So profitiert nicht mehr das Labor, sondern Ihre Praxis von Ihrer Arbeit!

Mit den richtigen Chairside-Leistungen halten Sie das Honorar in der eigenen Praxis.

Mit den richtigen Chairside-Leistungen halten Sie das Honorar in der eigenen Praxis.

Kennen Sie dieses mulmige Gefühl?

Sie haben gerade eine aufwendige prothetische Versorgung verkauft, freuen sich über den zufriedenen Patienten – und dann kommt dieser Gedanke: „Eigentlich macht jetzt das Labor den größten Gewinn, dabei habe ich die ganze Arbeit gemacht.“ Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sind Sie nicht allein. Viele Zahnärzte fühlen sich wie der Außendienstmitarbeiter ihres Dentallabors. Doch diese Einstellung kostet Sie nicht nur Geld, sondern auch Motivation und Zufriedenheit. Zeit für einen Perspektivwechsel.

Das Problem mit der falschen Einstellung

Die Frustration ist verständlich: Sie führen das Beratungsgespräch, überzeugen den Patienten, übernehmen die Verantwortung – und am Ende wandert ein erheblicher Teil des Honorars an das externe Labor. Diese Denkweise ist jedoch gefährlich, denn sie führt in eine Negativspirale. Statt stolz auf Ihre Leistung zu sein, ärgern Sie sich über die Verteilung der Einnahmen. Das Ergebnis? Sie fühlen sich ausgenutzt, obwohl Sie eigentlich erfolgreich sind.

Die Wahrheit ist: Solange Sie sich als Verkäufer für andere sehen, werden Sie nie wirklich zufrieden mit Ihrer wirtschaftlichen Situation sein. Diese Einstellung blockiert Sie – und sie ist unnötig, denn es gibt konkrete Lösungen.

Drei Wege aus der Vertriebler-Falle

1. Akzeptieren Sie die Notwendigkeit guter Partner
Ja, Sie brauchen ein wirklich gutes Labor, um qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten. Das ist keine Schwäche, sondern professionelle Realität. Zahnersatz auf höchstem Niveau erfordert Spezialisten – und die haben ihren Preis. Statt diese Zusammenarbeit als notwendiges Übel zu sehen, sollten Sie sie als strategische Partnerschaft begreifen. Ein exzellentes Labor ermöglicht Ihnen zufriedene Patienten, Weiterempfehlungen und einen guten Ruf. Das ist wertvoll.

Die richtige Einstellung:
Seien Sie froh, ein gutes Labor zu haben, das Ihre Arbeit auf dem gleichen Qualitätsniveau umsetzt, wie Sie sie planen.

2. Nutzen Sie das Potenzial praxisinterner Leistungen
Hier liegt der eigentliche Hebel: Es gibt zahlreiche Chairside-Leistungen, die Sie direkt in der Praxis erbringen können – ohne externes Labor. Bei diesen Behandlungen bleibt das gesamte Honorar in Ihrer Praxis. Denken Sie an:

  • Direkte Kompositversorgungen
  • Chairside-gefertigte Inlays und Veneers (mit CAD/CAM)
  • Bleaching-Behandlungen
  • Professionelle Zahnreinigungen mit Zusatzleistungen
  • Schienen-Therapien

Jede dieser Leistungen, die Sie selbst erbringen oder durch Ihr Praxisteam erbringen lassen, stärkt Ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit. Statt sich über Laborkosten zu ärgern, sollten Sie aktiv daran arbeiten, den Anteil dieser Eigenleistungen zu erhöhen.

3. Steigern Sie Ihre Gesamtleistung strategisch Der wichtigste Punkt: Arbeiten Sie an Ihrer Einstellung und Ihrer Strategie. Statt sich darüber zu ärgern, dass „der andere mehr verdient“, fokussieren Sie sich darauf, Ihre Gesamtleistung so zu steigern, dass Sie wirklich zufrieden sind. Das bedeutet:

  • Optimieren Sie Ihre Beratungsqualität: Je überzeugender Sie Behandlungen präsentieren, desto höher wird Ihre Annahmequote.
  • Erweitern Sie Ihr Leistungsspektrum: Bieten Sie hochwertige Zusatzleistungen an, die echten Mehrwert schaffen.
  • Kalkulieren Sie realistisch: Wenn Sie Ihre Preise kennen und fair gestalten, müssen Sie sich nicht ärgern.
  • Investieren Sie in Technik: CAD/CAM-Systeme machen Sie unabhängiger von externen Laboren.

Der Mindset-Shift: Vom Vertriebler zum Unternehmer

Der entscheidende Unterschied liegt in Ihrer Selbstwahrnehmung. Solange Sie sich als Vertriebler sehen, der für andere arbeitet, bleiben Sie in einer Opferrolle. Sobald Sie sich als Unternehmer verstehen, der strategische Entscheidungen trifft, gewinnen Sie die Kontrolle zurück.

Ein Unternehmer fragt sich:

  • Welche Leistungen kann ich profitabel selbst erbringen?
  • Wo lohnt sich die Zusammenarbeit mit Spezialisten?
  • Wie kann ich meine Gesamtrentabilität steigern?
  • Was brauche ich, um wirklich zufrieden zu sein?

Ein Vertriebler hingegen ärgert sich über Provisionen und fühlt sich abhängig.

Konkrete Handlungsschritte für mehr Zufriedenheit

  1. Analysieren Sie Ihre Leistungsstruktur: Welcher Anteil Ihrer Arbeit geht an externe Labore? Wo könnten Sie Eigenleistungen ausbauen?
  2. Investieren Sie gezielt: Prüfen Sie, ob sich Anschaffungen wie ein Cerec-System oder Intraoralscanner für Ihre Praxis rechnen.
  3. Bauen Sie Kompetenzen auf: Bilden Sie sich in Chairside-Techniken weiter, die Ihre Unabhängigkeit stärken.
  4. Überarbeiten Sie Ihre Kalkulation: Stellen Sie sicher, dass Ihre Honorare alle Kosten decken und Ihnen einen angemessenen Gewinn lassen.
  5. Wertschätzen Sie Ihre Partner: Ein gutes Labor ist wertvoll – behandeln Sie es als Partner, nicht als Kostenfaktor.
Wer sich im Behandlungszimmer als Unternehmer versteht, kontrolliert die Wertschöpfung der Praxis – zum eigenen Erfolg.

Wer sich im Behandlungszimmer als Unternehmer versteht, kontrolliert die Wertschöpfung der Praxis – zum eigenen Erfolg.

Fazit: Mehr Eigenverantwortung, weniger Frust

Die wichtigste Erkenntnis: Sie sind nicht der Vertriebler Ihres Labors – Sie sind der Unternehmer Ihrer Praxis. Sobald Sie aufhören, sich über die Margen anderer zu ärgern, und stattdessen aktiv Ihre eigene Wertschöpfung erhöhen, ändert sich alles. Steigern Sie den Anteil der Leistungen, die in Ihrer Praxis bleiben. Schätzen Sie gleichzeitig die Qualität guter Laborpartner. Und vor allem: Arbeiten Sie so, dass Sie mit Stolz und Zufriedenheit auf Ihre wirtschaftliche Situation blicken.

Ihr Takeaway: Machen Sie heute eine ehrliche Bestandsaufnahme – wie viel Ihrer Arbeit könnten Sie chairside erbringen? Wo verlieren Sie unnötig Wertschöpfung? Die Antworten darauf sind der erste Schritt zu mehr Unabhängigkeit und Zufriedenheit in Ihrer Praxis.

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