Wie viel Eigenkapital braucht man für ein Immobilieninvestment?

Vermögensaufbau mit Immobilien: Warum der Einstieg näher ist, als du denkst

Vermögensaufbau mit Immobilien: Warum der Einstieg näher ist, als du denkst

Neun von zehn Millionären sollen ihr Vermögen durch Immobilien aufgebaut haben. Ob diese Zahl genau stimmt, sei dahingestellt – aber eins ist sicher: Du brauchst keine reiche Familie und kein prall gefülltes Bankkonto, um in Immobilien zu investieren. Tatsächlich genügen schon 30.000 bis 40.000 Euro Eigenkapital, um den Grundstein für ein solides Vermögen zu legen. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Dann lass uns einen Blick darauf werfen, wie dieser Hebel in der Praxis funktioniert – und warum viele Spitzenverdiener ihn völlig unterschätzen.

Der Denkfehler, der dich arm hält

Viele Menschen glauben, man müsse bereits vermögend sein, um in Immobilien investieren zu können. Ein klassischer Trugschluss. Denn die Wahrheit ist genau andersherum: Du wirst erst durch Immobilieninvestments vermögend. Diese Erkenntnis machte auch ich. Vor zehn Jahren arbeitete ich noch als Privatbankier in Stuttgart. Ich verdiente gutes Geld, beriet täglich Spitzenverdiener – und stellte fest: Viele meiner Kunden hatten nicht viel mehr Einkommen als ich selbst, aber deutlich mehr Vermögen.

Was war ihr Geheimnis? Sie kamen aus ganz normalen Verhältnissen, hatten nichts geerbt, nicht im Lotto gewonnen. Aber sie hatten verstanden, wie man das Geld anderer nutzt, um Vermögen aufzubauen. Genau dieses Prinzip ist der Schlüssel – und es funktioniert schon mit vergleichsweise wenig Startkapital.

Warum Fremdkapital dein bester Freund ist

Hier kommt die wichtigste Regel im Vermögensaufbau: Fremdkapital ist immer günstiger als Eigenkapital. Klingt paradox? Ist es aber nicht. Stell dir vor, du verdienst als Spitzenverdiener 120.000 Euro brutto im Jahr. Auf jeden verdienten Euro zahlst du – je nach Steuerklasse – rund 40 Prozent Einkommenssteuer. Würdest du also 400.000 Euro für eine Immobilie ansparen wollen, müsstest du zunächst deutlich mehr verdienen und massiv Steuern zahlen.

Ganz anders sieht es aus, wenn du dir das Geld von der Bank leihst. Selbst bei 4 oder 5 Prozent Zinsen ist das deutlich günstiger, als Eigenkapital mühsam anzusparen. Der Clou: Du kannst eine Immobilie zu 100 Prozent finanzieren und musst lediglich die Kaufnebenkosten aus eigener Tasche zahlen – das sind etwa 10 Prozent des Kaufpreises.

So funktioniert der Hebel in der Praxis

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Du hast 30.000 bis 40.000 Euro auf der hohen Kante. Mit diesem Betrag kannst du dir eine vermietete Denkmalimmobilie für 400.000 Euro kaufen – vorausgesetzt, du nutzt den Hebel richtig.

So setzt sich die Finanzierung zusammen:

  • Kaufpreis: 400.000 Euro – werden zu 100 % von der Bank finanziert
  • Kaufnebenkosten (ca. 10 %): 40.000 Euro – das ist dein Eigenkapital

Die Kaufnebenkosten setzen sich zusammen aus:

  • Grunderwerbsteuer
  • Grundbuchkosten
  • Notarkosten

Deine 40.000 Euro sind also dein „Working Capital" – das Geld, das für dich arbeitet. Du tauschst es gegen einen Vermögenswert im Wert von 400.000 Euro. Das ist der Hebel, der aus wenig Geld großes Vermögen macht.

Der Trick: Du brauchst nicht mal Cash auf dem Konto

Jetzt wird es richtig spannend. Viele wissen nicht, dass Banken auch Ersatzsicherheiten akzeptieren. Das bedeutet: Du musst die 40.000 Euro nicht einmal bar auf dem Konto haben. Folgende Alternativen werden häufig anerkannt:

  • Freie Grundschuld auf deinem Eigenheim oder anderen Immobilien
  • Lebensversicherung
  • Aktiendepot
  • Bausparvertrag

So kannst du theoretisch sogar ohne liquides Kapital in Immobilien investieren – vorausgesetzt, du hast entsprechende Sicherheiten.

So baust du Vermögen mit System 

Bei einer Kapitalanlageimmobilie zahlst nicht du allein: Mieter und Staat helfen dabei, deine Investition zu tragen.

Bei einer Kapitalanlageimmobilie zahlst nicht du allein: Mieter und Staat helfen dabei, deine Investition zu tragen.

Wenn du wirklich Vermögen aufbauen willst, solltest du dir diese drei Prinzipien verinnerlichen:

1. Nutze das Geld von anderen
Leihe dir Geld von der Bank, statt jahrelang selbst zu sparen. Der Hebel macht den Unterschied.

2. Mache gute Schulden
Nicht alle Schulden sind schlecht. Bei Immobilien zahlen Mieter und – durch Steuervorteile – auch das Finanzamt deine Schulden ab. Du profitierst, während andere für dich arbeiten.

3. Lass dein Geld arbeiten
Tausche dein Kapital gegen einen Vermögenswert, der im Wert steigt, Mieteinnahmen generiert und steuerliche Vorteile bringt.

Genau nach diesem Schema habe ich in den letzten zehn Jahren ein Portfolio aus vermieteten Denkmalimmobilien im Wert von 4,5 Millionen Euro aufgebaut. Der Startschuss? Meine Entscheidung, 30.000 Euro Eigenkapital als Working Capital zu nutzen und in eine zu 100 Prozent finanzierte Denkmalimmobilie zu investieren.

Wir von Marcel Keller Denkmalimmobilien beraten dich gerne persönlich und professionell.

Wir von Marcel Keller Denkmalimmobilien beraten dich gerne persönlich und professionell.

Fazit: Vermögen ist kein Zufall – sondern ein System

Du musst nicht reich geboren sein, um vermögend zu werden. Du brauchst keine sechsstelligen Beträge auf dem Konto. Was du brauchst, ist das richtige System – und den Mut, das Geld anderer für dich arbeiten zu lassen. Mit 30.000 bis 40.000 Euro Eigenkapital kannst du dir bereits einen Vermögenswert im Wert von mehreren Hunderttausend Euro sichern.

Der wichtigste Takeaway: Hör auf zu sparen und fang an zu investieren. Nutze den Hebel, den dir Banken bieten. Mache Schulden, die andere für dich abbezahlen. Und tausche dein Geld gegen echte Vermögenswerte. So verwandelst du dich Schritt für Schritt vom Gutverdiener zum Vermögensaufbauer – ganz ohne Erbe, Lottogewinn oder Startkapital in Millionenhöhe.

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