Lohnt es sich 2026 noch, in Gold zu investieren? Eine ehrliche Einordnung
Lohnt es sich 2026 noch, in Gold zu investieren? Eine ehrliche Einordnung
Am 20. Mai 2026 erschien die 20. Jubiläumsausgabe des „In Gold We Trust Reports“, die wohl meistbeachtete Goldstudie weltweit.
Der Report wird von institutionellen Investoren, Family Offices und Vermögensverwaltern weltweit gelesen und gilt deshalb als einer der wichtigsten Stimmungs- und Trendindikatoren des Goldmarktes.
Sie zeigt auf: 2025 stieg der Goldpreis um 64,4 Prozent, die stärkste Jahresperformance seit 1979. Im Januar 2026 erreichte Gold ein Allzeithoch von 5.595 US-Dollar je Unze.
Doch dann kam die Iran-Krise und mit ihr ein Monatsverlust von 611 Dollar, ein Minus von 27 Prozent vom Höchststand. Viele Anlegerinnen und Anleger sind verunsichert: Bin ich zu spät dran? Ist der Zug abgefahren, oder war das nur eine Korrektur im laufenden Zyklus?

Goldpreisentwicklung 2025/2026: Rekordjahr, Allzeithoch im Januar, Korrektur im März
Ich bin Nadine Rajner. Seit über 18 Jahren kaufe und verkaufe ich in unserem Familienunternehmen NMD Metalpowders hochwertige Metallpulver im internationalen Rohstoffhandel. Daher betrachte ich Edelmetalle nicht als reines Finanzprodukt, sondern als unverzichtbaren physischen Rohstoff.
Seit mehr als 20 Jahren versorgt unser Unternehmen die Industrie weltweit mit hochwertigen Metallen und lange sprach dabei kaum jemand über Edelmetalle als Vermögensbaustein.
Heute erlebe ich das Gegenteil: Immer mehr Unternehmer fragen nicht mehr nach Rendite, sondern nach Sicherheit, Transparenz und Eigentum.
Was aktuell für Gold spricht
Zuerst die Nachfrageseite, denn die hat sich strukturell verändert. Laut dem aktuellen „In Gold We Trust Report“ kauften Notenbanken 2025 weltweit 863 Tonnen Gold, das vierte Jahr in Folge mit Käufen über 850 Tonnen.
Damit absorbieren sie allein knapp ein Viertel der jährlichen Minenproduktion von 3.672 Tonnen. Diese Käufe erfolgen aus strategischen Gründen: Unabhängigkeit vom US-Dollar, Sanktionsresistenz und Diversifikation.
Gleichzeitig erreichte die Nachfrage nach physischen Barren und Münzen mit 1.374 Tonnen den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt. Und das bei einem bemerkenswerten Detail: Privat gehaltenes Gold macht nur rund 2,7 Prozent des globalen Finanzvermögens aus, 1980 waren es noch 8,3 Prozent.
Trotz Rekordpreisen ist Gold in den meisten Portfolios kaum vertreten. Der Report zeigt: 72 Prozent der Family Offices weltweit haben gar kein Gold-Engagement.

Privat gehaltenes Gold macht nur 2,7 Prozent des globalen Finanzvermögens aus, 1980 waren es 8,3 Prozent.
Die strukturellen Treiber bleiben bestehen: Hohe Staatsverschuldung, Vertrauensverlust ins Geldsystem, geopolitische Fragmentierung.
Gold reagiert darauf nicht als Spekulationsobjekt, sondern als systemunabhängiger Sicherheitsbaustein: Ohne Gegenparteirisiko, ohne Bilanz, die implodieren kann, ohne Management, das Fehler machen kann.
Die ehrliche Gegenseite: Was gegen den Einstieg sprechen kann
Jetzt kommt die andere Seite der Medaille und die musst du genauso kennen, bevor du auch nur einen Euro investierst.
Gold zahlt keine Zinsen und keine Dividende. Die Rendite entsteht ausschließlich über den Preis. Und dieser Preis schwankt erheblich. Der März 2026 ist kein theoretisches Risiko, sondern ein reales Beispiel: Ein Minus von 27 Prozent innerhalb eines Monats.
