Remote als Setter oder Closer arbeiten: Was gilt STEUERLICH beim Auswandern?
Wie stell ich mich steuerlich rechtlich sauber auf?
Du arbeitest online, verdienst dein Geld mit Sales und möchtest endlich dort leben, wo andere Urlaub machen? Zypern, Dubai oder ein anderer Standort im Ausland klingt verlockend.
Doch bevor du deinen Laptop packst, solltest du eine wichtige Frage klären: Was passiert mit deiner Steuerpflicht?
Viele Setter und Closer arbeiten als Freelancer für Coaches, Agenturen oder internationale Unternehmen. Sie telefonieren mit Interessenten, vereinbaren Termine oder schließen hochpreisige Angebote ab – und können ihre Arbeit oft von überall aus erledigen.
Doch nur weil dein Arbeitgeber oder Auftraggeber im Ausland sitzt, bist du nicht automatisch dort steuerpflichtig. Entscheidend sind unter anderem dein steuerlicher Wohnsitz, dein tatsächlicher Aufenthalt und die Art, wie du deine Tätigkeit ausübst.
Auch eine Abmeldung in Deutschland oder Österreich allein garantiert nicht, dass sämtliche steuerlichen Pflichten enden.
- Hast du trotz Abmeldung noch deinen Lebensmittelpunkt in DE / AT?
- Verfügst du noch über eine Schlüsselgewalt im DACH Raum?
- Lässt du minderjährige Kinder im DACH Raum zurück?
- Hält sich dein Ehepartner noch im DACH Raum auf?
Freelancer oder eigene Firma – welche Struktur passt zu dir?
Wenn du als Setter oder Closer selbstständig arbeitest, stellt sich früher oder später die Frage nach der passenden Unternehmensstruktur.
Mögliche Optionen hängen unter anderem von deinem Einkommen, deinen Auftraggebern, deinem Wohnsitz und deinem Geschäftsmodell ab. Eine ausländische Gesellschaft, beispielsweise eine LLC oder eine Offshore Gesellschaft, ist dabei keine automatische Lösung für Steuerfreiheit für jeden.
Wichtig ist, dass deine persönliche steuerliche Situation und deine Unternehmensstruktur zusammenpassen – und du alle geltenden Melde- und Erklärungspflichten erfüllst.
Erst planen, dann auswandern
Bevor du deinen Lebensmittelpunkt ins Ausland verlegst, solltest du diese drei Fragen klären:
- Wo werde ich nach meinem Umzug steuerlich ansässig sein? Möchte ich mich wo niederlassen oder als Digitaler Nomade weiter leben? (Persönlicher Wohnsitz , tatsächlicher Aufenthaltsort)
- Welche Unternehmensstruktur passt zu meiner Tätigkeit als Setter oder Closer? Wie viel Umsatz mache ich derzeit und welche Kosten kann ich absetzen?
- Welche steuerlichen, rechtlichen und organisatorischen Pflichten muss ich beachten? Aber auch bin ich vom Mindset soweit mal über den deutschen Tellerrand zu blicken?
Wer diese Fragen frühzeitig klärt, kann seine Auswanderung besser planen und unangenehme Überraschungen vermeiden.
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