Lohnt sich der Fonds Konwave Gold Equity?
Armin Dzubur I AD Finanz- & Vermögensplanung
Gold gilt als der klassische Fels in der Brandung, wenn an den Märkten die Unsicherheit regiert. Doch während der physische Goldpreis in den letzten Jahren bereits kräftig zugelegt hat, gibt es eine Anlageform, die daraus noch deutlich mehr Kapital geschlagen hat: Minen-Fonds. Sie investieren nicht in das Edelmetall selbst, sondern in die Unternehmen, die es aus der Erde holen, weiterverarbeiten und verkaufen - und genau dieser Hebel kann für spektakuläre Renditen sorgen.
Ein Fonds, der in diesem Bereich seit über 20 Jahren eine beeindruckende Erfolgsbilanz aufgebaut hat, ist der Konwave Gold Equity. Er hat es in den vergangenen Jahren nicht nur geschafft, von der Goldrallye zu profitieren, sondern seinen eigenen Vergleichsindex Jahr für Jahr klar zu übertreffen. Grund genug, sich den Fonds einmal genauer anzuschauen: Wie ist er aufgebaut, wie hat er sich geschlagen, und für wen lohnt sich ein Investment tatsächlich?
"Alle Zahlen in diesem Artikel beziehen sich auf den Stand 31.08.2026 und können sich seither verändert haben. Prüfe vor einer Entscheidung immer die aktuellen Werte im Verkaufsprospekt bzw. den wesentlichen Anlegerinformationen des Fonds."
Das steckt im Fonds Konwave Gold Equity

Armin Dzubur
Der Konwave Gold Equity existiert bereits seit 2003 am Kapitalmarkt und verwaltet aktuell ein Vermögen von rund 3,0 Milliarden US-Dollar. Er investiert mindestens zwei Drittel seines Gesamtvermögens in Aktien von Unternehmen aus dem Goldsektor – und zwar entlang der kompletten Wertschöpfungskette. Das bedeutet: Nicht nur reine Produzenten sind vertreten, sondern auch Unternehmen aus der Exploration, der Weiterverarbeitung und dem Handel mit Gold und anderen Edelmetallen.
Besonders spannend ist, dass der Fonds aktiv gemanagt wird. Das Fondsmanagement kann frei entscheiden, welche Titel aus dem Referenzindex - dem FTSE Gold Mines Series - übernommen oder bewusst weggelassen werden. Diese Freiheit hat sich in der Vergangenheit ausgezahlt, wie du gleich sehen wirst.
Sektoren, Länder und Top-Positionen im Überblick
Schaut man sich die Sektorverteilung an, dominieren Zwischenproduzenten mit 30,9 Prozent, dicht gefolgt von großen Produzenten mit 27,6 Prozent. Entwickler und Explorationsunternehmen kommen auf 24,2 Prozent, kleine Produzenten machen 16,5 Prozent aus. Der Rest verteilt sich auf eine Cash-Position von 0,8 Prozent.
Bei der Länderverteilung fällt sofort die starke Konzentration auf Kanada auf: Mit 64,5 Prozent stellt das Land mit Abstand den größten Anteil, gefolgt von Australien (13,8 Prozent), den USA (11,8 Prozent) und Südafrika (2,9 Prozent). Die restlichen 6,2 Prozent verteilen sich auf weitere Länder.
Bei den Top-10-Positionen führt Barrick Gold mit 8,80 Prozent, gefolgt von OR Royalties (4,96 Prozent) und AngloGold Ashanti (4,46 Prozent). Weitere Positionen sind unter anderem Alamos Gold, Equinox Gold, Eldorado Gold, Pan American Silver, Northern Star, IAMGold Corp. und Endeavour Mining Corp. Zusammen machen diese zehn Werte aktuell 40,78 Prozent des Fondsvermögens aus.
Wichtig für die Einordnung: Der Fonds setzt nicht nur auf Gold. 86,4 Prozent entfallen auf das gelbe Metall, weitere 12,9 Prozent auf Silber. Die restlichen 0,8 Prozent liegen als Cash-Bestand vor.
Die Rendite: Ein echter Überflieger
Jetzt zum spannendsten Teil – der Wertentwicklung. Und hier liefert der Fonds beeindruckende Zahlen. Auf Jahressicht 2026 hat der Referenzindex bereits gute 15,3 Prozent erzielt. Der Fonds hat diese Marke noch getoppt und kommt auf 18,6 Prozent.
Auch über längere Zeiträume bestätigt sich dieses Bild: Über drei Jahre steht der Index bei 281 Prozent, der Fonds bei 381,2 Prozent. Über fünf Jahre liegt der Index bei 227 Prozent, der Fonds bei 321,9 Prozent. Seit der Auflegung im Jahr 2003 hat der Referenzindex eine Entwicklung von 338,7 Prozent hingelegt – der Fonds dagegen unglaubliche 904 Prozent.

