SO nutzt du Webinare als Coach, Berater und Dienstleister

Webinare für Coaches: Ein Berater präsentiert vor einem Whiteboard und LinkedIn-Grafiken Strategien zur Kundengewinnung.

Webinare+LinkedIn

Stell dir vor, du erzielst in zwei bis drei Tagen so viel Umsatz wie sonst in einem ganzen Monat. Klingt übertrieben? Für Anbieter, die Webinare richtig einsetzen, ist das keine Fantasie. Mit einem sauber aufgebauten Webinar sind 100.000 bis 150.000 Euro in einem 72-Stunden-Fenster möglich - und das wiederholbar.

Das Format gilt vielen als altmodisch. Dabei ist es bis heute eines der schnellsten Marketing-Tools, um tiefes Vertrauen bei deiner Zielgruppe aufzubauen. In diesem Artikel erfährst du, ab welchem Umsatz sich Webinare lohnen, welche Mythen du getrost vergessen kannst und wie du ein Webinar von der Begrüßung bis zum Q&A aufbaust.

Für wen lohnen sich Webinare - und für wen nicht?

Warum diese Grenze? Webinare sind komplex und funktionieren launch-basiert. Davor solltest du dich auf ein simples Verkaufssystem konzentrieren, das 365 Tage im Jahr läuft. Liegst du aber über der Schwelle und willst dein Business stabilisieren, mehr warme Leads und Inbound-Anfragen gewinnen, deinen Vertrieb entlasten und skalieren, dann sind Webinare ein enormer Hebel.

Ein Mann telefoniert am Eingang eines Gebäudes; die Szene illustriert ein Webinar als Coach.

Sebastian Auer

Drei Mythen, die dich ausbremsen

  1. „Webinare schaut sich keiner mehr an.“ Doch. Kaum ein Format baut schneller tiefes Vertrauen auf.
  2. „Ich muss ein Superstar vor der Kamera sein.“ Musst du nicht. Entscheidend ist, dass du kompetent wirkst und dich wohlfühlst.
  3. „Es gibt schon genug Anbieter in meinem Markt.“ Es gibt nie genug wirklich exzellente Anbieter. Zeig dich.

Was ohne Webinare im Alltag nervt

Als Geschäftsführer kannst du nicht an jeder Front gleichzeitig kämpfen. Gleichzeitig wächst in der aktuellen Wirtschaftslage die Skepsis potenzieller Kunden. Wer dir eine halbe Stunde, eine Stunde oder drei Stunden zuhört, verliert diese Skepsis dagegen deutlich.

Ohne Webinare passiert Folgendes:

  • Du behandelst in Sales Calls mehr Einwände als nötig.
  • Du musst hart verkaufen, statt Gespräche zu führen, die fast von allein laufen.
  • Du führst Verkaufsgespräche ausschließlich eins zu eins.

Ein gutes Webinar ist dagegen wie ein Sales Call auf Steroiden: ein Verkaufsgespräch mit 20, 100 oder 500 Menschen gleichzeitig. Wer danach einen Termin bucht, hat sich mental meist schon entschieden. Hard Selling wird überflüssig, und du kannst das Ganze alle vier bis acht Wochen wiederholen. Die frei werdende Zeit steckst du in Marketing, Produktentwicklung, Prozesse oder neue Mitarbeiter. Dein Team muss Leads nur noch in Kunden verwandeln, die ohnehin überzeugt sind oder höchstens ein paar Rückfragen haben.

So baust du ein Webinar in sechs Phasen auf

Phase 1: Start

Begrüße die Teilnehmer, gib einen groben Überblick und nenne das Thema. Wichtig sind vier Dinge:

  • Sprich eine aktuelle Veränderung im Markt an.
  • Zeige die konkreten Alltagsprobleme deiner Zielgruppe.
  • Sage präzise, für wen das Webinar gedacht ist.
  • Mach klar, warum das Thema jetzt dringlich ist.

Phase 2: Hauptteil mit drei Kernthemen

Stelle zuerst eine Kurzagenda vor und dich selbst: Warum bist du der Host, wer steht eventuell als Team dahinter? Erkläre, warum es sich lohnt, das Problem zu lösen. Dann gehst du die drei Kernthemen sauber durch: Was ist das Problem, welche negativen Folgen hat es, wie sieht die Lösung auf der Metaebene aus? Belege den Ansatz anschließend mit Kundenstimmen als Text oder Video.

Webinare für Coaches im Büro: Ein Coach steht mit verschränkten Armen in einem modernen Glasgebäude.

Sebastian Auer

Die Teilnehmer sollen echten Mehrwert mitnehmen, und kleinere Dinge dürfen sie sofort selbst umsetzen. Dein Fokus liegt aber auf positiven Mindset-Shifts. Verändere Glaubenssätze, erzeuge Selbstbefähigung und Kontrolle, skizziere eine Vision und verknüpfe sie mit den Bedürfnissen deiner Zielgruppe.

Phase 3: Zusammenfassung

Fasse sieben bis zehn Key Learnings präzise zusammen. Zeige dann sechs bis neun Punkte, die den Teilnehmern in der Praxis noch fehlen, und leite charmant in den Pitch über.

