Ergebnisse Steuerberaterprüfung 2025/2026: So schwer war der Weg zum Titel

Offenes Buch zur Steuerberaterprüfung 2025 mit bunten Markierungen.

Ergebnisse Steuerberaterprüfung 2025/2026

Nur jeder Zweite hat es geschafft. Wer sich durch die Steuerberaterprüfung 2025/2026 gekämpft hat, weiß: Das war kein Spaziergang. Die frisch veröffentlichten Zahlen der Steuerberaterkammer Hessen zeichnen ein deutliches Bild davon, wie hart dieser Karriereschritt tatsächlich ist - und sie verraten, in welchen Regionen die Erfolgschancen am größten waren.

Wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, die Steuerberaterprüfung anzugehen, oder einfach neugierig bist, wie es um den Berufsstand steht, lohnt sich ein Blick auf die bundesweiten Ergebnisse. Sie zeigen nicht nur nackte Prozentzahlen, sondern auch, wo besonders viele Kandidaten angetreten sind, welche Region die stärksten Erfolgsquoten hatte und wo es eher düster aussah. Genau diese Details schauen wir uns jetzt gemeinsam an.

Die bundesweite Bilanz: Jeder Zweite besteht

Insgesamt haben sich für die Steuerberaterprüfung 2025/2026 bundesweit 5.801 Personen angemeldet. Davon wurden 5.706 tatsächlich zugelassen. Doch nicht alle, die zugelassen wurden, sind auch angetreten: 570 Kandidatinnen und Kandidaten sind vorher zurückgetreten - aus welchen Gründen auch immer, ob Prüfungsangst, private Umstände oder fehlende Vorbereitung.

Teilnehmer an der Steuerberaterprüfung 2025 während einer Sitzung.

Jeder 2 besteht

Am Ende erschienen 5.136 Personen tatsächlich zur schriftlichen Prüfung. Während der Prüfung selbst warfen weitere 645 das Handtuch. Von den 4.491 Personen, die die schriftliche Prüfung komplett abgelegt haben, fielen 2.084 durch - das entspricht einer Durchfallquote von 46,4 Prozent. Wer die schriftliche Hürde gemeistert hat, wurde zur mündlichen Prüfung geladen: 2.407 Kandidaten traten dort an.

Am Schluss steht eine bundesweite Erfolgsquote von 50,2 Prozent. Mit anderen Worten: Etwas mehr als die Hälfte aller Antretenden hat die Steuerberaterprüfung tatsächlich bestanden. Das zeigt, wie anspruchsvoll dieser Weg nach wie vor ist - und warum der Titel Steuerberater so viel wert ist.

Die Spitzenreiter unter den Kammern

Schaut man sich die einzelnen Kammern an, gibt es deutliche Unterschiede. Am besten schnitt Schleswig-Holstein ab: Von 146 Teilnehmern bestanden 75 die Erfolgsquote von starken 55,6 Prozent. Auch Hamburg (53,5 Prozent) und die Kammer Düsseldorf (53,3 Prozent) zeigten überdurchschnittliche Ergebnisse.

Am anderen Ende der Skala steht Mecklenburg-Vorpommern mit einer erschreckend niedrigen Erfolgsquote von nur 18,8 Prozent. Von 34 angetretenen Kandidaten bestanden gerade einmal 6. Das ist die mit Abstand schwächste Quote im gesamten Bundesgebiet. Auch Thüringen (41,9 Prozent) und das Saarland (42,6 Prozent) lagen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Wo die meisten Kandidaten antraten

Größenmäßig gibt es klare Favoriten unter den Bundesländern. Nordrhein-Westfalen stellte mit 1.316 erschienenen Kandidaten die mit Abstand größte Gruppe - kein Wunder, schließlich ist es das bevölkerungsreichste Bundesland. Bayern folgte mit 931 Teilnehmern, Baden-Württemberg mit 662.

Interessant ist der Vergleich innerhalb Bayerns: Während München mit 656 Teilnehmern die größere Kammer war, erreichte Nürnberg mit 275 Teilnehmern eine leicht bessere Erfolgsquote (50,6 Prozent bei beiden Kammern übrigens exakt gleich - ein spannender Zufall).

KammerErschienenBestandenErfolgsquote
Schleswig-Holstein1467555,6%
Hamburg31615453,5%
Düsseldorf50724453,3%
Bundesdurchschnitt5.1362.25550,2%
Saarland542042,6%
Thüringen501841,9%
Mecklenburg-Vorpommern34618,8%

Was die Zahlen wirklich bedeuten

Die großen Unterschiede zwischen den Kammern werfen die Frage auf: Woran liegt das? Ein einzelner Grund lässt sich aus den nackten Zahlen nicht ablesen, aber ein paar Muster fallen auf. Kleinere Kammern wie Mecklenburg-Vorpommern oder Thüringen haben naturgemäß kleinere Teilnehmerzahlen - dadurch schlägt jeder einzelne Kandidat stärker auf die Prozentzahl durch. Ein einzelner "Ausreißer-Jahrgang" mit vielen schwächer vorbereiteten Kandidaten kann die Statistik in solchen Fällen deutlich verzerren.

Bei den großen Kammern wie Nordrhein-Westfalen oder Bayern gleichen sich Schwankungen eher aus, weil die Teilnehmerzahl so hoch ist. Das erklärt, warum die Erfolgsquoten dort näher am Bundesdurchschnitt liegen.

Das ESH-Team stellt sich vor: Unterstützung zur Steuerberaterprüfung 2025/2026.

ESH Examensvorbereitung

Rücktritte: Ein unterschätzter Faktor

Auffällig ist auch die Zahl der Rücktritte. Bundesweit sind 570 Personen bereits vor der Prüfung zurückgetreten, weitere 645 während der laufenden Prüfung. Zusammengerechnet sind das über 1.200 Personen, die den Weg gar nicht bis zum Ende gegangen sind. Das zeigt: Die psychische und fachliche Belastung dieser Prüfung darf nicht unterschätzt werden. Wer sich anmeldet, sollte sich der enormen Vorbereitungszeit bewusst sein, die notwendig ist, um überhaupt bis zum Ende durchzuhalten.

Die Steuerberaterprüfung 2025/2026 bestätigt erneut, wie selektiv dieser Berufsweg ist. Mit einer bundesweiten Erfolgsquote von 50,2 Prozent bleibt die Prüfung eine der anspruchsvollsten in Deutschland. Wer sie besteht, hat sich einen Platz in einem angesehenen und gefragten Berufsstand verdient.

Wenn du selbst auf dem Weg zur Steuerberaterprüfung bist, nimm diese Zahlen nicht als Abschreckung, sondern als realistische Einordnung. Plane deine Vorbereitung gründlich, informiere dich zum Beispiel bei ESH in einer Prüfungsberatung und lass dich von den Durchfallquoten nicht entmutigen - am Ende zählt deine individuelle Vorbereitung, nicht die Statistik.

Wie hoch war die bundesweite Erfolgsquote der Steuerberaterprüfung 2025/2026?

Bundesweit haben 50,2 Prozent der angetretenen Kandidaten die Prüfung erfolgreich bestanden.

Welche Kammer hatte die beste Erfolgsquote?

Schleswig-Holstein erzielte mit 55,6 Prozent die höchste Erfolgsquote unter allen Kammern.

Welche Kammer schnitt am schlechtesten ab?

Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete mit nur 18,8 Prozent die niedrigste Erfolgsquote im gesamten Bundesgebiet.

Wie viele Personen sind insgesamt zur Prüfung angetreten?

Bundesweit erschienen 5.136 Personen zur schriftlichen Prüfung, von denen letztlich 2.255 die gesamte Prüfung bestanden haben.

Warum brechen so viele Kandidaten die Prüfung vorzeitig ab?

Die Gründe sind vielfältig, reichen aber häufig von unzureichender Vorbereitung über persönliche Umstände bis hin zu dem enormen psychischen Druck, den diese anspruchsvolle Prüfung mit sich bringt.

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