Lohnt sich der Fonds Deka-Industrie 4.0 CF?
Armin Dzubur I AD Finanz- & Vermögensplanung
Künstliche Intelligenz, Automatisierung, Halbleiter, moderne Medizintechnik: Die vierte industrielle Revolution verändert gerade fast jede Branche. Wer davon als Anleger profitieren will, stößt früher oder später auf den Deka Industrie 4.0 – einen Fonds, der genau auf dieses Zukunftsthema setzt und mittlerweile über 6,8 Milliarden Euro an Kundengeldern verwaltet.
Doch was steckt wirklich hinter diesem Fondskonzept, und passt es zu deiner persönlichen Anlagestrategie? Wenn du bereits einen Sparplan auf diesen Fonds laufen hast, eine Einmalsumme investiert hast oder überlegst, ihn in dein Portfolio aufzunehmen, lohnt sich ein genauer Blick auf Struktur, Rendite, Chancen und Risiken. Genau das schauen wir uns jetzt gemeinsam an.
"Alle Zahlen in diesem Artikel beziehen sich auf den Stand 31.07.2026 und können sich seither verändert haben. Prüfe vor einer Entscheidung immer die aktuellen Werte im Verkaufsprospekt bzw. den wesentlichen Anlegerinformationen des Fonds."
Was steckt im Fonds und wie wird investiert?

Armin Dzubur
Der Deka Industrie 4.0 existiert seit 2016 am Markt und verfolgt ein klares Ziel: Durch gezielte Aktieninvestments in Unternehmen der industriellen Revolution sollen Mehrwerte für Anleger entstehen. Das Fondsmanagement setzt dabei auf eine umfassende Unternehmensanalyse. Es fließen nicht nur Bilanzdaten ein, sondern auch qualitative Kriterien wie die Qualität von Produkten und Geschäftsmodell sowie volkswirtschaftliche Faktoren wie die Attraktivität ganzer Branchen.
Eine Besonderheit: Für diesen Investmentansatz gibt es keinen klassischen Vergleichsindex. Der Fonds lässt sich also nicht eins zu eins mit einem Standardindex wie dem MSCI World vergleichen, weil er bewusst einen eigenen, innovativen Weg geht. Zusätzlich kommen Derivate zum Einsatz, sowohl zur Absicherung als auch für zusätzliche Investitionschancen in beide Richtungen.
Sektoren, Länder und Top-Positionen
Ein Blick auf die Zusammensetzung zeigt schnell, wo der Schwerpunkt liegt. Die Technologiebranche dominiert mit 53,8 Prozent klar das Portfolio, gefolgt von Industrie mit 18,7 Prozent und Einzelhandel mit 7,0 Prozent. Pharma, Automobile, Medien, Telekommunikation, Tourismus & Freizeit, Versorger und Chemie machen die restlichen Anteile aus.
Bei der Länderverteilung fällt die starke USA-Lastigkeit ins Auge: 57,9 Prozent des Fondsvermögens stecken in US-Unternehmen. Japan folgt mit 8,0 Prozent, Niederlande mit 7,7 Prozent, Taiwan mit 6,8 Prozent. Auch Deutschland ist mit 1,7 Prozent vertreten, allerdings nur als kleiner Baustein im großen Ganzen.
Bei den Einzelpositionen zeigt sich ein spannendes Bild:
| Unternehmen | Anteil am Fonds |
|---|---|
| Amazon | 7,0 % |
| NVIDIA Corp. | 6,2 % |
| ASML Holding N.V. | 6,0 % |
| Alphabet Inc. | 5,8 % |
| Taiwan Semiconductor | 5,7 % |
| Keyence Corp. | 3,8 % |
| Palo Alto Networks | 3,1 % |
| Samsung Electronics | 2,3 % |
| Meta Platforms | 2,1 % |
| Eli Lilly and Company | 1,8 % |
| Gesamt | 43,8% |
Diese 10 größten Positionen machen zusammen bereits 43,8 Prozent des gesamten Fondsvolumens aus. Insgesamt hält der Fonds aktuell rund 90 Aktien. Die Aktienquote liegt bei ca. 91 Prozent, während aktuell fast 9 Prozent Cash als Liquiditätsreserve gehalten werden.
Rendite, Chancen und Risiken im Überblick
Schauen wir auf die Zahlen: In den vergangenen fünf Jahren erzielte der Fonds eine durchschnittliche jährliche Rendite von 6,16 Prozent, was einer Gesamtentwicklung von rund 35 Prozent entspricht. Betrachtest du den Zeitraum seit Auflage im Jahr 2016, wird das Ergebnis deutlich nach oben korrigiert, da fairerweise erwähnt werden muss, dass gerade der Technologiesektor in den letzten 10 Jahren einen enormen Lauf hatte.
