Strukturpellets: Wie moderne Einstreu in 2026 Land- und Pferdewirte begeistert.
Die Nachfrage Strukturpellets steigt in 2026 massiv an und das nicht ohne Grund.
Stell dir vor, du könntest deine Stallarbeit reduzieren, die Tiere lägen sauberer, trockener und zufriedener und das alles mit einem Material, das ursprünglich aus normalem Stroh entsteht.
Klingt zu schön, um wahr zu sein?
Strukturpellets machen genau das möglich. Was vor wenigen Jahren noch als absoluter Geheimtipp galt, entwickelt sich gerade zum neuen Standard in der Tierhaltung.
Wir zeigen dir, warum immer mehr Landwirte auf diese Innovation schwören und wie die faszinierende Technik dahinter funktioniert.
Was macht Strukturpellets so besonders?
Riesige Maschinen mit teilweise mehr als 1000 PS verwandeln gewöhnliches Stroh direkt auf dem Feld in hochverdichtete Pellets. Doch was unterscheidet diese Strukturpellets von herkömmlichem Stroh oder anderen Einstreumaterialien?
Der entscheidende Unterschied
Das Geheimnis liegt im Herstellungsprozess. Anders als bei gewöhnlichen Pellets wird das Stroh nicht vorher zerkleinert oder vermahlen.
Stattdessen wird es durch enormen Druck durch spezielle Matrizen gepresst. Dabei entstehen Temperaturen von 60 bis 80 Grad Celsius und genau hier passiert die Magie.
Durch die Hitze wird das Material hygienisiert, Pilze und Keime werden drastisch reduziert.
Gleichzeitig erhält das Stroh eine besondere Struktur, die ihm außergewöhnliche Eigenschaften verleiht: Das Vierfache seines eigenen Gewichts kann ein Strukturpellet an Flüssigkeit aufnehmen.
Sobald er mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, zerfällt er in unzählige kleine Strohhalme, saugt das Wasser auf und vervielfacht sein Volumen.
Platzsparend und praktisch
Ein weiterer Vorteil: Die Pellets benötigen drei- bis fünfmal weniger Lagerraum als gepresste Strohballen.
Mit einem Kubikmeter-Gewicht von rund 600 Kilogramm lassen sie sich auch über weite Strecken wirtschaftlich transportieren. Was früher tonnenschwere Lkw-Ladungen Strohballen erforderte, passt heute kompakt auf einen Anhänger in Big Bags.
So funktioniert die Pelletierung am Feld
Die mobile Pelletpresse Premos 5000 vom deutschen Hersteller Krone ist weltweit einzigartig. Die Maschine wurde vor zehn Jahren von der DLG mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und das aus gutem Grund.

Die Produktion der beliebten Waldinger Strukturpellets direkt auf dem Feld.
Die Technik im Detail
Das Herzstück sind zwei Matrizenpaare, durch die das Stroh mit enormem Druck gepresst wird.
Die Matrizen sind fix gelagert und können nicht ausweichen.
„Alles, was da kommt, muss durch, deswegen brauchen wir so viel Kraft.“
Lorenz Waldinger, Experte für moderne Einstreu in der Land- und Pferdewirtschaft
Durch den Druck wird das Stroh geschnitten, verdichtet und in die charakteristische Pelletform gebracht.
Im Inneren der Matrizen befördern Schnecken das Material weiter.
Ein Elevator transportiert die fertigen Pellets nach oben, wo ein Sichtsieb die Feinteile aussiebt. Über ein Förderband landen die noch warmen Pellets schließlich im 5-Tonnen-Bunker der Maschine.
Worauf es beim Stroh ankommt
Nicht jedes Stroh eignet sich gleich gut für die Pelletierung.
Es muss reif, trocken und sauber sein, am besten so, wie man es auch dreschen würde. Idealerweise liegt es nur kurz auf dem Feld und wird bei Sonnenschein verarbeitet. Metrische Schwaden funktionieren am besten, weil sie gleichmäßig dosiert werden können.
Die Leistung der Maschine hängt stark von der Strohqualität ab. Bei optimalen Bedingungen schafft eine Premos rund 5 Tonnen pro Stunde, manchmal sogar mehr.
An einem guten Tag kommen so 50 bis 60 Tonnen Pellets zusammen. Waldinger setzt deshalb oft zwei Maschinen gleichzeitig ein.

