Psychische Erkrankungen sind die neue Nummer 1 bei Fehlzeiten
Report KW39/2026
Psychische Erkrankungen sind laut DAK-Report 2026 erstmals die häufigste Ursache für Fehltage in Deutschland. Eine einzelne Krankschreibung dauert dabei im Schnitt rund 40 Tage – deutlich länger als bei fast jeder anderen Diagnose.
Wer auf einen Therapieplatz wartet, wartet oft Monate. Nicht mehr Kontrolle löst dieses Problem, sondern schnellerer Zugang zu Beratung und Behandlung – genau hier setzt eine betriebliche Krankenversicherung an.
Warum Unternehmen jetzt beim Zugang zur Versorgung ansetzen sollten:
Jahrzehntelang waren es Erkältungen, Grippewellen und Rückenschmerzen, die den Krankenstand in Deutschland prägten. Das ändert sich gerade grundlegend. Erstmals sind psychische Erkrankungen zur häufigsten Ursache für Fehltage im Job geworden – das zeigt die aktuelle DAK-Gesundheitsanalyse für das erste Halbjahr 2026, die auf Daten von rund 2,2 Millionen erwerbstätigen Versicherten basiert. Für Unternehmen ist das mehr als eine Randnotiz aus der Gesundheitsstatistik. Es verändert, welche Benefits im Ernstfall wirklich helfen. personalwirtschaft
Bislang meldeten sich die meisten Beschäftigten wegen Atemwegsbeschwerden krank – inzwischen ist das bei den Fehltagen nicht mehr die Hauptursache. Die Fehltage durch Atemwegserkrankungen sind im ersten Halbjahr 2026 um 21 Prozent gesunken, während sich Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen im gleichen Zeitraum um neun Prozent erhöht haben. Auch die Techniker Krankenkasse bestätigt den Trend aus einer anderen Perspektive: Nach einem historischen Höchststand ist der allgemeine Krankenstand 2025 zwar leicht gesunken, doch das verschiebt nichts an der strukturellen Entwicklung bei psychischen Diagnosen.
Entscheidend ist dabei weniger die Häufigkeit einzelner Krankschreibungen als ihre Dauer. Eine Erkältung kostet meist wenige Tage. Bei psychischen Erkrankungen sieht das anders aus: Der Gesundheitsreport der Barmer zeigt, dass eine einzelne Krankschreibung aufgrund psychischer Leiden im Schnitt rund 40 Tage dauert – deutlich länger als bei fast jeder anderen Diagnosegruppe. Für Unternehmen bedeutet das: Ein einziger Fall kann ganze Projektzeiträume überdauern.

Hunderte Unternehmer vertrauen auf die Expertise von Georg Soller
Warum das für Arbeitgeber so schwer zu managen ist
Bei einer Erkältung weiß jeder Personalverantwortliche, was zu erwarten ist: ein paar Tage, dann ist der Mitarbeiter zurück. Bei psychischen Erkrankungen fehlt diese Planbarkeit fast vollständig. Die Betroffenen fallen häufig über Wochen oder Monate aus, Vertretungen müssen organisiert werden, Wissen geht zwischenzeitlich verloren, und die Rückkehr an den Arbeitsplatz verläuft selten linear.
Verschärft wird das Problem durch die Versorgungslage: Wer einen Therapieplatz benötigt, wartet in der gesetzlichen Krankenversicherung häufig Monate. „Genau in dieser Wartezeit entscheidet sich oft, ob aus einer belastenden Phase eine langwierige Erkrankung wird. Je länger jemand auf professionelle Unterstützung warten muss, desto schwieriger wird häufig der Weg zurück in den Arbeitsalltag“, sagt Georg Soller, der mit seinem Team knapp 2.000 Arbeitgeber und über 45.000 versicherte Mitarbeitende betreut.
Zugang statt Kontrolle
Viele Unternehmen reagieren auf steigende psychisch bedingte Fehlzeiten zunächst mit mehr Kontrolle – Rückkehrgesprächen, engmaschigerer Dokumentation, strengeren Prozessen. Das mag administrativ nachvollziehbar sein, löst aber nicht das eigentliche Problem: den fehlenden schnellen Zugang zu Diagnostik und Behandlung. „Kontrolle allein senkt keine Fehlzeiten. Entscheidend ist, wie schnell ein Mitarbeiter Hilfe bekommt, wenn er sie braucht“, so Soller weiter.
Genau hier setzt eine betriebliche Krankenversicherung wie easyBKV an. Statt auf einen Therapieplatz im gesetzlichen System zu warten, erhalten Beschäftigte über entsprechende Tarife Zugang zu psychologischer Beratung und Coaching – oft ohne lange Wartezeiten und ohne dass dafür die gesetzliche Krankenkasse gewechselt werden muss. Ergänzt wird das häufig um einen schnelleren Zugang zu Fachärzten insgesamt, etwa innerhalb weniger Werktage statt mehrerer Wochen. Für ein Unternehmen kann das bedeuten: eine belastende Phase wird früher erkannt und behandelt, bevor daraus eine monatelange Ausfallzeit wird. Eine Garantie, dass sich dadurch jede Krankschreibung verkürzt, gibt es dabei allerdings nicht – wohl aber einen strukturell besseren Zugang zur Versorgung.

Georg Soller – Ihr Spezialist für betriebliche Krankenversicherung. Unabhängig. Persönlich. Seit 1951.
Prävention beginnt beim Zugang, nicht erst bei der Krankschreibung
Ein weiterer Aspekt wird in der Diskussion um psychische Gesundheit häufig übersehen: Wer frühzeitig ein offenes Ohr oder eine niedrigschwellige Beratung nutzen kann, muss oft gar nicht erst in eine ausgeprägte Erkrankung hineinlaufen. Genau deshalb sind entsprechende Leistungen in guten bKV-Tarifen nicht als Zusatzleistung für den Krisenfall gedacht, sondern als kontinuierlich verfügbares Angebot – nutzbar auch dann, wenn noch keine Diagnose vorliegt, sondern lediglich der Verdacht, dass sich etwas aufbaut.
Für die Belegschaft ist das ein Signal, das über klassische Benefits hinausgeht. Ein Jobrad oder ein Gutschein hilft in einer psychisch belastenden Phase wenig. Ein schneller, unkomplizierter Zugang zu Beratung dagegen wird in genau dem Moment sichtbar, in dem er gebraucht wird – und genau das prägt, wie Mitarbeitende ihren Arbeitgeber wahrnehmen.
Fazit: Die Zahlen verlangen ein Umdenken bei Benefits
Dass psychische Erkrankungen zur führenden Ursache für Fehlzeiten geworden sind, ist keine kurzfristige Entwicklung, sondern ein struktureller Wandel im Krankheitsgeschehen. Unternehmen, die weiterhin nur auf klassische Zusatzleistungen setzen, laufen Gefahr, genau an der Stelle keinen Unterschied zu machen, an der er am meisten zählt. „Ein Unternehmen kann nicht verhindern, dass Mitarbeiter psychisch belastet sind. Es kann aber entscheiden, wie schnell diese Mitarbeiter Unterstützung bekommen“, betont Georg Soller abschließend.
Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden einen schnelleren Zugang zu psychologischer Beratung und medizinischer Versorgung ermöglichen möchten, können sich bei Georg Soller und seinem Team von Betriebskranken.de melden und ein unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren.