Ferrari mieten statt kaufen: Warum Cashflow über Luxus entscheidet
Ein Ferrari für 250.000 Euro kaufen oder lieber 250.000 Euro investieren?
Wer einen Ferrari fährt, hat es geschafft – so denken viele. Doch Finanzexperte Jens Rabe zeigt anhand eines gemieteten Ferrari Lusso, dass wahres Vermögen nicht darin besteht, Luxus aus dem Einkommen zu kaufen. Stattdessen erklärt er, warum der Weg zu dauerhaftem Wohlstand über Cashflow-Anlagen führt – und nicht über teure Statussymbole.
Auf den ersten Blick scheint die Antwort eine reine Geschmacksfrage zu sein.
Für mich ist sie aber eine Frage des Vermögensaufbaus. Denn genau hier liegt ein entscheidender Unterschied: Kaufst Du Luxus aus Deinem Einkommen oder bezahlst Du ihn aus dem Cashflow Deines Vermögens?
Der Ferrari-Gedankenexperiment: Kaufen oder nicht kaufen?
Jens Rabe saß in einem Ferrari Lusso – 12 Zylinder, 690 PS, über 320 km/h Höchstgeschwindigkeit und ein unverwechselbarer Sound. Das Auto kostet aktuell rund 260.000 bis 265.000 Euro. Trotzdem würde er sich dieses Fahrzeug niemals aus seinem Geschäftseinkommen kaufen. Warum? Weil er damit einen fundamentalen Grundsatz der Vermögensbildung verletzten würde, den er seit Jahren konsequent lebt.
Der Ferrari war gemietet – von einem befreundeten Sportwagenverleiher – für rund 10.000 Euro pro Monat. Sechs Wochen lang fuhr Rabe damit durch Europa, ohne auch nur einen Cent aus seinem Kapitalstock anzutasten.

Beides macht Spaß - Nur eins davon wirklich Sinn!
Der häufigste Fehler von Unternehmern und Gutverdiener
Viele erfolgreiche Unternehmer und Selbstständige machen denselben Fehler: Sie kaufen sich Luxusgüter aus ihrem laufenden Einkommen. Ob Sportwagen, teure Uhren oder ein Bötchen – der Gedanke dahinter lautet meist: Ich habe hart gearbeitet, also gönne ich mir das jetzt.
Das Problem dabei ist strukturell:
- Das Geld ist nach dem Kauf weg
- Das gekaufte Objekt erzeugt keinen weiteren Cashflow
- Das Kapital arbeitet nicht mehr für den Eigentümer
- Langfristig bleibt kein Vermögensaufbau übrig
Rabe bringt es auf den Punkt: Wer sein Mehreinkommen immer sofort für Luxus ausgibt, kommt trotz hohem Einkommen niemals zu echtem Vermögen. Das klingt paradox, ist aber eine der zentralen Wahrheiten der Finanzpsychologie.
Das Cashflow-Prinzip: Wie Vermögen wirklich funktioniert
Der entscheidende Unterschied liegt in der Frage: Aus welcher Quelle finanziere ich meinen Konsum?
Rabe unterscheidet klar zwischen zwei Ansätzen:
Ansatz 1: Luxus aus Einkommen kaufen
Du gibst 250.000 Euro für ein Auto aus. Das Geld ist weg. Das Auto verliert möglicherweise an Wert. Du musst es irgendwann wieder verkaufen, um an Kapital zu kommen. Dein Vermögen wächst nicht.
Ansatz 2: Luxus aus Cashflow finanzieren
Du investierst 250.000 Euro in Cashflow-Anlagen – also in Aktien, Dividendentitel, Immobilien, Optionsstrategien oder Unternehmensbeteiligungen. Bei einer konservativen Rendite von 10 Prozent pro Jahr entstehen daraus 25.000 Euro jährlicher Cashflow. Das Kapital bleibt erhalten und wächst weiter. Den Cashflow kannst du für Miete, Leasing oder Erlebnisse nutzen – ohne dein Vermögen anzugreifen.

Dividenden und Zinsen finanzieren den Lebensstil der Reichen.
Dividenden und Zinsen finanzieren den Lebensstil der Reichen.
Genau so finanziert Rabe seine Ferrari-Miete: aus Zinsen, Dividenden, Optionsprämien, Immobilieneinnahmen und Beteiligungserträgen. Die Geldanlagen bleiben dabei vollständig unangetastet.
Warum mieten manchmal klüger ist als kaufen
Das Mietmodell bietet einen weiteren praktischen Vorteil: Flexibilität und Risikovermeidung. Wer ein Auto für 10.000 Euro im Monat mietet und feststellt, dass er es doch nicht so begeistert, hat eine wertvolle Erfahrung gemacht – ohne gebunden zu sein. Das Kapital steht weiter für Investitionen zur Verfügung.
Dieser Ansatz gilt nicht nur für Sportwagen. Er lässt sich auf viele Konsumentscheidungen übertragen:
- Erst Kapital aufbauen, das Cashflow produziert
- Dann Konsum aus dem Cashflow finanzieren
- Das Grundkapital niemals antasten
Fazit: Investiere zuerst, genieße danach
Die eigentliche Botschaft hinter dem Ferrari-Video ist simpel, aber kraftvoll: Einkommen macht dich nicht reich – Cashflow-Anlagen schon. Wer dauerhaft wohlhabend bleiben will, investiert konsequent in Vermögenswerte, die regelmäßige Erträge liefern. Erst wenn der Cashflow aus diesen Anlagen ausreicht, um Luxusgüter zu finanzieren, ist der richtige Zeitpunkt zum Genießen gekommen.
Für Unternehmer, Selbstständige und ambitionierte Privatanleger gilt gleichermaßen: Widerstehe dem Impuls, Mehreinkommen sofort auszugeben. Investiere es stattdessen in Strukturen, die für dich arbeiten. Dann kannst du dir später alles leisten – und wirst dabei trotzdem immer wohlhabender.
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