Der „In Gold We Trust-Report“ ordnet ein: Vergleichbare Rücksetzer gab es im Oktober 2008 (minus 29 Prozent, Finanzkrise) und im März 2020 (minus 12 Prozent, Corona). Beide markierten rückblickend nicht das Ende, sondern Zwischenstationen des jeweiligen Goldzyklus, weil Gold in akuten Stressphasen wegen seiner hohen Liquidität verkauft wird, um andernorts Löcher zu stopfen.
„Korrekturen von 20 bis 30 Prozent waren in früheren Gold-Bullenmärkten nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Wer in den nächsten Jahren auf das Geld angewiesen ist oder bei einem Buchverlust von einem Viertel nervös verkauft, sollte nicht oder nur mit einem kleinen Betrag investieren.“
Nadine Rajner, Finanz- und Metallspezialistin mit über 18 Jahren Erfahrung im internationalen Rohstoffhandel
Und noch etwas: Niemand kann den optimalen Einstiegszeitpunkt vorhersagen, auch ich nicht. Wer heute am Allzeithoch kauft, muss damit leben können, dass der Preis nächste Woche tiefer stehen könnte.
Die Frage ist nicht „Gold ja oder nein“, sondern „welche Rolle, welcher Anteil im Portfolio und was für ein Anlagehorizont.“ Gold ist kein Renditeturbo, sondern ein Sicherheitsbaustein für Werterhalt und Unabhängigkeit. Es gehört als Beimischung neben Aktien, ETFs und Immobilien ins Portfolio, aber nicht als Ersatz dafür.
In physisches Gold investieren: Warum die Form entscheidend ist
Wenn du dich für Gold entscheidest, ist die nächste Frage: In welcher Form?
Viele Anleger denken zuerst an Gold-ETFs bzw. ETCs, die bequem über das Depot gekauft werden können. Der entscheidende Unterschied: Bei physischem Gold bist du zu 100 Prozent Eigentümer des Metalls. Börsengehandelte Goldprodukte bieten dagegen meist einen Anspruch auf die Goldpreisentwicklung oder auf hinterlegte Goldbestände.
Du besitzt in diesem Fall nicht das Gold, sondern nur einen Anspruch auf das Gold, oder auf dessen Gegenwert. Das bedeutet: Gegenparteirisiko. Wenn der Emittent in Schieflage gerät, hast du ein Problem.
Genau das zeigt sich in Krisenzeiten: Im März 2026 verzeichneten Gold-ETFs laut World Gold Council die größten monatlichen Abflüsse seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Abverkauf konzentrierte sich auf westliche Anleger, die prozyklisch verkauften, während asiatische Käufer die Preisrückgänge zum Aufbau nutzten.

Physisches Gold vs. Gold-ETF: Reales Eigentum ohne Gegenparteirisiko oder Forderung gegen einen Emittenten
Der „In Gold We Trust Report“ unterscheidet zwischen „Sicherheitsgold“ und „Performance-Gold“: Sicherheitsgold ist der strategische physische Kernbestand, der unabhängig vom Marktgeschehen langfristig gehalten wird. Performance-Gold sind taktische Positionen wie Minenaktien oder Silber, die aktiv gemanagt werden müssen.
„Physisches Gold bedeutet: Reales Eigentum, du trägst nur das Preisrisiko des Rohstoffs, aber kein Gegenparteirisiko. Das ist ein wichtiger Unterschied und genau deshalb setze ich auf physisch.“
Nadine Rajner, Finanz- und Metallspezialistin mit über 18 Jahren Erfahrung im internationalen Rohstoffhandel
Monatlich in Gold investieren: Der Sparplan-Weg
Das größte Hindernis für viele ist die Frage: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Steige ich am Hoch ein?
Die ehrliche Antwort: Du wirst den perfekten Zeitpunkt nie erwischen. Aber es gibt eine bewährte Strategie, um genau dieses Problem zu entschärfen: den Durchschnittskosteneffekt.
Wer monatlich in Gold investiert, glättet den Einstiegskurs über die Zeit. Kaufst du jeden Monat für denselben Betrag, bekommst du bei hohen Preisen automatisch weniger Gramm, bei niedrigen mehr. Langfristig mittelt sich dein Einstiegspreis, unabhängig von kurzfristigen Schwankungen.
Das Prinzip kennst du vielleicht von ETF-Sparplänen. Nur dass es hier nicht um Aktien oder Anleihen geht, sondern um physisches Metall, das dir gehört. Sparpläne sind auch bei physischem Gold möglich und sie sind genau die richtige Antwort auf die Timing-Frage.