Bei optimalen Bedingungen schafft eine Premos rund 5 Tonnen pro Stunde, manchmal sogar mehr.
Praxis-Erfahrungen: So bewähren sich die Pellets im Stall
Jungbauer Corbinian Hetzel streut die Liegeboxen seiner 60 Milchkühe mit dem akkubetriebenen Hoflader ein. Lautlos, staubfrei und ohne körperliche Anstrengung.
Sein Vater Alexander erinnert sich noch gut an die ersten Versuche 2023.
„Wir waren sofort begeistert. Mit der Aluschaufel ein paar Meter hinterherschmeißen: Keine Staubentwicklung, hohe Saugkraft und praktisch kompakt.“
Alexander Hetzel, Landwirt
Eine clevere Lösung für die Dosierung
Familie Hetzel nutzt eine selbstgebaute Einstreuschaufel mit hydraulischem Förderband – eine einfache, aber effektive Lösung, um die Pellets präzise zu dosieren.
Die Tiere lassen sich davon nicht stören. Sobald die Pellets Feuchtigkeit aufnehmen, zerfallen sie und bilden eine trockene, komfortable Unterlage. Das kommt nicht nur dem Wohlbefinden der Kühe zugute, sondern auch der Euterhygiene.
Überraschender Zusatznutzen: Fütterung
Die Hetzels setzen die Pellets aber nicht nur zum Einstreuen ein, sondern auch zur Rohfaserversorgung ihrer Milchkühe.
Dazu werden sie in den Vorratsbunker des Fütterungsroboters gefüllt und automatisch dosiert.
Der Vorteil: „Mit 3 bis 4 Kilogramm Stroh in der Ration bringt man das mit losen Strohballen kaum hin“, erklärt Alexander Hetzel. „Das Stroh ist länger, wird besser ausselektiert und die Mischung ist nicht so homogen wie mit den Pellets.“
Durch die Feuchtigkeit im Grundfutter lösen sich die Pellets auf, sodass die Tiere sie nicht mehr selektieren können.
Noch einen Schritt weiter: Die automatische Einstreuanlage
Lohnunternehmer und Landwirt Bert Nitzel aus Gumpolding hat die Pellet-Nutzung perfektioniert.
In seinem 70-Kühe-Betrieb läuft seit einigen Monaten eine automatische Einstreuanlage. Das System ist denkbar einfach: Die Pellets werden direkt vom Feld in Big Bags gefüllt, die rund 12 bis 13 Tonnen Lagerkapazität bieten.
Zwei Hopper fördern die Pellets über durchsichtige Rohre zu den einzelnen Liegeboxen.
„Ich kann wählen, ob ich aus dem ersten oder zweiten Silo nehme“, erklärt Bert. „Die Anlage läuft, bis alle Rohre voll sind, dann schaltet sie automatisch ab. Wir brauchen die Pellets nur noch unten herauszunehmen und in den Boxen zu verteilen.“
Die Vorteile in der Praxis
- Weniger Arbeitsaufwand: Die Stallarbeit geht deutlich schneller von der Hand
- Keine Probleme mehr mit dem Spaltenroboter: Die feinen Pellets verstopfen nichts
- Sauberere Liegeboxen: Die Tiere liegen trocken und komfortabel
- Bessere Hygiene: Kein Kalken mehr nötig, da das Material durch die Hitze hygienisiert wurde
- Freiwillige Futteraufnahme: Die Kühe fressen die Pellets aus den Boxen, sodass kein extra Stroh in der Ration nötig ist
„Der Aufwand ist natürlich ein bisschen mehr, weil ich die Pellets erst herstellen muss. Aber es rentiert sich auf alle Fälle – die Liegeboxen sind sauberer, und ich glaube, es ist besser für die Gelenke der Tiere.“
Bert Nitzl, Lohnunternehmer und Landwirt
Verblüffende Saugkraft: Der Beweis im Experiment
Wie gut Strukturpellets tatsächlich Flüssigkeit aufnehmen, demonstriert Lorenz Waldinger mit einem einfachen Versuch.
Er füllt ein Glas mit Wasser und gibt einen Pellet hinein. Binnen Sekunden saugt sich das Material voll, sinkt ab und bindet die komplette Flüssigkeit.

Saugfähigkeitsexperiment von Lorenz Waldinger
Das Beeindruckende: Der Pellet wirkt anschließend wie ein Schwamm, man kann ihn ausdrücken und er saugt sich wieder voll.
Zum Vergleich zeigt er, was mit herkömmlichem Strohmehl passiert, das nur kurz geschnitten oder vermahlen wurde:
Es schwimmt auf der Oberfläche und nimmt kaum Wasser auf. Selbst Umrühren hilft nicht, das Material hat einfach nicht die Saugfähigkeit der Pellets.
Der Unterschied liegt im Herstellungsverfahren: Nur durch die Wärmeeinwirkung erhält das Stroh diese außergewöhnliche Eigenschaft.
Zusätzlich bindet es Gerüche deutlich besser als andere Einstreumaterialien – ein Vorteil, den man in jedem Stall sofort bemerkt.
Fazit: Innovation mit echtem Mehrwert
Strukturpellets sind weit mehr als nur ein Trend. Sie vereinen zahlreiche Vorteile: staubfreie Verarbeitung, hohe Saugkraft, keimfrei durch Hitze, platzsparende Lagerung und vielseitige Einsatzmöglichkeiten.
Die anfängliche Investition in die Pelletierung zahlt sich durch Zeitersparnis, bessere Tiergesundheit und sauberere Ställe aus.
Ganz egal, ob du die Pellets als Lohndienstleistung produzieren lässt, oder die Pellets bei uns bestellen willst:
Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass die Umstellung nur Vorteile mit sich bringt und die Tiere es lieben.
Probier es aus und beobachte, wie deine Tiere reagieren. Die Chancen stehen gut, dass auch du bald nicht mehr darauf verzichten möchtest.
Sende uns gerne eine unverbindliche Anfrage, wir beraten dich kostenlos.