Unternehmensbewertung für Startups: Der Bewertungsrechner von Roemer Capital
Eine Bewertung, die man herleiten kann, statt einer Zahl aus dem Bauch.
Gründerinnen und Gründer investieren unzählige Stunden in die Preisgestaltung ihres Produkts. Sie testen, messen, optimieren. Doch bei der Bewertung ihres eigenen Unternehmens verlassen sich viele auf Bauchgefühl oder auf die Zahl, die ein befreundeter Gründer in seiner letzten Runde erzielt hat.
Das ist riskant. Die Bewertung bestimmt, wie Investoren, Partner und Märkte auf ein Unternehmen blicken, und sie bestimmt, wie viel Anteile eine Finanzierungsrunde kostet. Sie sollte deshalb genauso strukturiert hergeleitet werden wie die Produktstrategie. Genau dafür hat Roemer Capital einen Bewertungsrechner entwickelt, der auf der Website des Unternehmens frei zugänglich ist.
Was der Bewertungsrechner leistet
Das Tool bringt Ordnung in ein oft chaotisches Thema. Statt dass die Bewertung in einer Folie oder einer Wunschvorstellung hängen bleibt, entsteht eine klare, nachvollziehbare Ersteinschätzung, so wie Investoren tatsächlich rechnen. In wenigen Minuten liefert der Rechner drei Dinge:
- eine Punktschätzung für den Unternehmenswert,
- eine realistische Bandbreite auf Basis von Marktdaten,
- eine Begründung, die sich gegenüber Investoren oder im Beirat verwenden lässt.
Keine Ratespiele, keine vagen Gefühle, sondern ein transparenter Prozess mit offengelegten Annahmen.

Bewerten, wie Investoren rechnen: Multiplikator, Bandbreite und Begründung.
Welche Faktoren in die Bewertung einfließen
Die Einstufung beruht auf Umsatzmultiplikatoren, die um die Qualität des Geschäfts korrigiert werden. Fünf Dimensionen bestimmen, wo ein Unternehmen innerhalb der marktüblichen Bandbreite landet:
Wachstumsqualität: Nicht nur die Wachstumsrate zählt, sondern ob das Wachstum wiederkehrend, planbar und mit vertretbaren Akquisitionskosten erkauft ist.
Rentabilität: Bruttomarge, Weg zur Profitabilität und Kapitaleffizienz entscheiden, wie viel Risiko ein Käufer oder Investor einpreist.
Konzentrationsrisiko: Hängt ein großer Teil des Umsatzes an wenigen Kunden, einem Kanal oder einer Person, sinkt der Multiplikator spürbar.
Marktposition: Differenzierung, Wechselkosten und Wettbewerbsintensität bestimmen, ob der Umsatz verteidigt werden kann.
Umsatzbasis und Geschäftsmodell: Software mit wiederkehrenden Erlösen wird anders bewertet als Projektgeschäft oder Handel, auch bei gleichem Umsatz.
Warum das wichtig ist
Investoren respektieren Klarheit. Über Annahmen lässt sich diskutieren, über eine konsistente Methode nicht. Wer mit einer belastbaren Bewertung in Gespräche geht, startet schneller und fokussierter und spart Zeit mit den falschen Kapitalpartnern. Wer dagegen eine Zahl nennt, die er nicht herleiten kann, verliert in der ersten Diskussion Verhandlungsposition.
Eine Ersteinschätzung ersetzt keine vollständige Unternehmensbewertung im Rahmen einer Transaktion. Sie ist aber der richtige Startpunkt, um die eigene Erwartung mit dem Markt abzugleichen, bevor die erste Investorenmail rausgeht.
Mehr als nur ein Tool
Die Bewertung ist nur der Anfang. Aus der Zahl folgen die eigentlichen Fragen: Welche Hebel heben den Wert bis zur nächsten Runde oder bis zum Exit? Wie werden Berichte investorentauglich? Wie wird Kapital effizient eingesetzt? Und wie sieht die Storyline aus, mit der das Unternehmen in Verhandlungen geht?
Das Ziel ist nicht nur eine Zahl, sondern Sicherheit und Strategie für den nächsten Schritt: eine Bewertung, die man vertreten kann, und ein Plan, der Wachstum und Finanzierung auf ein stabiles Fundament stellt.