Wie der physische Einstieg konkret funktioniert
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, physische Metalle außerhalb des klassischen Bankensystems zu lagern, zum Beispiel in spezialisierten Hochsicherheitslagern in der Schweiz. Genau diesen Weg nutzen viele meiner Kunden:
Der Einkauf läuft über den Standort Liechtenstein, die Metalle werden 24/7 überwacht und versichert verwahrt, und jedes Gramm wird über die Blockchain fälschungssicher als Einlagerungsnachweis dokumentiert.
Es handelt sich um echtes physisches Eigentum, also keine ETCs, Futures oder Inhaberschuldverschreibungen. Du hast digitalen Zugang zu deinem Depot, kannst jederzeit verkaufen, oder dir die Metalle physisch ausliefern lassen. Der Verkauf erfolgt zurück an die Industrie über unsere langjährige B2B-Anbindung.

Sicherheitsgold vs. Performance-Gold: Zwei verschiedene Arten, Gold zu halten.
Wenn du wissen möchtest, wie dieses Setup konkret für deine Situation aussehen könnte, lass es uns gerne in einem kostenlosen Erstgespräch gemeinsam herausfinden:
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Mehrwertsteuer: Was du wissen musst
Bei Gold gibt es einen wichtigen Unterschied zu vielen anderen Metallen: Anlagegold in Form von Barren und gängigen Anlagemünzen ist in Deutschland von der Mehrwertsteuer befreit.
Das macht Gold für viele Anleger besonders interessant, weil der gesamte Investitionsbetrag ins Edelmetall fließt und nicht noch Mehrwertsteuer hinzukommt.
Ab welchem Betrag macht es Sinn?
Sinnvolle Einmalinvestments in physische Metalle beginnen im Markt ab etwa 15.000 Euro, diese Größenordnung erlaubt eine vernünftige Streuung über mehrere Metalle. Sparpläne sind bereits mit kleineren monatlichen Beträgen möglich, vergleichbar mit ETF-Sparplänen.
Wichtig für Unternehmerinnen und Selbstständige
Auch wenn du Unternehmerin oder Selbstständige bist: Investiert wird steuerlich immer als Privatperson. Die Metalle gehören dir persönlich, nicht deiner GmbH oder deinem Betrieb. Das ist wichtig für die steuerliche Behandlung, dazu gleich mehr.
Steuerliche Behandlung: Was du wissen solltest
Werden die Metalle privat gehalten (nicht über eine GmbH oder ein Unternehmen) und mindestens 12 Monate gelagert, kann der spätere Verkauf nach § 23 EStG in Deutschland als privates Veräußerungsgeschäft steuerfrei sein.
Wichtig: Das ist kein Steuersparmodell, sondern eine steuerliche Einordnung von privaten Wertsteigerungen bei langfristigem Halten. Die tatsächliche Besteuerung hängt von deinen persönlichen Verhältnissen ab und kann sich ändern. Für eine verbindliche Auskunft solltest du deine Steuerberaterin oder deinen Steuerberater konsultieren.
FAQ: Die fünf häufigsten Fragen von Anlegerinnen und Anlegern zum Thema Gold 2026
Lohnt es sich jetzt noch, Gold zu kaufen?
Die ehrliche Antwort: Den optimalen Einstiegszeitpunkt vorherzusagen, ist unmöglich. Weder ich noch irgendein Analyst kann dir sagen, ob Gold nächste Woche höher oder tiefer steht. Entscheidend sind zwei Dinge: Deine Haltedauer und dein Anteil im Portfolio. Wenn du Gold als langfristigen Baustein für Werterhalt und Unabhängigkeit verstehst, nicht als schnellen Gewinn und eine Gewichtung wählst, bei der du auch 20 bis 30 Prozent Schwankung aushalten kannst, dann ist die Frage nach dem Timing zweitrangig. Ein Sparplan entschärft das Timing-Problem zusätzlich, weil du über Monate oder Jahre verteilt einkaufst und damit den Durchschnittskosteneffekt nutzt.
Ist ein Gold-ETF sinnvoll oder besser physisches Gold?