Phase 4: Der Pitch in 12 Schritten

  1. Fasse den Kern deines Angebots zusammen.
  2. Zeige, wodurch es sich differenziert.
  3. Nenne präzise Ergebnisse, auch zum Return on Invest.
  4. Mach Future Pacing: Was passiert, wenn das Problem ungelöst bleibt?
  5. Liefere Beweise, dass es aktuell funktioniert, mit Kunden, die es gerade umsetzen.
  6. Sage, mit wem du nicht arbeitest.
  7. Sage, mit wem du gerne arbeitest.
  8. Gib einen Detaileinblick in die Zusammenarbeit.
  9. Nenne Ergebnisse mit Zeitpunkten und dem Eintritt des Return on Invest.
  10. Setze das Framing und verankere deinen Preis.
  11. Pitche den Strategie Call.
  12. Nenne die Voraussetzungen für die Buchung, ähnlich wie bei einem Setting-Gespräch.

Phase 5: Überleitung

Erkläre, wie ein Strategie Call abläuft. Biete Boni mit Deadline für alle an, die sich bis dahin eintragen, und verknappe deine Kapazitäten. Wichtig: Die Verknappung muss echt sein, keine künstliche.

Phase 6: Q&A

DoWarum
Chat von einem Mitarbeiter oder Freund moderieren lassenDu konzentrierst dich auf die Antworten
7 bis 15 zielgruppenrelevante Fragen vorbereitenSo nimmst du Einwände vorweg
Chatfragen perspektivreich beantwortenTeilnehmer fühlen sich ernst genommen
Nach jeder Antwort den Strategie Call pitchenDer nächste Schritt bleibt präsent
Weitere Text- oder Video-Testimonials einblendenVertrauen wächst weiter

Mit LinkedIn Teilnehmer gewinnen

Damit dein Webinar voll wird, brauchst du einen starken Kanal. LinkedIn eignet sich dafür gut, organisch und bei Bedarf mit LinkedIn Ads.

Fazit: Erst das Fundament, dann der Hebel

Webinare sind kein Einstiegswerkzeug, aber ab 15.000 bis 20.000 Euro Monatsumsatz eine Wunderwaffe. Sie bauen Vertrauen auf, nehmen Druck aus dem Vertrieb und bündeln Umsatz in wenigen Tagen. Prüfe heute, ob du die Umsatzschwelle erreicht hast, und skizziere dann die drei Kernthemen deines ersten Webinars.

Ab welchem Umsatz lohnt sich ein Webinar?

Ab konstant 15.000 bis 20.000 Euro Monatsumsatz. Davor ist ein einfaches, ganzjährig funktionierendes Verkaufssystem sinnvoller.

Wie oft kann ich ein Webinar halten?

Bei passender Gesamtstrategie alle vier bis acht Wochen. Die verkaufsstärkste Zeit sind die 72 Stunden nach dem Webinar.

Muss ich vor der Kamera perfekt wirken?

Nein. Wichtig ist, dass du kompetent auftrittst und dich wohlfühlst.

Wie lang sollte ein Webinar sein?

Das Format funktioniert von einer halben Stunde bis zu drei Stunden, solange es sinnvoll aufgebaut ist.

Wie viele Teilnehmer brauche ich?

Schon 20 Teilnehmer reichen für einen Effekt. Bei 100 oder 500 wird der Hebel noch größer.

Diese Webseite verwendet Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies, um Ihnen das bestmögliche Erlebnis zu gewährleisten. Cookies helfen uns, die Webseite mit Analysen zu verbessern. Mit einem Klick auf „Zustimmen“, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit ändern, indem Sie unter "Optionen verwalten" Ihre getroffenen Einstellungen selbst rückgängig machen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Privatsphäre-Einstellungen

Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien auf unserer Website und verarbeiten personenbezogene Daten von dir (z.B. IP-Adresse), um z.B. Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Medien von Drittanbietern einzubinden oder Zugriffe auf unsere Website zu analysieren.

Die Datenverarbeitung kann auch erst in Folge gesetzter Cookies stattfinden. Wir teilen diese Daten mit Dritten, die wir in den Privatsphäre-Einstellungen benennen.

Einige Services verarbeiten personenbezogene Daten in den USA. Indem du der Nutzung dieser Services zustimmst, erklärst du dich auch mit der Verarbeitung deiner Daten in den USA gemäß Art. 49 (1) lit. a DSGVO einverstanden. Die USA werden vom EuGH als ein Land mit einem unzureichenden Datenschutzniveau nach EU-Standards angesehen. Insbesondere besteht das Risiko, dass deine Daten von US-Behörden zu Kontroll- und Überwachungszwecken verarbeitet werden, unter Umständen ohne die Möglichkeit eines Rechtsbehelfs.

Du bist unter 16 Jahre alt? Dann kannst du nicht in optionale Services einwilligen. Du kannst deine Eltern oder Erziehungsberechtigten bitten, mit dir in diese Services einzuwilligen.


Ihre Einstellungen für Einwilligungen

Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Einwilligung für die Datenverarbeitung durch Cookies zu erteilen oder zu widerrufen. Sie können Ihre Einstellungen jederzeit ändern. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.