Diese Chancen bietet dir der Fonds
Wer in den Deka Industrie 4.0 investiert, sichert sich die Möglichkeit, an den Wachstumspotenzialen der vierten industriellen Revolution teilzuhaben. Themen wie Automatisierung, Halbleiter und digitale Infrastruktur gelten als Zukunftsfelder mit hohem Entwicklungspotenzial. Zudem überzeugt der innovative Portfolioansatz: Statt stur einem Index zu folgen, wird hier aktiv und mit klarer thematischer Linie gearbeitet.
Diese Risiken solltest du kennen
Wo Chancen sind, lauern auch Risiken. Da der Fonds stark auf Technologie setzt, können die Schwankungen deutlich höher ausfallen als bei breiter gestreuten Investments. Erinnerst du dich an 2020 oder 2022? Damals verloren Technologiewerte zeitweise 20, 30 oder sogar über 40 Prozent an Wert. Hinzu kommt die starke Abhängigkeit von einem einzigen Standort: Mit knapp 58 Prozent USA-Anteil besteht ein klares Klumpenrisiko auf Länderebene.
Auch bei den Kosten solltest du genau hinschauen:
| Kostenart | Höhe |
|---|---|
| Einmaliger Ausgabeaufschlag | 3,75 % |
| Laufende Kosten | 1,5 % |
| Transaktionskosten | 0,27 % |
Die Transaktionskosten fallen erfreulich gering aus. Allerdings ist die laufende Kostenquote in dieser Anlageklasse tendenziell höher, was sich negativ auswirken kann, wenn das Management häufiger im Portfolio umschichtet.
Nicht vergessen solltest du außerdem das klassische Managementrisiko: Auch erfahrene Fondsmanager können Fehleinschätzungen treffen, die sich auf die Wertentwicklung auswirken. Eine sogenannte Cash-Lock-Falle besteht hier ebenfalls, da der Fonds aktuell rund 9% Liquidität auf Kasse hält und somit das Geld nicht in Aktien investiert ist.
Fazit

Armin Dzubur
Unterm Strich handelt es sich um ein durchdachtes Produkt mit klarer Linie und spannendem Zukunftsfokus. Der thematische Ansatz auf Industrie 4.0 bietet echtes Wachstumspotenzial, gerade weil hier auch Unternehmen berücksichtigt werden, die in klassischen Indizes untergewichtet sind. Gleichzeitig stehen dem eine überdurchschnittliche Kostenquote sowie spürbare Klumpenrisiken in Technologie und USA gegenüber.
Bevor du investierst, solltest du dir daher die Frage stellen, wie stark dieser Fonds in deine bestehende Vermögensstruktur passt und ob eine Einmalanlage oder ein monatlicher Sparplan für dich die sinnvollere Variante ist. Beobachte deine eigene Risikotoleranz und prüfe, ob du bereits anderweitig stark in Technologiewerte investiert bist, um Doppelgewichtungen zu vermeiden.
Wenn du endlich nicht mehr blind in Fonds oder ETFs investieren willst und es satt hast, hohe Gebühren zu bezahlen, ohne zu wissen, was du überhaupt bekommst. Wenn du längst gemerkt hast, dass deine Investments nicht zu deinen Zielen passen und du nie wieder das Gefühl haben willst, finanziell ausgenutzt zu werden.
Dann buche dir ein kostenfreies Erstgespräch unter www.armin-dzubur.com.
Ist der Deka Industrie 4.0 für Einsteiger geeignet?
Er eignet sich eher für Anleger mit etwas Erfahrung, da die hohe Technologiegewichtung zu spürbaren Kursschwankungen führen kann, die Einsteiger emotional stärker belasten können.
Wie stark hängt der Fonds von der US-Wirtschaft ab?
Sehr stark, denn knapp 58 Prozent des Fondsvermögens sind in US-Unternehmen investiert, was ein klares Länderklumpenrisiko darstellt.
Lohnt sich eher ein Sparplan oder eine Einmalanlage?
Das hängt von deiner individuellen Situation ab. Ein Sparplan glättet Kursschwankungen über die Zeit, während eine Einmalanlage bei günstigem Einstiegszeitpunkt mehr Rendite bringen kann.
Warum gibt es keinen Vergleichsindex für diesen Fonds?
Weil der Investmentansatz bewusst thematisch und nicht indexorientiert aufgebaut ist, existiert kein passender Standardindex, der die gleiche Struktur abbildet.
Wie hoch sind die Gesamtkosten im Vergleich zu anderen Fonds?
Mit einem Ausgabeaufschlag von 3,75 Prozent und laufenden Kosten von 1,77 Prozent (inkl. Transaktionskosten) liegt der Fonds im oberen Bereich aktiv gemanagter Themenfonds.