Renditevergleich Benchmark zum Fonds
Chancen und Risiken realistisch einordnen
Wer auf einen weiter steigenden Goldpreis setzt, findet im Fonds ein passendes Vehikel – und das nicht nur über den reinen Metallpreis, sondern über die gesamte Wertschöpfungskette der Branche. Geopolitische Unsicherheiten, die seit 2022 spürbar zugenommen haben, sowie wachsende Staatsschulden treiben tendenziell die Nachfrage nach Edelmetallen und damit auch die Kurse der entsprechenden Unternehmen nach oben.
Doch wo Chancen sind, gibt es auch Risiken. Diese solltest du kennen, bevor du investierst:
| Risiko | Was das bedeutet |
|---|---|
| Hohe Volatilität | Deutlich größere Schwankungsbreite als bei klassischen Aktienindizes |
| Rohstoffabhängigkeit | Ein fallender Goldpreis zieht nahezu alle Positionen im Fonds nach unten |
| Länderkonzentration | Fast 60 Prozent des Fondsvermögens liegen in Kanada |
| Unternehmensrisiken | Einzelne Titel können sich unabhängig vom Gesamtmarkt negativ entwickeln |
Was der Fonds kostet
Neben Chancen und Risiken gehört auch ein ehrlicher Blick auf die Kosten dazu. Je nach Anlageform fällt ein einmaliger Ausgabeaufschlag von maximal 1,5 Prozent an. Die laufenden Kosten liegen aktuell bei 1,74 Prozent, hinzu kommen Transaktionskosten von 0,46 Prozent, die je nach Marktlage auch höher ausfallen können.
Besonders interessant ist die Erfolgsgebühr: Sie beträgt 10 Prozent der Outperformance, allerdings nur, wenn gleichzeitig eine positive absolute Wertentwicklung und eine positive relative Entwicklung gegenüber dem Referenzindex vorliegt. In der Vergangenheit hat das Management diese Outperformance über die meisten Betrachtungszeiträume geliefert – ob sich die Gebühr für dich lohnt, hängt aber davon ab, ob diese Leistung auch künftig anhält, was nicht garantiert werden kann.
Fazit

Armin Dzubur
Der Konwave Gold Equity zählt im Bereich der Goldminen-Fonds zu den auffälligsten Performern, wenn es um die langfristige Rendite geht. Seit Auflegung über 900 Prozent Wertzuwachs zu erzielen und dabei den eigenen Referenzindex fast durchgehend zu schlagen, ist eine Leistung, die man nicht jeden Tag sieht. Wer auf Gold setzen möchte, dabei aber nicht nur vom reinen Metallpreis abhängig sein will, sondern von der gesamten Produktionskette inklusive einer Beimischung von Silber profitieren möchte, findet hier ein durchdachtes Investment.
Wichtig bleibt trotzdem ein klarer Blick auf die Risiken: Die starke Länderkonzentration auf Kanada, die hohe Volatilität des Sektors und die vergleichsweise hohen laufenden Kosten solltest du in deine Entscheidung einbeziehen. Die beeindruckende Historie ist kein Versprechen für die Zukunft, sondern ein Datenpunkt unter mehreren.
Schau dir am besten einmal in Ruhe an, wie ein solcher Fonds in dein persönliches Portfolio passen würde – und ob die Goldbranche als Baustein für deine langfristige Vermögensstrategie infrage kommt.
Wenn du endlich nicht mehr blind in Fonds oder ETFs investieren willst und es satt hast, hohe Gebühren zu bezahlen, ohne zu wissen, was du überhaupt bekommst. Wenn du längst gemerkt hast, dass deine Investments nicht zu deinen Zielen passen und du nie wieder das Gefühl haben willst, finanziell ausgenutzt zu werden.
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Was unterscheidet einen Goldminen-Fonds von physischem Gold?
Physisches Gold bildet lediglich die Preisentwicklung des Metalls ab, während ein Goldminen-Fonds in Unternehmen investiert, die von steigenden Goldpreisen zusätzlich über operative Gewinne profitieren können - was die Renditechancen, aber auch die Schwankungen erhöht.
Warum ist der Fonds so stark auf Kanada konzentriert?
Viele der weltweit größten und bedeutendsten Goldminenunternehmen haben ihren Sitz oder ihre Hauptaktivitäten in Kanada, weshalb sich diese Konzentration in vielen Goldminen-Fonds ähnlich wiederfindet.
Ist eine Erfolgsgebühr grundsätzlich negativ zu bewerten?
Nein, eine Erfolgsgebühr ist dann gerechtfertigt, wenn sie nur bei tatsächlicher Outperformance gegenüber dem Referenzindex anfällt - wie es bei diesem Fonds der Fall ist.
Eignet sich der Fonds für sicherheitsorientierte Anleger?
Der Fonds bietet durch die Investition in verschiedene Produktionsstufen eine gewisse Streuung innerhalb der Goldbranche, weist aber aufgrund der Rohstoffabhängigkeit und Länderkonzentration eine höhere Volatilität auf als klassische breit gestreute Aktienfonds.
Warum liegt ein Teil des Fondsvermögens als Cash vor?
Das Fondsmanagement hält eine Liquiditätsreserve, um flexibel auf Marktchancen reagieren zu können - dieser Anteil erwirtschaftet allerdings keine direkte Rendite, solange er nicht investiert ist.