eine andere Herangehensweise.

Trader analysiert Gold Cashflow Strategie an mehreren Monitoren.

(KI generiert) Cash Secured Puts auf Gold-ETFs: Cashflow systematisch generieren.

Swing Trading mit Gold-ETFs: Chancen und Grenzen

Eine Möglichkeit besteht im aktiven Handel mit Gold-ETFs oder ETNs, um die natürlichen Kursschwankungen des Edelmetalls auszunutzen. Gold schwankt regelmäßig erheblich, Rückgänge von 20 bis 60 Prozent sind historisch keine Seltenheit. Wer die Hochs und Tiefs geschickt handelt, kann daraus Cashflow generieren.

Das Problem: Diese Strategie erfordert viel Zeit und tägliche Aufmerksamkeit. Wer den Markt nicht konsequent verfolgen kann, wird es schwer haben, konsistente Gewinne zu erzielen. Für Berufstätige oder Menschen mit wenig Freizeit ist Swing Trading deshalb oft keine realistische Option.

Die smarte Alternative: Cash Secured Puts auf Gold-ETFs

Hier kommt die Strategie ins Spiel, die Jens Rabe besonders empfiehlt: das Verkaufen von sogenannten Cash Secured Puts auf börsengelistete Gold-ETFs wie den GLD, den weltgroessten Gold-ETF.

So funktioniert es:

  • Man verkauft monatlich eine Put-Option auf den GLD, typischerweise mit einem Ausübungspreis rund 10 Prozent unterhalb des aktuellen Kurses.
  • Die Laufzeit beträgt etwa 4 bis 5 Wochen.
  • Dafür erhält man sofort eine Prämie, beispielsweise 100 bis 200 Dollar je Kontrakt.
  • Fällt Gold nicht um 10 Prozent innerhalb dieser Zeit, läuft die Option wertlos aus und man behält die Prämie als reinen Gewinn.
  • Fällt Gold doch so stark, kauft man den ETF 10 Prozent günstiger als aktuell und hat noch immer die Prämie erhalten.

Das Ergebnis: Man verdient Geld, egal ob Gold seitwärts läuft, leicht steigt oder moderat fällt. Eine Art künstliche Dividende auf ein Edelmetall, das normalerweise keinen Ertrag abwirft.

Logo von Jens Rabe, Experten für Gold Cashflow Strategien.

Gewinnen erfordert beginnen!

Realistische Renditeerwartung: Was ist möglich?

Jens Rabe rechnet offen vor: Wer 1 Prozent pro Monat anvisiert, erreicht das nicht in jedem Monat. Gelingt die Strategie in 50 Prozent der Fälle, ergibt das etwa 6 Prozent im Jahr. Wer 100.000 Euro in Gold angelegt hat und zusätzlich 6.000 Euro durch Optionsprämien einnimmt, zahlt nach Abzug von 25 Prozent Steuer noch immer mehr als 4.000 Euro netto extra.

Vergleich dazu: Der reine Gold-Halter erzielt in diesem Jahr null Cashflow. Die Differenz ist erheblich.

Fazit: Buy, Hold und kassiere Cash

Physisches Gold mag steuerlich attraktiv klingen, doch wer ernsthaft von der Goldpreisentwicklung profitieren möchte, sollte über die reine Halteposition hinausdenken. Die Kombination aus Gold-Investment und dem systematischen Verkauf von Cash Secured Puts verwandelt eine passive Anlage in eine aktive Cashflow-Strategie.

Mit realistischen 4 bis 6 Prozent Zusatzrendite im Jahr macht man aus einer klassischen Buy-and-Hold-Strategie ein Buy, Hold und kassiere Cash-Konzept. Wer bereit ist, ein wenig Zeit in den Optionshandel zu investieren, findet hier einen der klügsten Wege, um Gold als Einkommensquelle zu nutzen.

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