Kommt darauf an, was du erreichen willst. Ein Gold-ETF oder ETC ist bequem, liquide und über dein Depot handelbar – aber rechtlich eine Inhaberschuldverschreibung oder Forderung. Du besitzt nicht das Gold, sondern einen Anspruch darauf. Das bedeutet: Gegenparteirisiko. Im März 2026 haben Gold-ETFs die größten monatlichen Abflüsse seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet – westliche Anleger haben prozyklisch verkauft, während asiatische Käufer physisch aufstockten. Wenn du Gold als systemunabhängigen Wertspeicher suchst, führt kein Weg an physischem Eigentum vorbei. Wenn du kurzfristig spekulieren willst, mag ein ETF passen – aber das ist nicht das, wofür ich stehe.
Wie viel Geld brauche ich, um in Gold zu investieren?
Für eine Einmalanlage beginnen sinnvolle Investments in physische Metalle im Markt ab etwa 15.000 Euro – diese Größenordnung erlaubt eine vernünftige Streuung über mehrere Metalle. Wenn du weniger investieren möchtest oder das Timing-Risiko entschärfen willst, ist ein Sparplan die bessere Wahl. Hier sind bereits kleinere monatliche Beträge möglich, vergleichbar mit ETF-Sparplänen. Der Vorteil: Du kaufst kontinuierlich, glättest den Einstiegspreis und baust langfristig Bestand auf.
Wie sicher ist physisches Gold im Hochsicherheitslager?
Es ist dein Eigentum – nicht das der Verwahrstelle. Jedes Gramm wird über die Blockchain fälschungssicher als Einlagerungsnachweis dokumentiert. Du hast digitalen Zugang zu deinem Depot und kannst jederzeit verkaufen oder dir die Metalle physisch ausliefern lassen. Das Lager ist 24/7 überwacht, versichert und liegt außerhalb der EU. Die Eigentumsfrage ist klar geregelt: Das Metall gehört dir, nicht der Bank, nicht dem Emittenten, nicht uns.
Wie wird Gold beim Verkauf besteuert?
Werden die Metalle privat gehalten (nicht über eine GmbH oder ein Unternehmen) und mindestens 12 Monate gelagert, kann der spätere Verkauf nach § 23 EStG in Deutschland als privates Veräußerungsgeschäft steuerfrei sein. Die tatsächliche Besteuerung hängt von deinen persönlichen Verhältnissen ab und kann sich ändern. Für eine verbindliche Auskunft sprich mit deiner Steuerberaterin oder deinem Steuerberater.
Fazit: Lohnt es sich 2026 noch, in Gold zu investieren?
Die Antwort ist kein Ja oder Nein, sie ist ein „es kommt darauf an“. Gold lohnt sich für die, die es als langfristigen Sicherheitsbaustein verstehen, nicht als schnellen Gewinn. Die es als Beimischung sehen, nicht als Ersatz für Aktien oder Immobilien. Und die bereit sind, Schwankungen auszusitzen, weil sie wissen: Der Wert liegt nicht im Preis, sondern in der Unabhängigkeit.
„Gold macht niemanden über Nacht reich. Aber es hat über Jahrtausende eine Aufgabe erfüllt: Kaufkraft über politische Systeme, Währungen und Krisen hinweg zu bewahren.“
Nadine Rajner, Finanz- und Metallspezialistin mit über 18 Jahren Erfahrung im internationalen Rohstoffhandel
Die entscheidende Frage lautet daher nicht: „Wie hoch steht der Goldpreis nächsten Monat?“ Sondern: „Welcher Teil meines Vermögens soll generationsübergreifend auch in 10 oder 20 Jahren noch existieren?
Wenn du diese Frage für dich klären willst, schauen wir in einem kostenlosen Erstgespräch gemeinsam, ob und wie physische Metalle in dein Portfolio passen.
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Disclaimer:
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Gewinne aus dem Verkauf von physischen Edel-, Technologiemetallen und Seltenen Erden können nach 12 Monaten Haltedauer gemäß § 23 EStG in Deutschland steuerfrei sein. Die tatsächliche Besteuerung hängt von den persönlichen Verhältnissen ab und kann sich ändern.
Keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung: Die Informationen in diesem Beitrag dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar. Sie sind nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Edel- und Technologiemetallen, Seltenen Erden oder anderen Finanzinstrumenten zu verstehen. Eine Haftung für finanzielle Verluste oder Schäden, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen entstehen, wird ausgeschlossen.